AlleineImWald

The End von Guillaume Nicloux

TheEndTítulo original The End
Año 2016
Duración 85 min.
País Francia Francia
Director Guillaume Nicloux
Guión Guillaume Nicloux
Música Eric Demarsan
Fotografía Christophe Offenstein
Reparto : Gérard Depardieu, Audrey Bonnet, Swann Arlaud, Xavier Beauvois, Didier Abot
Productora Les Films du Worso, LGM Productions, TF1 Vidéo
Género Comedia. Drama. Fantástico

 

Er führt ein einsames Leben: früh aufstehen, Frühstücken, den Hund versorgen und heute auf die Jagd gehen.
Alles ist wie immer: der Hund im Wagen, Proviant und Gewehr an Bord und der Wald, in dem er tausend Mal umhergestreift ist.
Es ist ein heißer Tag und es ist wenig erbaulich für unseren Jäger, dass ausgerechnet heute der Hund wegrennt. Nichts zu machen, der Köter ist weg und ehe er sich versieht, hat er die Orientierung verloren und es wird dunkel.
Der letzte Kräcker ist gegessen, das Wasser fast leer und die Zigarette schmeckt noch, aber am nächsten Morgen ist tatsächlich das Gewehr verschwunden und damit ist die Liste der Seltsamkeiten nicht abgearbeitet.
Ob ein Haufen schwarzer Skorpione, der Weg, der ihn nur im Kreis führt, der freche Twen, der ihm nicht weiterhilft oder die traumatisierte Nackte. 
Doch das Ende ist vorbestimmt.

Nicloux‘ neuer Film setzt zwei Dinge zwingend voraus: erstens, man muss Depardieu mögen zweitens keine Fragen an den Macher, sondern selbst frei von der Leber weg interpretieren.
Wie sein Hauptdarsteller möchte Nicloux weg vom klassischen Anfang-Mittelteil-Ende-Filmschema und ließ Depardieux nicht nur ein paar Gramm zunehmen, sondern einfach auch frei laufen. In nur wenigen Tagen wurde der dicke Mann bei unmenschlichen hochsommerlichen Temperaturen durch den Wald getrieben und man sieht seine Qual in jedem seiner Schritte. Dennoch denkt Depardieu, der im Übrigen ein gutes Verhältnis zu Wald und Flora im Allgemeinen hat, mit Vergnügen an die Dreharbeiten zurück, die ihm wenigstens körperlich alles abverlangten.
Worum es im Film geht? Einsamkeit und die Verabschiedung von der Lebenslust.
Ein Mann, der von nicht allzu langer Zeit seine Frau verloren hat, auf Rente ist und nun nichts mehr als seinen Hund als Gesellschaft hat, ist lebensmüde geworden und beschließt dem Ganzen ein Ende zu setzen. Warum seine Gedanken so umherschweifen und was ihn warum plagt: weiß der Wind, aber ich mochte den Film wirklich.
Warum weiß ich auch nicht. Stimmung? Spontane Freude am Kunstfilm?
6975310_659b8cce7c_sEgal. Wem das übliche Kino mittlerweile zu hektisch ist und wer eine Vorliebe für Wenigmannstücke hat, in denen noch weniger passiert, dafür aber gut gespielt und verschwitzt, sollte es ruhig wagen diesen Film zu sichten.

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