KubrickOderWasMachenBlaueQuallen
AufDemMond

Moonwalkers von Antoine Bardou-Jacquet

MoonwalkersDirected by Antoine Bardou-Jacquet
Produced by Georges Bermann
Written by Dean Craig
Starring Ron Perlman, Rupert Grint, Robert Sheehan
Cinematography Glynn Speeckaert
Edited by Bill Smedley
Production company  Partizan Midi-Minuit, Nexus Factory, Potemkino
Distributed by Alchemy
Release dates March 14, 2015 (SXSW), January 15, 2016 (United States)
Running time 107 minutes
Country France
Language English

 

1969, die Apollo 11-Mission soll die ersten Menschen auf den Mond bringen, doch es gibt Zweifler in der Regierung! Tatsächlich. 
So viel Geld und so viel Fehlschläge und dann das Wettrennen mit der Sowjetunion, da kann sich die USA keinen weiteren Fail erlauben. So kommt der Chef der CIA auf eine bahnbrechende Idee: gab es da nicht einen Typen namens Stanley Kubrick mit diesem seltsamen Film „2001 Odysse im Weltraum“? Die Story war ja für die Katz, aber die Bilder…und was wäre, wenn man die Mondlandung einfach nur zur Absicherung hier auf der Erde drehen würde, also nur falls es da oben nicht so rund läuft?
Gesagt getan, der Mann der Stunde heißt Agent Kidman und ist ein knallharter, wenn auch schwer gestörter Vietnam Veteran. Kidman soll nun nach London, Kubrick engagieren und die Mondlandung filmen und bekommt dafür ein stattliches Sümmchen in einem formschönen Koffer mit auf die Reise.
Doch so professionell Kidman auch sein mag, gerät der durch einen unglücklichen Zufall für ihn und einen glücklichen für einen gewissen Jonny, an selbigen und verliert das Geld.
Doch nur für ein paar Schreckstunden, denn der erfolglose Hippiebandmanager Jonny hat nicht nur einen vollgedröhnten Freund, der Kubrik fast zu verwechseln ähnlich sehen könnte, sondern auch Schulden und sein Gläubiger lässt den Koffer eben mal mitgehen, was weder Jonny noch Kidman gefällt. Der beschafft sich hurtig ein neues Hemd (mit Rüschen) und mischt den Geldhai ordentlich auf. Doch das Problem mit dem Film der Mondlandung bleibt bestehen, aber Jonny hat da eine Idee.

Wahrlich, hier hatte das Rosebudteam mal recht: so eine Geschichte gibt es kein zweites Mal.
Rund um die Verschwörungstheorie der gefakten Mondlandung konstruierte Antoine Bardou-Jacquet mit Schreiber Dean Craig seine irrwitzige Geschichte „Moonwalkers“, in der ein CIA Agent, der durch die traumatischen Erfahrungen in Vietnam schlimme Visionen hat und dazu noch extrem gewalttätig ist, die Aufgabe übertragen bekommt Stanley Kubrick für den Dreh einer gefakten Mondlandung zu engagieren. Doch er gerät an den Looser Jonny, der ihm seinen Hippiekumpel Lion als Kubrick verkauft und verliert die Kröten. Und dann wird’s wild, denn Jonny verliert den Zaster an einen Geldhai, doch Kidman holt sich alles mit übermäßiger Härte zurück. Dann fällt Jonny wiederum ein, das er einen Regisseur kennt. Zwar macht der sowas von Kunstfilmen und ist nicht ganz unschwierig, doch Geld regiert die Welt und so wird in wenigen Tagen ein Meilenstein der Weltgeschichte gefilmt mit ohne Schwerkraft und lustigen Quallen an der Decke.
Und mittendrin die ganze Zeit Ron Perlman als CIA-Agent Kidman, der erst die Welt nicht mehr versteht, sich in ein tres schickes Hippiemädchen verguckt und dankt verschiedener Drogen eingenommen in willkürlicher Reihenfolge von seinem Trauma geheilt wird.
Zwischendurch fließt sehr sehr viel Blut, die Hälfte des Casts verliert sein Leben oder ganze halbe Köpfe, but no Hippies were harmed!
Natürlich fehlt bei so viel Gewalt und der Verbindung zu Kubrick nicht eine kleine Hommage an „Uhrwerk Orange“, aber das nur am Rande.
„Moonwalkers“ ist so extrem lustig und heftig zugleich, aber vor allem lustig, womit niemand so wirklich rechnete, aber alle lächelnd aus dem Kino kamen.
Ron Perlman ist ne Wucht, muss man einfach mal so sagen und Rupert Grint hat endlich
cute_msn-8-253A10ne ordentliche Rolle an Land gezogen. Daneben legt Robert Sheehan eine unglaubliche Performance hin, dass man ihn einfach nur dauerknuddeln will.
Bunt, abgedreht, humorig und einfach großartig.
Absolut sehenswert.

4 thoughts on “KubrickOderWasMachenBlaueQuallen
AufDemMond”

  1. Der Trailer sah schon ziemlich gut aus… und ich mochte ja auch diese Fake-Doku über Kubrick und seine „Mondlandung“ (die ich bis nach dem Film für echt hielt, bevor ich dann erfahren habe, dass die Doku nur Fiktion ist).

    1. Natürlich darf man nie außer acht lassen, dass so ein Festivalpublikum seine eigene Dynamik hat, aber er ist schon wirklich lustig.

    1. Ich glaube fast nicht, dass der in den USA noch ins Kino kommt, der ist schon auf DVD draußen. Schande, aber so ist das manchmal .

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