DieAchtMussStehen

Eat Local(s) von Jason Flemyng

Großbritannien 2016 / 94 min / englische OVREGIE Jason Flemyng
DARSTELLER Charlie Cox, Freema Agyeman, Mackenzie Crook, Dexter Fletcher, Eve Myles, Ruth Jones, Vincent Regan, Annette Crosbie, Nick Moran
DREHBUCH Danny King
PRODUZENT Jonathan Sothcott, Neil Jones, Rod Smith
VERLEIH Splendid Film

 

 

Eigentlich sollte es eine dieser ganz normal langweiligen allfünfzigjährigen Vollversammlungen von Britanniens acht Vampiren werden und Mitglied Vanessa hat sogar ein Leckerli mitgebracht: Sebastian.
Doch dieses Jahr ist der Wurm drin, denn Boniface fängt wieder einen Streit über Territorien und Fangquoten an und ehe sich alle versehen wird einer aus der Runde vom Duke gepfählt, weil er genau diese nicht eingehalten und kleine Kinder getötet hat.
Tja, dumm gelaufen, nun sind es nur noch sieben, aber da ist ja Sebastian! Gut, er ist etwas einfältig, aber immerhin!. Nein, eine Stimme fehlt und jede weitere Diskussion wird gedeckelt, denn draußen treiben sich ausgerechnet in einer so sensiblen Situation militärisch unterstützte Vampirjäger herum, die die Versammlung im idyllischen Farmhaus sprengen.
Auf einmal heißt es für die Vampire erfinderisch zu werden und glücklicherweise ist unser tollpatschige Sebastian dann doch noch eine wertvolle Hilfe…

Eine bunte Mischung an Vampiren, ein etwas trotteliger, aber lustiger junger Mann, der eigentlich Snack werden sollte und ein Vampirjäger, der die Brut ein für alle Mal austilgen will; gerne hätte ich eine überschwängliche Kritik zu „Eat Local(s)“ geschrieben, doch leider konnte Jason Flemyngs Regiedebut nicht auf ganzer Linie überzeugen.
Ich kann nicht sagen, er hätte nicht einige lustige Szenen gehabt, doch irgendwie wollten sich die einzelnen Komponenten nicht zu einem guten Ganzen zusammenfügen.
Für meinen Geschmack verdaddelt sich der Film mit langweiligen Szenen des unbeholfenen Vampirjägermilitärs und wirkt, als wüsste der Regisseur eigentlich nicht so recht wie er hier eine runde Geschichte komponieren soll. Während sich die Darsteller im Landhaus die Gags zuwerfen und durchaus unterhaltsam sind, bricht der Film immer wieder in sich zusammen, wenn der schwenk zur Gegenseite geht. Vielleicht hätte man die Story auch in 70 Minuten statt in 94 erzählen können. Ich weiß es nicht.
Die Idee an sich hat mir gefallen und wie alle liebe ich nun auch „unseren“ Billy Cook, der hier den Sebastian spielte und irgendwie die Geschichte wenigstens ein bisschen zusammenhielt. Auch kamen immer wieder gute Einfälle und lustige Figuren, Tony Curran war großartig, doch wie gesagt, das war nur der halbe Film.
Insgesamt konnte „Eat Local(s)“ meine Erwartungen nicht erfüllen, bereut habe ich die Sichtung dennoch nicht.

 

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