TodUndUnvergänglich

Zimmer 108 (Beau Séjour) von Nathalie Basteyns und Kaat Beels für VRT

Deutscher Titel Zimmer 108
Originaltitel Beau Séjour
Produktionsland Belgien
Originalsprache (Belgisches) Niederländisch
Jahr(e) seit 2017
Produktionsunternehmen VRT, De Mensen mit Unterstützung von VAF/Mediafonds
Länge 50 Minuten
Episoden 10 in 1 Staffel
Genre Krimi-Fantasy-Serie
Regie Nathalie Basteyns, Kaat Beels
Drehbuch Bert Van Dael, Sanne Nuyens, Benjamin Sprengers, Kaat Beels, Nathalie Basteyns
Produktion Marijke Wouters, Saskia Verboven, Pieter Van Huyck
Musik Jeroen Swinnen
Kamera Anton Mertens
Erstausstrahlung 1. Januar 2017[1] auf Eén
Deutschsprachige Erstausstrahlung 2. März 2017  ARTE

 

Irgendetwas stimmt nicht, als Kato Hoeven diesen morgen aufwacht und sich vom Bett eines Hotelzimmers aufrafft. Dann findet sie sich selbst blutüberströmt und ziemlich unlebendig in der Wanne und muss sich damit abfinden: ich bin Tod!
Doch Kato fühlt sich lebendig und so zieht sie sich an und fährt nach Hause, wo sie natürlich niemand sehen kann oder doch? 
Tatsächlich wird Kato von einer Hand voll Menschen gesehen und kann mit ihnen reden, ja diese Menschen können sie sogar anfassen, aber wieso? Warum nur diese Menschen? Und wer hat sie getötet? Ist es einer der, die sie sehen können?
Kato muss es herausfinden mit oder ohne Hilfe ihrer Liebsten, denn sie hat keinerlei Erinnerung mehr an das, was passiert ist.

„Zimmer 108“ ist eine Produktion des Flämischen Rundfunks, aber deswegen nicht schlecht. Im Gegenteil, schon der Vorspann ist sein Geld wert und so setzt sich die Geschichte spannend, wenn auch recht unspektakulär fort.
Die Handlung spielt in einer kleinen flämischen Dorf, in dem man nicht über dem Zaun hängen mag, mit ganz normalen Leuten und ihrem ganz alltäglichen Problemen.
Die Teenagerin Kato liebt Motocross und sie liebte den örtlichen Helden des Motocross Leon Vinken. Doch auf dem Schützenfest trennt sich Kato und benimmt sich auch sonst wie auf Droge und verschwindet irgendwann. Als sie nicht nach Hause kommt beginnt die groß angelegte Suche und man findet sie Tod in einem See. Es stellt sich nun natürlich die Frage, wer hat Kato umgebracht, eine Sache, die sie selbst auch beschäftigt, denn sie schwirrt noch munter als Geist durch die Gegend und beginnt in ihrem Fall zu ermitteln. Dabei kann sie von einigen im Dorf gesehen und als ganz normaler Mensch angefasst werden. Darunter sind ihr Vater, ihre Freundin, ihre Stiefschwester und sogar der Polizeichef. Doch was das zu bedeuten hat liegt im Dunkeln und nicht jeder möchte Kato helfen, im Gegenteil, sie wird fleißig sabotiert und muss zudem mit ansehen wie ihre Stiefschwester fröhlich in ihren Sachen kramt und sich ohne Trauerpause an ihren Ex ranmacht.
Und wie das nun mal in Belgiern so ist, gibt es keine unschuldigen Menschen im Dorf. Ob es Drogen, Korruption oder Diebstahl ist, Kato muss viele Hürden nehmen, um ans Ziel zu gelangen und versucht so gut es ihr möglich ist die Ermittlungen der beiden Damen der Bundespolizei Tongeren zu unterstützen.
Mir persönlich hat an der Serie viel gefallen. Angefangen bei den Darstellern, die ich gut fand, bis hin zur Geschichte. Ein kleines echt ödes Dörfchen, jeder kennt jeden, es wird gequatscht, es gibt Eifersüchteleien und der nicht gerade Reichtum der belgischen Landbevölkerung führt auch schon mal dazu, dass der oder die unscheinbare Person für die größeren Gauner Drogen kocht oder vertickt. Es gibt Probleme, Psychosen und wie wir erfahren werden mehr als einen Mord.
„Zimmer 108“ ist wirklich keine Serie, die mit einem großem Budget oder Spezialeffekten glänzt, man merkt ihr die Fernsehproduktion durchaus auch an, aber insgesamt ist es eine sympathische und spannende Sache, die mir Spaß gemacht hat, trotz aller Tristesse.
„Zimmer 108“ lief in Deutschland erstmalig auf Arte.

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