DerWegNachEdenUndDerAbgesangAufEinenHelden

Logan von James Mangold

Directed by James Mangold
Produced by Hutch Parker, Simon Kinberg, Lauren Shuler Donner
Screenplay by Scott Frank, James Mangold, Michael Green
Story by James Mangold
Based on Wolverine by Roy Thomas, Len Wein, John Romita, Sr.
Starring  Hugh Jackman, Patrick Stewart, Richard E. Grant, Boyd Holbrook, Stephen Merchant, Dafne Keen
Music by Marco Beltrami
Cinematography John Mathieson
Edited by Michael McCusker
Production company: Marvel Entertainment, Kinberg Genre, Hutch Parker Entertainment, The Donners‘ Company
Distributed by 20th Century Fox
Release date February 17, 2017 (Berlin), March 3, 2017 (United States)
Running time 137 minutes
Country United States
Language English
Budget $97 million
Box office $237.8 million

 

Wir haben das Jahr 2029 und die Zahl der Mutanten geht gegen Null.
Einer der wenigen Überlebenden ist Wolverine, der sich zu einem gealterten Logan gewandelt hat. Logan ist krank und wird immer schwächer; das Adamantium, das ihn einst stark machte, zerstört nun seinen Körper und lässt ihn altern. So geschwächt fristet Logan sein Leben als Limousinenchauffeur, doch er braucht das Geld; vor allem für Medikamente, denn er ist nicht alleine, er pflegt Charles Xavier, der unter Demenz leidet und ohne Medizin zu einer gefährlichen Waffe mutiert.
Und als wäre Logans Leben nicht schon beschwerlich genug, offenbart sich ihm eine ehemalige Krankenschwester von Transigen. Mit Hilfe der Gene der alten, erschuf die Firma junge Mutanten, natürlich, um sie als Waffen einzusetzen. Doch die Kinder weigerten sich zu kämpfen und sollten zugunsten eines neuen Versuches vernichtet werden. Einige konnte das mexikanische Personal retten, darunter auch X-23, Laura, ein weiblicher Klon Wolverines, der absolut kein Interesse hat sich um ein 11 jähriges Mädchen zu kümmern und mit Transigen aneinanderzugeraten; aber es ist zu spät, der kybernetisch veränderte Sicherheitschef der Firma Pierce ist ihnen auf den Fersen und so muss Logan in den sauren Apfel beißen und das Mädchen und vor allem Charles zu retten.

