EineMordsfliege

Makkhi von S.S. Rajamouli

eegaDirected by S. S. Rajamouli
Produced by Korrapati Ranganatha Sai, Daggubati Suresh Babu (presenter)
Written by  K. V. Vijayendra Prasad, Janardhan Maharshi, Crazy Mohan
Starring Sudeep, Nani, Samantha Ruth Prabhu
Music by M. M. Keeravani
Cinematography K. K. Senthil Kumar
Edited by Kotagiri Venkateswara Rao
Production  company  Varahi Chalana Chitram
Distributed by 14 Reels Entertainment, PVP Cinema
Release dates 6 July 2012
Running time 134 minutes
Country India
Language (Telugu, Tamil,) Hindi, Englisch
Budget ₹260–400 million
Box office ₹1.25–1.3 billion

 

Die hübsche Bindu ist nicht nur künstlerische begabt und stellt Mikrokunst her, sondern arbeitet auch tagsüber für eine nicht-staatliche wohltätige Organisation.
Umworben wird die junge Frau von ihrem Nachbarn Nani. Der Spezialist für Feuerwerke hat seit zwei Jahren sein Herz an Bindu verloren und balzt unermüdlich und mit sehr rosaroter Brille, um jeden Blick von ihr. 

Als Bindu erfährt, dass sich der junge erfolgreiche Industrielle Sudeep auch dafür interessiert in gemeinnützige Projekte zu investieren, stattet ihm Bindu einen Besuch in seinem Büro ab. Sudeep ist sofort von Bindu angetan und da er gewohnt ist, bei allen Frauen zu landen, bändelt er mit der jungen Frau an.
Schlecht für Sudeep, denn mittlerweile tragen Nanis Liebesbeteuerungen Früchte und Bindu hat nur noch Augen für ihn.
Sudeep ist außer sich und lässt Nani entführen. In einem Streit zwischen Sudeep und Nani kommt es dann zum Äußersten, denn Nani würde Bindu niemals aufgeben und so tötet Sudeep Nani.
Doch Nani ist ein guter Hinduist, seine Liebe ist stark und man mag es kaum glauben, Nani reinkarniert: als Fliege!
Keine leichte Sache, denn nun ist sein Gegner tatsächlich übermächtig und es gilt auch noch Bindu davon zu überzeugen, dass er nun Fliege ist und ihre Hilfe für seine Rache benötigt!

Tja, wie komme ich dazu so einen Film zu gucken?
„Makkhi“ lief bereits 2013 auf dem Fantasy Filmfest. Seinerzeit entschied ich mich gegen den Film, weil er an einem Samstag bereits um 12.30 Uhr lief und das absolut nicht in meine Planung passte. Natürlich bereute ich meine Entscheidung stehenden Fußes, als meine rotwangigen gut gelaunten Filmfreunde aus dem Film herauskamen. Die Resonanz war extrem gut und ich harrte seitdem einer Veröffentlichung auf DVD. Die DVD brauchte ich nun nicht, denn wie ich vor einigen Wochen entdeckte, hat Netflix „Makkhi“ ins Programm genommen. Der Film ist hier im Hindu-Englisch-Mix zu sehen, allerdings stehen deutsche Untertitel zur Verfügung.
Zum Film selbst:
Natürlich ist der Grundaufbau der Geschichte klassisches Bollywoodkino. Eine herzensgute Frau und ein total netter positiver Mann verlieben sich ineinander und dann kommt etwas zwischen ihre Liebe. In diesem Fall handelt es sich um einen überheblichen Geschäftsmann, der nicht nur kriminell ist, sondern sich auch für unwiderstehlich hält. Eine Abfuhr kann er nicht hinnehmen und so tötet er seinen Rivalen. Doch dieser Bösewicht hat die Rechnung ohne das Samsara gemacht und so rechnet er nicht mit der umgehenden Reinkarnation seines Gegenspielers.
Zu unserer großen Erheiterung erwacht Protagonist Nani als Fliege wieder und nach der ersten Musiknummer denkt man tatsächlich, man hätte auch gerne was von dem, was die Autoren da getrunken haben müssen. Nichtsdestotrotz folgt S. S. Rajamouli konsequent seinem Plan, hier einen echten Revengemovie abzuliefern und es gelingt ihm!
Unsere Stubenfliege Nani beginnt den übermächtigen Gegner Sudeep über alle Maßen zu terrorisieren und der verliert über kurz oder lang die Kontenance. Als Nani feststellt, dass er an seine Grenzen stößt und die geliebte Bindu traurig ist, gibt er sich ihr zu erkennen und sie bastelt ihm statt Mikrokunst eine kleine Ausrüstung und Trainingsgeräte, damit er ordentlich zu Kräften kommt. Bindu ist ab nun wieder glücklich und, kein scheiß, die beiden gehen sogar Kaffee trinken!
Ich könnte stundenlang erzählen…dieser Film ist einfach köstlich, wenn auch an vielen Stellen typisch Bollywood, aber der Gedanke zählt, auch wenn er auf Droge ist.
Wer also bereit ist, sich auf eine schräge Revengestory einzulassen, die mit viel lustiger cute_msn_7-253A10indischer Mucke, Schmalz und Slapstick gespickt ist, macht bei diesem Streifen nichts falsch. Vielleicht ist es von Vorteil ein paar offene Menschen um sich zu scharren und alkoholische Getränke anzubieten. Es geht aber auch ohne.

 

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