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Evolution von  Lucile Hadzihalilovic

evolution-05Production (France-Belgium-Spain) A Wild Bunch (in France), Alchemy (in U.S.) release of a Les Films du Worso, Noodles Prod., Volcano Films, Scope Pictures, Left Field Ventures production. (International sales: Wild Bunch, Paris.)
Produced by Sylvie Pialat, Benoit Quainon, Jerome Vidal, Sebastian Alvarez, Genevieve Lemal, John Engel. Executive producer, Pialat.
Directed by Lucile Hadzihalilovic.
Screenplay, Hadzihalilovic, Alante Kavaite, in collaboration with Geoff Cox.
Camera (color, widescreen), Manu Dacosse;
editor, Nassim Gordji-Tehrani;
music, Jesus Diaz, Zacarias M. de la Riva;
production designer, Laia Colet;
costume designer, Jackye Fauconnier;
sound, Fabiola Ordoyo; assistant director, Julie Grumbach.
With: Max Brebant, Roxane Duran, Julie-Marie Parmentier. (French dialogue)
Release dates 14 September 2015 (TIFF),
Running time 81 minutes
Country France Language French

 

Nicolas lebt auf einer abgelegenen Insel in einem sonnigen kargen Dorf. Er lebt dort mit seiner Mutter wie alle anderen Jungs in seinem Alter dort mit ihren Müttern leben.
Und eigentlich gibt es im Dorf nur Frauen mit Söhnen im gleichen Alter. Keine Männer, keine Babies, keine Alten.
Als Nicolas eines Tages unerlaubterweise im Meer schwimmen geht, sieht er beim tauchen einen toten Jungen am Meeresgrund, doch als er das seiner Mutter berichtet, sagt sie er hat sich geirrt.
Nicolas wird misstrauisch. Was macht seine Mutter eigentlich abends? Warum ist er krank und muss Medizin nehmen? Was ist mit dem Toten im Meer?
Und als der Junge eines nachts seiner Mutter folgt und sie und die anderen Frauen am Strand beobachtet, puzzelt sich nach und nach ein Bild für das Kind zusammen und ein damit verbundenes Schicksal, dem er kaum entkommen kann.

Evolution

„Evolution“ ist ein seltsamer Film und auch ein schöner Film, der nicht nur durch eine hervorragende (Breitbild) Kamera und damit wunderschöne Bilder besticht, sondern auch durch die spezielle Sichtweise einer Frau hinter der Kamera,  Lucile Hadzihalilovic.
„Evolution“ ist langsam und symbolisch ohne Ende und entführt den Bodyhorror in eine andere Welt, in der Frauenwesen, vielleicht eine Art Meermütter oder Meerjungfrauen, versuchen mit Hilfe des männlichen Geschlechts zu vermehren (ziemlich logisch), doch dabei die Männer, also (vorpubertäre) Jungen wie Seepferdchen als Brutkästen verwenden (unorthodox).
Unschuldig zarte blasse Wesen (Wölfe im Schafspelz), peppeln und pflegen Jungen (gehorsame Wesen die), um sie letztendlich für ihren Fortbestand zu opfern. Dabei sind die wirklich Unschuldigen die Ausgelieferten und es hat eine unbeschreibliche Traurigkeit wie sich die Kinder, wenn sie verstehen was passiert, ihrem Schicksal ergeben.
Unterdes scheint es, als wären die Meerfrauen noch nie über das Experimentierstadium hinausgekommen, denn sie sehen sich noch jeden Tag Filme über den richtigen Kaiserschnitt an und haben statt Babies nur eingeweckte Fleischbrocken. Aber man kann weder an ihren Gesichtern noch an dem was sie sagen wirklich ergründen was in ihnen vorgeht, noch macht man ernsthafte Versuch irgendetwas genau zu erklären. Symbolik wie ich schon sagte (aber nicht unbedingt verstehe).
Nur eine von ihnen hat Mitleid oder ist es Liebe? Ein starker Junge unter den Lemmingen, Nicolas. Er gibt nicht auf und kann ein Herz gewinnen (was ein Affront!) Es gibt da Küsse zwischen einem Kindjungen und einer unbestimmbar alten oder jungen Frau und ja da ist etwas zwischen den beiden, was da nicht hingehört.
Aber eigentlich gehört hier nichts wirklich zum anderen und so bleibt die Frage: woher kommen die Kinder?
6975310_659b8cce7c_sEs bleiben kahle Häuser, spärlich möbliert mit ohne Fernseher, dafür aber viel Meer und zeitig zu Bett gehen, sofern man Mann ist oder Junge und nicht Frau und mit am Strand herumschleimen beschäftigt.
Wie gesagt: schön und seltsam das. Anders.

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