Es passiert nicht häufig, dass ich mich so auf einen Film freue, zudem er zu einer Reihe gehört, die ich nie wirklich ins Herz schließen konnte. Ich spreche weniger von den X-Men, als von den Wolverine-Filmen, die für meinen Geschmack grenzwertig waren. Offenbar so grenzwertig, dass ich zu „Wolverine: Weg des Kriegers“ nie etwas geschrieben habe – oops.
Aber dank gut gemachter Trailer und dem damit verbundenen Versprechen, hier mal etwas tiefer zu stapeln, war ich sofort dabei.
Alles ist vergänglich und dass das Adamantium für Logan aka Wolverine nicht immer positiv besetzt ist, wird nun zur Gewissheit, denn dieser Stoff tötet ihn langsam aber sicher. Doch das Altern ist nur eines von Logans Problemen, denn er versteckt Charles Xavier und hält ihn weitgehend betäubt, was nötig ist, da Xavier dement ist und seine telepathischen Kräfte nicht mehr ohne weiteres kontrollieren kann und zu einer echten Gefahr für alle in Reichweite darstellt.
Als ihn dann noch eine Frau anspricht und ihm ein Kind andrehen will, geht Logan auf stur und es fällt selbst Charles schwer ihn zu überzeugen diese Mutantin vor Transigen zu schützen. Das Mädchen ist ein Klon aus Logan und sie will sich mit anderen entflohenen Mutantenkindern an einem Ort namens Eden treffen. Logan erkennt, dass sich i nicht geändert hat und weiterhin Mutanten erschafft, um sie als Kriegsmaterial zu verdampfen, doch seine Kräfte schwinden und dieses Eden scheint eine Erfindung der X-Men-Comics zu sein; so wird die Reise zu einer beschwerlichen Fahrt, auf der auch viele Unschuldigen ihr Leben lassen müssen…
Tja und da wären wir beim großen Unterschied zu den Vorgängern der X-Men-Reihe, ausgenommen „Deadpool„: „Logan“ ist wirklich blutig und geht mit gespaltenen und abgetrennten Köpfen und Gliedmaßen ordentlich zur Sache. Aber hier darf nicht nur Logan selbst, sondern auch ein kleines noch frisches Mutantenmädel. Angeblich hat Hugh Jackman sogar auf einen Teil seiner Gage verzichtet, damit dieser letzte Film über Wolverine nicht unters 12er Messer fällt und gut getan, denn sein wir mal ehrlich Adamantiumkrallen haben schon etwas endgültiges, das nicht wirklich unblutig um sich schlägt. So häckseln sich die beiden durch die USA, unterhalten sich aber nicht sonderlich viel, was uns bei Wolverine nicht wirklich verwundert, bei einem Kind schon, aber gut, es ist ja praktisch seine Tochter. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm und klauen darf nur Logan, interessiert aber niemanden.
Natürlich wussten wir schon lange, dass Hugh Jackman neben Wolverine auch singen und tanzen kann, aber er kann auch spielen und „Logan“ gibt ihm tatsächlich die Möglichkeit seiner Figur das gewisse „un je ne sais quoi“ zu geben, das er zwar im Laufe der letzten 18 Jahre schon aufgebaut hat, nun aber zur Vollendung bringen kann. Er ist es, der der sicherlich schon leicht verbrauchten Mischung aus Roadmovie und Verfolgerthriller eine Seele gibt und der Unzerstörbarkeit Vergänglichkeit.
Aber auch Patrick Steward ist einfach anbetungswürdig und noch zerbrechlicher als je zuvor und die kleine Dafne Keen ist beeindruckend, dennoch sie irgendwann anfängt zu sprechen – sie hat so etwas aufmüpfiges in ihrem Blick, das mag ich. Als Gegenspieler sehen wir Boyd Holbrook, den ich aus einigen Filmen, aber aktuell aus „Narcos“ kenne und der sich wirklich gut schlägt und kein bisschen albern wirkt, im Gegensatz zu Richard E. Grant, den ich einfach nicht für voll nehmen kann – sorry.
Insgesamt ein Meilenstein unter den X-Men-Filmen (mit bereits benannter Ausnahme), nachdenklich, gewalttätig und voller Abschiede.
Und als Laura aus „Shane“ zitierte und später das Kreuz kippte, öffneten sich bei uns alle Schleusen…

6 thoughts on “DerWegNachEdenUndDerAbgesangAufEinenHelden”

    1. :)) Er sieht eben echt alt aus. Fand ich aber gut so und ja die kleine ist toll.
      Lang ist er. Vielleicht hätte man die Kampfszenen noch etwas eindampfen können, aber gut, für mich sind die 137 Minuten dann doch schnell vergangen, weniger hätten aber auch nicht weh getan.

  1. Das mit dem Kreuz war wirklich ein sehr, sehr trauriger Moment… und irgendwie habe ich die ganze Zeit noch gehofft, man sieht wie bei „Batman v Superman“ am Ende doch noch irgendwo, dass sich da unter der Erde was bewegt. Irgendwie will ich es immer noch nicht so ganz wahrhaben, dass jetzt wirklich Schluss ist mit Hugh Jackman als Wolverine. Gerade jetzt, wo sie es endlich mal geschafft haben, einen wirklich guten Wolverine-Film zu machen.

    1. Mir hat der Tod Prof. X schon zugesetzt und auch wenn es abzusehen war, war der Schluss wirklich traurig, aber nichtsdestotrotz konsequent und dafür mag ich den Film.

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