Ausgetrickst

Memoirs Of A Murderer von Yû Irie

REGIE Yû Irie
DARSTELLER Hideaki Ito, Tatsuya Fujiwara, Toru Nakamura, Ryo Iwamatsu, Koichi Iwaki, Misuru Hirata, Anna Ishibashi
DREHBUCH Kenya Hirata, Yû Irie
PRODUZENT Naoaki Kitajima, Masaki Koide
KONTAKT Nippon TV
JAPAN 2017 / 118 MIN / JAPANISCHE OMEU

 

1995 erschüttern die grausamen Morde des Tokyo Stranglers die japanische Hauptstadt, doch der ermittelnde Polizist Wataru Makimura bleibt erfolglos und verliert nicht nur seine Tochter, sondern auch seinen Chef an den Mörder. Doch die Morde reißen ab und die Jahre ziehen ins Land und als wäre das nicht schon schlimm genug, verjährt der Fall, denn trotz einer Gesetzesänderung, fällt der letzte Mord vor den Stichtag.
Jahre später jedoch offenbart sich der Täter mit einem Buch und viel Publicity , belangt kann er nun nicht mehr werden. Makimura ist außer sich, doch er kann nichts unternehmen. Mit Hilfe eines bekannten TV-Journalisten versucht er daher den Killer Masato Sonezaki herauszufordern.
Doch erste Zweifel kommen auf, ob es sich um den tatsächlichen Tokyo Strangler von einst handelt.

„Memoirs of A Muderer“ ist das japanische Remake des koreanischen Films: „Confession of Murder“  und katapultierte in seiner Heimat auf Platz 1 der Kinocharts.
Im Gegensatz zum Original ist das Remake schon hochglanziger mit gefälligen Stargesichtern wie Tatsuya Fujiwara und Hideaki Ito. Nichtsdestotrotz bietet der Streifen spannende Unterhaltung und gehört sicherlich zu den besseren Polizeifilmen.
Ich weiß nicht, inwiefern es den Tatsachen entspricht, dass Mord in Korea oder Japan noch vor so wenigen Jahren verjähren konnte, aber gut, nehmen wir das Szenario einfach mal an und damit auch das Dilemma, in dem sich hier die Angehörigen der Opfer des Killers und die Polizei befindet, erst recht, nachdem er seine Memoiren zu Besten gibt.
Absolut lebensnah: der Medienhype und vor allem den Fanhype, der sich an so etwas anschließt. So hatte der Killer schnell eine große weibliche Fangemeinde, die das alles so in Ordnung fanden – voll das Leben würde ich sagen; solche Debiletten findet man ja weltweit. Hier natürlich als Kritik gemeint, aber Groupies wird es immer geben.
Selbstredend bietet so ein Thriller keine gradlinige Krimistory, sondern Drehungen und Wendungen, aber auch kontrastreiche Charakter.
Insgesamt eine ordentliche Verfilmung, die mir gut gefallen hat, die man aber angesichts des guten und nicht allzu alten Originals nicht wirklich braucht.

2 thoughts on “Ausgetrickst”

  1. Ahoi!

    -Offtopic- (Magst du nicht gerne, ich weiß..;-D
    Ich habe heute Vremja pervyx – Die Zeit der Ersten aka Spacewalker (R-2017)
    im Heimkino geguckt. … http://tinyurl.com/y88kggdu … Empfehlenswert!
    (Im Filmjargon – Episches Historiendrama mit russischer Signatur..:-)
    (Habe bei dir im Blog nichts dazu gefunden. Daher – Mach dir auch
    ein Bild davon. Würde gerne deine Sicht dazu erfahren..;-)

    Gruß aus der Muschelküche!

    1. Hm, Dokuspielfilme schiebe ich gerne auf die lange Bank, ich finde das Thema auch nicht so spannend, aber ich weiß, dass die Russen durchaus gute Filme machen können, auch gute historische.

SagWas!