(K)EinVerlockendesAngebot

Suicide Squad von David Ayer

suicide_squad_filDirected by David Ayer
Produced by Charles Roven, Richard Suckle
Written by David Ayer
Based on Characters from DC Comics
Starring Will Smith, Jared Leto, Margot Robbie, Joel Kinnaman, Viola Davis, Jai Courtney, Jay Hernandez, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Ike Barinholtz, Scott Eastwood, Cara Delevingne
Music by Steven Price
Cinematography Roman Vasyanov
Edited by John Gilroy
Production company  DC Entertainment, RatPac-Dune Entertainment, Atlas Entertainment
Distributed by Warner Bros. Pictures
Release dates August 1, 2016 (Beacon Theatre), August 5, 2016 (United States)
Running time 123 minutes
Country United States
Language English
Budget $175 million Box office $678.9 million

 

Amanda Waller, die schwarze Seele des US-Ministeriums, setzt nach Supermans Tod ihren Plan um, die bösesten der Bösen Verbrecher zu einem Himmelfahrtskommando zu formieren und für die Regierung gegen noch größere Bedrohungen als sie selbst zu kämpfen, da nun die Superhelden nicht mehr da sind.
Wirklich verlockend ist das Angebot Wallers für die Bösewichte nicht, besser als der Tod aber auf jeden Fall und wie es der Zufall will, entpuppt sich ausgerechnet die gedachte Verbündete Wallers, die Archäologin Dr. June Moone aka Enchantress, als größte Feindin der Menschheit. Waller versucht sie durch ihr Herz zu kontrollieren, doch Enchantress findet die Flasche ihres Bruders und erweckt ihn und legt die Stadt in Schutt und Asche. Somit hat die Suicide Squad ihren ersten Einsatz.

So kurz zum zusammengeschusterten Inhalt dieses Machwerks Ayers, dass nicht nur die wohl am schlechtesten eingesetzten Musikhits hat, die so gar keinen Bezug zum Gezeigten haben, sondern auch mit wirklich schlechtem Drehbuch, bzw. Restschnitt aufwarten kann.
Vielleicht hatte sich Ayer und seine Darsteller mal was völlig anderes gedacht und wahrscheinlich war das Gedrehte auch mal ganz ordentlich, doch als die Produzenten/Studio anfingen mitzureden ging dann wohl alles den Bach runter.
Man kann einfach keinen echten Bösewichtfilm mit einem FSK 16 drehen oder besser gesagt schneiden, denn ursprünglich hatten Figuren und Beziehungen Tiefen, die hier fehlten und Bösewichte sind Bösewichte, weil sie böse sind und dafür war alles viel zu blutleer.
Angefangen bei der Einführung der Mitglieder Suicide Squad, die schon nicht wirklich gut war, wurden ein Teil des Teams auch noch unterschlagen und tauchten auf einmal aus dem Nichts auf und wurden somit klar als Kanonenfutter oder unwichtig abgestempelt. Dann wurde jeder Mist dreimal erklärt, damit der letzte Dummbatz auch versteht worum es geht, wobei die Handlung an sich, äh, echter Mist war und die endlosen Kämpfe gegen diese Klumpenwesen voll für die Katz waren, weil einfach mal uninteressant?! Spielt man Asteroids, kann man wenigstens Punkte sammeln, aber ob eines dieser Männekins mehr oder weniger da stand und dann nicht mehr war einfach mal keiner Rede Wert. Man hatte irgendwie nichts und niemanden, mit dem man mitfiebern konnte.
Als nächster Punkt kam Jared Leto. Nicht, dass ich ihn in der ein oder anderen Rolle nicht schon gut fand, aber als Joker ging er nun überhaupt nicht. Für mich ist der Joker kein hagerer Hampelmann mit mehr Glitzer an sich als Emma Frost in Aufwallung; ein Typ wie Jack Nicholson ist für mich hier noch immer die ideale Besetzung und nicht so ein Lackaffe.
Und was überhaupt sollte diese nicht enden wollende Geschichte mit Deadshot und seiner Tochter?
Und wie kann es sein, dass die brutalste Person im Spiel die Regierungsbeamtin Waller ist?
Seinen krönenden Abschluss fand das Ganze dann im überraschenden Sieg, der so gar keinen Sinn machte und wie eine Reißleine wirkte: so Schluss Leute; Harley Du reißt jetzt mal das Herz raus – Cut and Copy.
Viel mehr will ich an dieser Stelle nicht dazu sagen.
Die Warner Bros. hatten ihre Chance mit einer durchaus tollen Crew und tollen Figuren und einem wahrscheinlich ursprünglichen Film mit R-Rating das DC-Banner zu hissen. Leider haben sie dann den Streichholz ran gehalten und dabei ist dann dieser fast schon onion_avatars-4-253A10peinliche Film entstanden, der eigentlich nur noch als Sondermüll verklappt werden kann.
Und nein, ich werde niemals nicht eine Bluray mit einem Directors Cut Ayers kaufen, der dann den echten „Suicide Squad“ enthält, jetzt können sie mich dann auch mal.

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