WeinWeibUndRindvieh

Saint Amour von Benoît Delépine und Gustave de Kervern

SaintAmourDirected by Benoît Delépine, Gustave de Kervern
Produced by Jean-Pierre Guérin, Benoît Delépine, Gustave de Kervern
Written by Benoît Delépine, Gustave de Kervern
Starring Gérard Depardieu, Benoît Poelvoorde, Céline Sallette, Vincent Lacoste, Chiara Mastroianni, Ana Girardot, Andréa Ferréol, Michel Houellebecq, Izïa Higelin
Music by Sébastien Tellier
Cinematography Hugues Poulain
Edited by Stéphane Elmadjian
Production company No Money Productions, JPG Films, Nexus Factory
Distributed by Le Pacte (France)
Release dates 19 February 2016 (Berlin), 2 March 2016 (France)
Running time 101 minutes
Country France Belgium
Language French
Budget $4 million
Box office $2 million

 

Viehzüchter-Nachwuchs Bruno redet schon seit langer Zeit nicht mehr mit seinem Vater Jean und die alljährliche Landwirtschaftsmesse, zu der er mitgehen muss, um den Prachtbullen der Familie auszustellen, nutzt Bruno auch nur um sich mit seinem Kumpel  durch die Messestände der Weinbauer zu trinken. Doch dieses Jahr soll alles anders werden, dabei fängt Bruno traditionell an, wird von allen Frauen abgewiesen, da er auch nicht besonders attraktiv ist und landet volltrunken vor Papa Jean. 
Der beschließt spontan, mit seinem Sohn eine echte Weinreise zu unternehmen. Wer weiß, vielleicht nähern sich die beiden und Bruno übernimmt den Hof und die Leidenschaft fürs Rindvieh doch. 
Und so setzten sich die beiden zu Taxifahrer Mike und klappern Frankreichs Weinorte ab.

Oh man, ich habe wirklich angenommen, dass dieser Film mit Gerard Depardieu eine lustige Angelegenheit werden könnte und scheinbar war es das auch für das Gros der Berlinale Zuschauer im Friedrichstadtpalast. Das Pärchen neben mit ist ungelogen vor Lachen von den Sitzen gerutscht, während ich ungläubig erstarrt war, von dem was mir hier an plattem Witz entgegen schwappte.
Leider ist „Saint Amour“ Komödie auf unterstem Niveau, so wie ich es bereits von anderen französich-belgischen Produktionen her kenne.
Hier schaut man auf den „gewöhnlichen“ Mann, in persona Bruno, der bereits die Vierzig überschritten haben dürfte, Trinker ist und nichts in der Birne hat, das lebendige Klischee eines Bauernjungen also. Der ist nicht nur unbefleckt, sondern hat auch Probleme mit Papa, der nur an seinen Hof denkt, der aber versucht mit Sohnemann zusammenzukommen und mit ihm das zu unternehmen, das dem am meisten Spaß macht: eine Sauftour. Ganz simpel gedacht und noch simpler ausgeführt, denn ihr Chauffeur ist dann auch noch so ein Schaumschläger, der die Frauen nur ausnutzt und eigentlich ein Looser ist. Und so fahren die drei auf Damentoilettenwitzniveau von Ort zu Ort, trinken Wein aus Pappbechern und hoffen auf Sex. Den bekommen sie dann auch irgendwann – und da wird es mystisch, aber ich will nicht alles vorwegnehmen, wer mehr wissen will muss leiden.
3*:10Der ganze Film ist eigentlich eine peinliche Sache, die mich wirklich nicht amüsiert hat, aber wie die Mehrheit dieser Komödien sein Publikum ziehen wird. Wie es so ein Streifen auf die Berlinale schafft, weiß ich nicht. Aber gut.
Kann ich nicht empfehlen.

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