UnterTage

400 Days von Matt Osterman

400DaysDirected by Matt Osterman
Produced by Gabriel Cowan, John Suits
Written by Matt Osterman
Starring Brandon Routh, Caity Lotz, Ben Feldman, Dane Cook
Music by Wojciech Golczewski, Sean McMahon
Cinematography Bo Hakala
Edited by Nicholas Larrabure
Production company  New Artists Alliance, XLrator Media, Distributed by XLrator Media
Release dates October 29, 2015
Running time 91 minutes
Country United States
Language English

 

Vier angehende Astronauten nehmen an einer 400-tägigen Simulation teil, die die langfristigen Effekte von langen Raumfahrten zu anderen Planeten aufzeichnen soll und in der das Sozialverhalten und die Psyche der Probanden untersucht wird. Die vier sind angehalten die Simulation unter keinen Umständen abzubrechen, da ansonsten ihre Karriere und damit ein echter Raumflug für immer ausgeschlossen sein wird.
So lassen sich drei Männer und eine Frau in einem unterirdischen Bunker einschließen und sich nicht beirren, selbst als die Wände nach scheinbar oberirdischen Explosionen wackeln und die Kommunikation abreißt.
Doch wenige Tage vor Ende des Experiments kippt die Stimmung unter Tage, als auf einmal mehr als eine Halluzination im Labor steht.

Zwei Punkte vorneweg: „400 Days“ ist eine Low Budget Produktion und zweitens, der Film ist mit Brandon Routh in der Hauptrolle. Man muss mit beiden Gegebenheiten leben können, aber dann sieht man einen mehr als akzeptablen SF-Streifen.
Das Set ist sehr begrenzt, denn wir verfolgen vier Astronauten oder vielmehr solche, die es gerne werden wollen, bei einem Experiment, dass eine lange Raumfahrt simulieren soll. Dafür werden sie in einen Bunker gesperrt, der das Raumschiff nachempfindet und entsprechend wenig Raum zur Verfügung hat. Das Leben da unten läuft relativ normal und unspektakulär. Bis auf ein paar Halluzinationen ist nicht viel los. Als es dann im Kasten rappelt, denken alle an einen Test. Die Verbindung zur Zentrale reißt ab und weiterhin denken alle, dass das so sein soll. Nachdem die Zeit fast überstanden ist, gibt es jedoch ernsthafte Probleme mit der Sauerstoffversorgung. Es sind nicht nur die wirren Gedanken, die nach einer schnellen Lösung rufen, sondern das blanke Überleben. Doch während ein Teil nach oben will, hat der andere Angst seine Karriere zu ruinieren.
Letztendlich trifft die Realität alle wie die Faust ins Gesicht.
Hat man sich mit den eher mittelmäßigen Darstellern arrangiert, kann so eine Story eine spannende Sache sein und ich muss sagen, dass ich Routh zwar nicht mag, insgesamt aber gefesselt war.
Nun lotet der Filmprof alle Möglichkeiten des Storyverlaufs aus und ahnt wie der Hase läuft, nichtsdestotrotz hat man hier mit wenigen Mitteln einen guten Film zu Stande gebracht, der für mich weniger Logiklücken hat als Sandra Bullock im All. Ich mag diese kammerspielartigen Szenarien, die auf apokalyptische Enden hinauslaufen könnten, einfach auch weil ich den Gedanken total gruselig finde. Von daher hat jeder Filmemacher, 7:10stellt er sich nicht allzu bescheuert an, bei mir gute Chance ein paar Punkte abzustauben. So auch hier.
Für mich klar Daumen hoch.

3 thoughts on “UnterTage”

  1. Bonsoir!

    Den Film habe ich letzte Woche ebenso geguckt..;-)
    (Und quasi schon wieder vergessen.)
    Okay. Man hätte aus dem Plot was machen können.
    Schauspieler und Set – C-Film-Niveau. Billige Sychro.
    (Andere Low Budget Filme zeigen, dass auch mit
    vergleichbar wenig Produktionskosten gute SF-Filme
    realisierbar sind. (z.B. „Europa Report“ / „Moon“)
    Ich würde maximal 3 Punkte vergeben.
    (Besser nochmal „Kung Fury“ genießen..;-)

      1. Das Szenario wäre ja interessant gewesen, wenn…;-)
        (Hab doch glatt ein „n“ bei „Sychro“ vergessen.)
        Tja. Diesmal laufen wir wieder auseinander..:-)
        Angenehme Nachtruhe!

SagWas!

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