InEinemBesserenTod

The Void von Jeremy Gillespie und Steven Kostanski

REGIE Jeremy Gillespie, Steven Kostanski
DARSTELLER Ellen Wong, Kathleen Munroe, Kenneth Welsh,Aaron Poole, Art Hindle, Amy Groening, Stephanie Belding
DREHBUCH Jeremy Gillespie, Steven Kostanski
PRODUZENT Jonathan Bronfman, Casey Walker
VERLEIH Ascot Elite Entertainment
Kanada 2016 / 90 min / englische OV

 

Ein Gemetzel in einem Einfamilienhaus und ein blutüberströmter Mann vor Sheriff Carters Wagen, diese Nacht nimmt kein gutes Ende, denn der Mann, den der Sheriff ins naheliegende Krankenhaus bringt steht offensichtlich auf einer Liste, die noch nicht abgeschlossen ist. Doch die Männer, die ihn töten wollen sagen nicht was los ist und erst recht weiß niemand, warum die Typen in den weißen Kutten niemanden aus den Krankenhaus lassen, ohne ihn zu killen.
Fast so seltsam wie das Monsterspektakel, was nun im Krankenhaus selbst losbricht.

 

Bereits im Vorfeld selektierte „The Void“ die Zuschauer. Die Kutten hat schon mal einen nicht unerheblichen Teil außen vor gelassen, nichtsdestotrotz fand sich ein stattliches Publikum ein, die das Wagnis eingingen.
Über das, was man dort zu sehen bekam, kann man wahrlich streiten. Ein Carpenter-Aussault-Das Ding-Abklatsch, zu gewollt Lovecraft und Barker, wobei der eine ohne den anderen nicht so geschrieben hätte, aber egal und irgendwie stimmt das sogar ein bisschen.
Mittlerweile muss sich wohl jeder Film, der eine Gruppe Menschen in einem Gebäude isoliert und wegen feindlicher Angreifer gefangen hält, mit „Aussault on Predict 13“ vergleichen lassen, was ich nur eingeschränkt nachvollziehen kann. Bei einvernehmlichen außerirdischen Mutationen hingegen kenne ich hingegen keine Nachsicht, das ist Carpenter und da dieser seinen Lovecraft gelesen hat und Jeremy Gillespie, Steven Kostanski zudem wohl sehr den Hellraiser mochten, haben wir hier ein Gemisch, dass man hassen oder mögen kann.
Die Geschichte beginnt mit der Tötung einer Familie in einem abgelegenen Haus. Offensichtlich konnte einer entkommen, der geradewegs dem Sheriff vors Auto rennt, der ihn unverzüglich ins nächste Krankenhaus bringt. Dort ist nur wenig Personal, ein Patient und zwei auf der Wartebank und ein Arzt, der ziemlich schräg drauf ist und wie wir erfahren werden, aus guten Gründen. Dazu gesellen sich noch die beiden Killer aus dem Haus vom Anfang, die aber ihre Intentionen im Laufe der Geschichte nicht wirklich erläutern.
Diese Konstellation an sich ist schon merkwürdig, doch dann stehen vor dem Krankenhaus auf einmal in weiße Kutten gewandete Typen (sehr viele), von denen man nicht erkennt, ob sie Mensch oder Fisch sind, die jeden abstechen wollen, der versucht aus dem Krankenhaus zu entkommen.
Im Gebäude selbst geht es auf einmal rund, als eine Krankenschwester aus dem Nichts heraus zu etwas unsäglichem mutiert (richtig, wir sind bei Carpenters „The Thing“) und der Arzt ist auch schon ganz komisch. Na ja und dann wurde ich, warum auch immer an diesen unsäglichen „Baskin“ erinnert, denn statt im einfachen Keller, landen die Protagonisten in der Hölle or whatever, in dem sich auch sowas wie Pinhead ohne Pins antrifft.
Natürlich will der dann Überzeugungsarbeit leisten, was die Vorteile des Nichtlebens angeht, ist jedoch nur begrenzt erfolgreich.
Das mag man nun insgesamt als schmerzhafte filmische Erfahrung werten, andererseits, hatte der Streifen auch was. Ich mag ja lovecraftsche Geschichten aller Couleur und hier konnte ich ne Menge durchgehen lassen ohne verärgert aus dem Kino zu gehen, was mir beim türkischen Streifen seinerzeit nicht gelang. Irgendwie wars okay, aber ich kann auch verstehen, wenns nicht gefallen hat.

 

1 thought on “InEinemBesserenTod”

  1. Oh Gott, „Baskin“ war wirklich ein unerträglicher Film! Der Kurzfilm dazu war ziemlich super und hätte zu dem „Konzept“ vollkommen ausgereicht. Die Langfassung war einfach nur Müll.

    „The Void“ würde ich mir trotzdem mal anschauen wollen. Klingt irgendwie dann doch interessant.

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