FFF2016-1.Und2.Tag

So, hier meine ersten Eindrücke des 30.Fantasy Filmfest aus Berlin:
Eine nette Idee vorneweg waren die alten Bilder aus 30 Jahren Fantasy Filmfest, dafür werden die Fantasy Filmfest-Trailer immer langweiliger. Schade eigentlich. Wo sind die Knetmännchen oder wenigstens ein paar witzige Animationen?
Na ja, ich bin müde (jetzt schon) und hoffe auf Besserung, denn bislang war das Programm nicht wirklich der Burner, bis auf 2 Ausnahmen:

Swiss Army Man von Dan Kwan und Daniel Scheinert
Der auf einer Pazifikinsel gestrandete Hank will gerade seinem Leben ein Ende setzten, als er einen (toten) Mann am Strand findet. Wie sich herausstellt heißt der Mann Manny und es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, zudem sich Manny als Allroundtalent entpuppt.
Schräg, schräger und mit Pupswitz, aber auch traurig irgendwie. „Swiss Army Man“ gewinnt durch seine herausragenden Darsteller Paul Dano und Daniel Radcliffe und ist ein würdiger Opener gewesen (8/10)

Havenhurst von Andrew C. Erin
Jackie hat gerade einen Alkoholentzug hinter sich, nachdem sie ihr Tochter totgefahren hat und bekommt ein Appartement in Havenhurst, einem alten riesigen Gebäudekomplex mit langer Geschichte. Havenhurst ist auf Rehapatienten spezialisiert und die bekommen dort nur eine Chance auf Besserung wie Jackie bald herausfindet.
Hörte sich zunächst ganz spannend an, alle kanten Julie Benz, ich nicht so, aber das brachte uns nicht weiter, denn das war hier ne ganz durchgekaute Vorstellung mit doppelten Wänden und Sado-Maso-Weißling in Lederhose. (3/10)

Bed of the Dead von Jeff Maher
Okkulte Typen entweihen einen Baum, aus dem später ein holzig-behagliches Bettchen gemacht wird, dass sündige Nutzer zum Teufel schickt.
So ungefähr jedenfalls. Ich fands nicht gut, aber auch nicht gut. Der Polizist war peinlich hölznern, aber die Idee mit dem Bett fand ich nicht so schlecht, hätte aber für einen 5 Minuten Kurzfilm gereicht. (3/10)

Happy Birthday von Casey Tebo (Fresh Blood)
Nachwuchsregisseur und sein gerade betrogener Kumpel, der Geburtstag hat, fahren nach Mexiko und geraten gleich zielstrebig an die falschen Leute. Nachwuchsregisseur verschwindet, Kumpel bleibt Geisel, hat aber keine reichen Eltern und erschießt dann jemand, obwohl alles nur ein Gag war.
Für einen Erstling hat er noch viel Luft nach oben, ist nicht wirklich gut, hat mich aber auch nicht zu Tode gequält. (3/10)

Abattoir von Darren Lynn Bousman
Adoptivkind Julia und ihre Schwester suchen nach der wahren Muddi, doch leider wird Schwester mit der ganzen Familie abgeschlachtet, just in dem Augenblick, als Julia Post von Amt erhält. Dann wird’s wild, denn schon ein paar Tage nach der Beerdigung Julias Familie ist das Haus verkauft und das Mordzimmer wurde „herausgeschnitten“. Julia ermittelt, dass das nicht das erste Mal war und dann ist ihre Mutter auch noch involviert und ach, wieder ist es ein Pakt mit dem Gehörnten und ich weiß auch nicht.
Eigentlich wieder Grütze mit einer guten Idee, für einen Bousman aber schlecht umgesetzt. (3/10)

The Devil’s Candy von Sean Byrne
Stimmen im Kopf sind nicht gut, insbesondere, wenn sie befehlen Kinder umzubringen oder laut E-Gitarre zu spielen. Das mussten auch Rays Eltern erfahren und so wurde ihr Eigenheim frei und Ray heimatlos. Flux ist das hübsche Landhaus mit großer Garage wieder mit Künstlerfamilie bezogen, doch Malerdaddy und Metalliebhaber Jesse hört die Stimmen auch und malt auf einmal wirr los. Na ja und Ray kann nirgends richtig laut Gitarre spielen und macht sich anders Luft und alles eskaliert ein bisschen…blutig und äh aber auch witzig.
Ich finde Filme mit Metalmusik gehen immer und können bei mir auch immer punkten. So ist es kein Wunder, dass auch dieser Streifen mein ausdrückliches Wohlwollen bekommt.
Dass man einen sonst gern Looser und Feiglinge spielenden Ethan Embry derart zurechtmachen kann, hätte ich nicht gedacht, brachte aber ein paar Damen ins Schwitzen. (8/10)

 

9 Gedanken zu „FFF2016-1.Und2.Tag“

  1. Hast Du Dir das Gesamtticket geholt? Ich habe auch überlegt, aber es war mir doch zu teuer und mein Interesse war nicht so groß. „Swiss Army Man“ habe ich aber gesehen und fand den auch ganz gut, nur leider waren wir etwas spät drin…

    1. Ach, der erste Film war ja gut, am 2. lief es nicht so gut, aber heute war zum Beispiel ein wirklich guter Tag 🙂

NurZuTrauDich!

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