HörtMalWerDaSpricht

Prevenge von Alice Lowe

Directed by Alice Lowe
Screenplay by Alice Lowe
Starring Alice Lowe, Gemma Whelan, Kate Dickie, Jo Hartley
Music by Toydrum (Pablo Clements and James Griffith)
Cinematography Ryan Eddleston
Edited by Matteo Bini
Distributed by Kaliedoscope
Release date 15 May 2016 (Cannes)
10 February 2017 (United Kingdom)
Country United Kingdom
Language English

 

Sicher, Frauen können während der Schwangerschaft schon mal komisch werden und Stimmungsschwankungen unterliegen, doch was Ruth antreibt ist ungleich teuflischer, denn sie glaubt, ihr ungeborenes Baby spricht zu ihr und befielt ihr zu morden.
Nicht wahllos, sicher, aber ziemlich ungehemmt und blutig.
Tja, die Hormone eben…

„Prevenge“ ist ein Film, der die Gemüter spaltete, vor allem die der Männer und Frauen, denke ich. Während zahlreiche Männchen alles nur als hormonell bedingtes und nicht nachvollziehbares, unlustiges Wuhu ansahen, konnte ich mich über Alice Lowes schwarzen Humor köstlich amüsieren, möchte dabei aber nicht behaupten, es handle sich um ein Meisterwerk, aber  einen ordentlichen Independent-Slasher.
Im Mittelpunkt ihres Erstlingwerkes steht Ruth, die die hochschwangere Alice selbst spielte. Ruth ist wie gesagt ziemlich kurz vor der Entbindung und ist festen Glaubens, ihr ungeborenes Kind befehle ihr die für den Tod ihres Freundes verantwortlichen Menschen zu töten. Ohne genau zu wissen, was seinerzeit tatsächlich passierte geht sie nun dahin und metzelt einen nach dem anderen nieder. Nie unblutig, aber immer gewissenhaft, wenn es darum geht Angehörige noch für die Nacht zu versorgen.
Wirklich Zweifel an ihrem Tun kommen Ruth nie und so ist es nicht verwunderlich, dass sie ihre Hebamme auch völlig falsch interpretiert und denkt, so wie es ist, ist es okay.
Ich mag Alice Lowe gerne und denke, sie ist eine fabelhafte Komikerin, die hier den Vorbabyblues mit Splatter kombiniert, was passt, denn nicht wenig werdende Mütter drehen am Rad und sind nicht Herr ihrer Hormone und warum nicht mal so eine Variante?
Ich fands lustig und für einen Film, der wahrscheinlich mit £500 gedreht wurde, war er absolut sehenswert.

 

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