Ausgestochen

Stung von Benni Diez

stungFilm-Angaben
TITEL Stung
PRODUKTION Deutschland, USA 2015
LAUFZEIT 87 Minuten
KINOSTART 29.10.2015
FSK-ALTERSFREIGABE ab 16 Jahren
REGIE Benni Diez
DREHBUCH Adam Aresty
PRODUKTION Christian Becker, Benjamin Munz
BILDGESTALTUNG Stephan Burchardt
MONTAGE Dominik Kattwinkel
MUSIK Antonio Gambale, David Menke
DARSTELLER Clifton Collins Jr., Jessica Cook, Tony de Maeyer, Lance Henriksen, Florentine Lahme, David Masterson, Matt O’Leary, Cecilia Pillado, Kathleen Renish, Daniele Rizzo, Eve Slatner
DVD-Angaben
TITEL Stung – Sie werden dich stechen!
VERTRIEB WVG Medien GmbH
VERLEIH ABk.A.
VERKAUF AB 26.02.2016

 

Julia steht vor ihrer ersten großen Bewährungsprobe mit ihrem Cateringunternehmen, denn sie darf die jährliche Gartenparty Mrs. Perchs ausrichten.
Alles läuft gut, auch wenn Mitarbeiter Paul etwas arbeitsscheu ist, doch auf dem Höhepunkt des Festes bekommt die Gesellschaft auf einmal ein Insektenproblem: riesige Wespen kriechen aus der Erde und sind ziemlich aggro drauf und hungrig. Und als wäre das nicht schon schlimm genug werden die Viecher immer größer und dezimieren Mrs Perch Verwandtschaft ganz erheblich. Da haben Julia und Paul alle Hände voll zu tun nicht selbst auf die Karte zu geraten und der Höllenbrut Einhalt zu gebieten.

„Stung“ zählte zu den wenigen deutschen Beiträgen des Fantasy Filmfest 2015 und hätte sich damit beinahe für mich disqualifiziert, aber es handelt sich ja um Tierhorror und damit um ein MustSee.
Die Idee für „Stung“ entsprang einem Wettbewerb von Rat Pack und dem Fantasy Filmfest 2011, für den Adam Aresty das Buch einreichte und gewann; Benni Diez setzte die Geschichte filmisch um und ist auf Nummer sicher gegangen. Alle wichtigen Rollen wurden US-amerikanisch besetzt, die Dramaturgie ist 0815 und die Effekte sind slobberig und ein überraschungsfreier Mix aus Pappmaschee und CGI.
So mutieren die Erdwespen dank Behandlung mit verbotener Substanzen zu waren Monstren, die ihre Eier fleißig in den vorhandenen Menschen ablegen, um hurtig zu schlüpfen und zu noch größeren Ungeheuern zu werden. Dabei wird fast niemand verschont und die Tricktechnik schwächelt zunehmend.
Hommage hin oder her, hier werden gängige Versatzstücke eingesetzt, im Gegenteil zu den guten alten und auch kritischen Tierhorrorgeschichten, aber nie hinterfragt. Die Story wird ziemlich lieblos runtergerissen und es bleibt allenfalls die Freude an gelben Schleim und seltsamen Wespen-Mensch-Mutationen.
So setzten die Macher auf Gesehenes, gingen überhaupt keine Risiken ein und onion_msn_emo-5-253A10verzichteten komplett auf irgendeine deutsche Identität. Schade eigentlich, denn auch wenn ich Lance Hendriksen, Clifton Collins Jr. (2. Wahl) und Matt O’Leary gut fand, so auf den internationalen Markt zu setzen tut einer Produktion nicht immer gut.

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