DasDeutschfilmMartyriumTeil9374

Schneeflöckchen von Adolfo J. Kolmerer

REGIE Adolfo J. Kolmerer
GAST-REGIE William James
DARSTELLER Reza Brojerdi, Erkan Acar, Xenia Assenza, David Masterson, Alexander Schubert, Adrian Topol, Gedeon Burkhard, Eskindir Tesfay, Selam Tadese, Mathis Landwehr, Judith Hoersch, David Gant, Bruno Eyron, Martin Goeres
DREHBUCH Arend Remmers
KAMERA Konstantin Freyer
PRODUZENT Erkan Acar, Adrian Topol, Reza Brojerdi
PRODUCER Eric Sonennburg
VERLEIH Capelight Pictures
DEUTSCHLAND 2017 / 120 MIN / DEUTSCH/ENGLISCH/TÜRKISCHE OMU

 

Tan und Javid schmeckt der Döner nicht, also eigentlich Javid, denn Tan meint besser geht’s nicht, dennoch verlassen die beiden den Laden nicht ohne Blutvergießen und klauen einen draußen greifbaren BMW. In dem finden die beiden ein Drehbuch und trauen ihren Augen nicht, denn dort steht genau was sie getan haben, jetzt sprechen und tun werden. Skandal! Wer erlaubt sich so über ihr Leben zu bestimmen?
Das ist wie die beiden ermitteln Zahnarzt Arend, der neben der Zähnebohrerei mal eben das Drehbuch der Drehbücher schreiben will. Einen Meilenstein. Doch so ganz kaufen ihm Tan und Javid die Geschichte noch nicht ab.
Unterdes sucht Eliana nach einem Profikiller, der die Mörder ihrer Eltern töten soll und wählt dafür zwei Irre Polen, nachdem sie Gott kennengelernt hat.
Und In Berlin sorgt der Superheld Hyper Electro Man für Ordnung und irgendwann werden sich alle treffen.

Oh man, diesen Film wollte ich nie nicht ansehen und nachdem ich ihn gesehen habe, wusste ich auch warum: was für eine gequirlte Scheiße.
Gut, man kann ihm zugute halten, dass die Produktion ein Crowdfundingprojekt war und ich keinen Cent dafür bezahlt habe. Ob es nun so lobenswert ist, dass sich eine deutsche Produktion traut blutig um sich zu schießen, auf Tarantino zu machen und zwei Handlungsstränge zu vereinen, mag ich nicht unterschreiben, denn so wirklich neuideeig war das alles nicht.
Zwei Typen auf Amoklauf stellen fest, dass sie nur Teil eines Drehbuches sind, das ein Zahnarzt und somit Laiendrehbuchautor geschrieben hat. Alles ist vorherbestimmt, doch die beiden versuchen an ihrem Schicksal teilzuhaben. Parallel dazu sucht ein Mädel einen Killer für den Mörder ihrer Eltern. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Bodyguard, lernt Gott kennen und sucht sich die beiden widerlichsten Typen für den Job aus, die man finden konnte. Dann läuft noch irgend so ein Möchtegern-Superheld rum, der witzig sein sollte und seine Opfer mit Elektroshock zur Strecke bringt. Dann ist noch irgendein Mädel namens Schneeflöckchen im Spiel, die auf süß macht und Flügel hat, aber ich weiß nicht was sollte.
Ercan Acar und Reza Brojerdi landen ein paar witzige Sprüche, Xenia Assenza und Judith Hoersch sind erstens keine guten Schauspielerinnen und zweitens langweilig und auch sonst war das Ganze sehr anstrengend. Das bilinguale des Filmes war auch nicht der Bringer und der Streifen war mindestens eine halbe Stunde zu lang und verpasste den Abgang.
Na ja, eingeschlafen bin ich nicht, dazu wars auch zu laut und man, also alle Beteiligten des Films, die offensichtlich vollständig zur Vorstellung angetreten waren, applaudierten und feierten sich selbst. Fand ich auch legitim, aber ich, so viel kann ich sagen, war nicht die einzige, die „Schneeflöckchen“ richtig schlecht fand. Er ist praktisch eine Gurke, aber ich will den deutschen unabhängigen Filmemacher an und für sich nicht vollständig entmutigen und gebe ein paar Punkte, aber weiterempfehlen möchte ich den Film nicht.

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