Verloren

Bokeh von Geoffrey Orthwein, Andrew Sullivan für Netflix

 ‚Bokeh‘  Running time: 92 MIN. USA/IS 2017
Production (U.S.—Iceland) A Screen Media Films release (U.S.) of a Zealous Pictures production in association with Vintage Pictures and Verge Pictures.
Producers: Doug Dalton, Kent Genzlinger, Briene Lermitte.
Executive producers: Andrew Sullivan, Dirk Junge.
Co-producers: Hlin Johannesdottir, Birgitta Bjornsdottir, Joe Shott, Liana Lehua, Christina Jennings, Harry Halloran Jr.
Crew Directors, writers: Geoffrey Orthwein, Andrew Sullivan.
Camera (color, widescreen, HD): Joe Lindsay. Editor: Orthwein. Music, Keegan DeWitt.
With Maika Monroe, Matt O’Leary, Arnar Jonsson, Gunnar Helgason. (English dialogue)

 

Eigentlich sollten es nur fünf Tage auf Island sein, doch als Jenai und Riley eines morgens in ihrem Hotel erwachen, sind alle Menschen auf der Insel verschwunden und auch auf dem Rest der Welt scheint sich niemand mehr herumzutreiben. So heißt es für das junge Paar: sind wir uns genug?

Heutiger Bügelfilm Nummer eins: „Bokeh“ eine Netflix Original Produktion, die ich zugegebenermaßen nur wegen Maika Monroe angesehen haben. An ihr habe ich seit „It Follows“ einen Narren gefressen und muss sagen, sie gefällt mir in jeder Rolle, so auch hier.
Die Handlung ist recht simpel: ein junges Paar fährt in Urlaub nach Island. Die beiden sind ein unterschiedliches Paar wie sich bald herausstellt, denn als sie nach wenigen Tagen auf der Insel aufwachen, sind einfach alle Menschen von diesem Erdball verschwunden und für die beiden stellt sich nun die Frage: wie geht es mit uns weiter?
Island mag Glück im Unglück sein, denn so abgeschieden die Insel ist, nutzt sie Geothermie, hat keine wilden Tiere und viel frisches Wasser. So versuchen sich die beiden häuslich einzurichten und mit Lebensmitteln zu versorgen. Doch die Anspannung steigt zwischen den beiden und so fahren sie herum, versuchen sich abzulenken. Nach etlichen Wochen finden sie einen alten Mann und Jenai ist glücklich einen weiteren Menschen gefunden zu haben, doch der Mann stirbt und die beiden sind wieder zu zweit.
Während Riley versucht die Situation so zu nehmen wie sie ist, verzweifelt Jenai zunehmend.
„Bokeh“ ist ein Independentfilm, das merkt man ihm schon an, aber er ist nicht schlecht. Die Landschaftsaufnahmen sind gewaltig schön und die Grundfrage des Films ist durchaus interessant.
Reicht es mir mit meinem Partner alleine auf der Welt zu sein oder bringt mich die „Einsamkeit“ und der Gedanke die einzigen Menschen zu sein um?
Bin ich ein Macher oder gebe ich auf?
Auf jeden Fall hätte man die Musik überdenken können und die Länge des Filmes.
Nicht schlecht, aber auch kein Burner. Macht aber nachdenklich.

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