MitDerFlyingVZumTeufel

The Devil’s Candy von Sean Byrne

TheDevilsCandyREGIE Sean Byrne
DARSTELLER  Ethan Embry, Shiri Appleby, Pruitt Taylor Vince, Kiara Glasco
DREHBUCH  Sean Byrne
PRODUZENT  Keith Calder, Jess Calder
USA 2015 / 90 min / englische OV
KONTAKT  Hanway / The Festival Agency

 

Ray Smilie hat einen ganz besonderen Draht zum Gehörnten: seine Flying V. Lautes E-Gitarren-Spiel lässt ihn seinen Hernn und Meister einfach deutlicher verstehen. Leider sieht das Mom nicht so und sie muss sterben, Dad auch und dann ist Ray obdachlos. So reist er durchs Land und versucht im Motels Kontakt mit seinem Gebieter aufzunehmen, wird rausgeworfen und zieht weiter. Währenddessen wird sein Elternhaus weiterverkauft. Die glückliche Familie liebt nicht nur Metalmusik, sondern ist auch der bildenden Kunst verpflichtet, zumindestens Dad.
Aber dann findet Tochter Zooey keinen Anklang in der neuen Schule und Papa Jesse hört auf einmal ebenfalls Stimmen, die ihn künstlerisch in eine ganz neue Richtung lenken.
So seltsames mit Jesse vorgeht, so penetrant versucht Ray wieder ins Haus einzuziehen, um dem Gitarrenspiel frönen zu können. 
Das nimmt kein gutes Ende!

Wir wissen es ja bereits: Stimmen im Kopf sind nicht gut, insbesondere, wenn sie befehlen Kinder umzubringen, laut E-Gitarre zu spielen oder wirre Bilder zu malen.
Aber wir wissen auch: Filme mit Metalmusik sind immer gut und so können wir uns gemächlich zurücklehnen und ehemals biedere Seriendarsteller wie Ethan Embry, auf einmal mit ganz anderen Augen sehen und uns Kinder wie Zooey aka Kiara Glasco wünschen.
Sean Byrne erfreute uns vor ein paar Jahren bereits mit „The Loved Ones“ und ich finde „The Devil’s Candy“ keinen My schlechter.
Auch hier steht wieder eine außergewöhnliche Familie im Mittelpunkt. Der Vater ist Maler und Metalfan und sieht immer etwas heruntergekommen aus, Mutter ist immer im Alternativ-Chic schick zurechtgemacht und die Tochter ist ein kleines Metalkid – ganz der Papa.
Es kriselt, denn Dad vergisst gerne mal die Zeit und ist mit seinen Aufträgen zurück, doch dann kommt der Teufel ins Spiel, der scheinbar vom Haus Besitz ergriffen hat und sich ausgewählter Personen bemächtigt. Eines seiner Opfer ist der etwas minderbemittelte Ray, ein wahnsinniges Riesenbaby im fortgeschrittenen Alter und Massenmörder. Der hört den Teufel so gerne sprechen, dass er versucht mit roher Gewalt wieder in sein Haus zu kommen, wobei es dann für alle ans Eingemachte geht.
Byrne inszeniert diesen Mystery-Thriller mit viel Witz, sympathischen und unsympathischen 8-101Figuren, aber alle mit Charakter. Die Damen schmolzen etwas bei Embry dahin (aber ich kann verraten: das war ein Toupet) und es war tatsächlich auch gruselig und mit richtig guter Mucke.
Insgesamt eine runde Sache.

2 thoughts on “MitDerFlyingVZumTeufel”

  1. Ahoi!

    Das Movieposter kommt gut rüber!
    (Falls der Film mal irgendwo auftaucht, schnapp ich ihn mir..:-)

    Vorhin suchte ich nach Art déco Poster im Netz. Dabei bin ich
    auf „Clara Bow“ gestoßen. Als ich das folgende Foto von ihr sah,
    dachte ich sofort auch an dich bzw. an deine Avatar-Pics.
    Dieser spezielle Blick…;-D
    http://tinyurl.com/zb4bde4
    Sie war ja auch irgendwie „The Devils Candy“..;-)

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