DerWahnsinnImWaldOderVorsicht
VorSommercamps

Summer Camp von Alberto Marini

SummerCampUSA/Spanien 2015 –– 81 min –– englisch, spanische OmeU
REGIE Alberto Marini
DREHBUCH Alberto Marini, Danielle Schleif
PRODUZENT Jaume Balaguero, Julio Fernández, Peter Safran
KONTAKT Filmax Group
DARSTELLER Andrés Velencoso, Jocelin Donahue, Diego Boneta, Maiara Walsh

 

Will, Christy, Michelle und Antonio arbeiten diesen Sommer in einem Sprachcamp für Englisch in Andalusien. Bevor die Kinder ankommen, versuchen sich die vier in vertrauensstärkendem Training wobei Christy und Michelle die ersten Reibungspunkte haben, während sich Will und Antonio bereits aus dem Vorjahr kennen.
Doch weder das, noch Pollenflug und Hinterwäldler in einem Wohnwagen in der Nähe der Camp-Villa trüben die Stimmung so sehr wie die aufkeimenden Rivalitäten.
Derweil sich die Frauen schon nicht grün sind, weil eine bodenständig ist und ernsthaft mit den Kindern arbeiten will und die andere eher Probleme hat mit Absatzschuhen durch den Wald zu joggen, schürt Antonio das Misstrauen der Frauen zu Will, natürlich aus rein untergürtellinigen Gründen.
Und so ist der Grundstein gelegt für das was kommt, denn noch bevor der Wein fürs Abendessen auf dem Tisch steht, schleicht wer ums und im Haus herum und kommen Schreine aus Keller und Wald…

„Summer Camp“ ist eine Produktion aus dem Jahr 2014 unter der Regie von Alberto Marini, der bereits die Drehbücher von „Sleep Tight“ und „Extinction“ schrieb sowie bei [rec•] Produzent war. Man merkt diesem Film deutlich seine Zusammenarbeit mit Jaume Balagueró an, was ich keinesfalls als negativ ansehe, im Gegenteil.
Natürlich fängt der Film wie ein klassischer Sommercampfilm an. Zwei Bubis und zwei schöne Frauen, davon eine sehr intelligent und hübsch, die andere verwöhnt und hübsch, die Bubis auch okay und natürlich sofort notgeil – da beschränkt sich die Freundschaft schnell aufs Nötigste und es wird hinterm Rücken des anderen angebaggert und integriert was das Zeug hält. Währenddessen baut Marini gekonnt Spannung auf. Es sind nur Kleinigkeiten wie der Fokus auf Pappelflusen oder komische Leute im Wald, die erahnen lassen, dass es nicht beim Streit um die Frauen bleibt und als der Verwalter das Team über den tollwütigen Hund im Stall informiert, der irgendwie nicht wirklich „rage“ hat, sondern etwas viel Unheimlicheres, wird klar, hier geht es gleich zur Sache.
So wird dann also nicht nur der Hund in der Pfanne verrückt, sondern einer nach dem anderen und auf der Suche nach der Ursache ergeben sich auch lustige Momente, wobei 6209640_66d13b07da_swir wissen wie es ausgeht, weil am Anfang schon vorweggenommen, aber gut, so oder so hier wird gestorben und das schön unschön.
Ein durchaus netter Film, aus dem viel mehr hätte werden können als guter Durchschnitt.
Viel Potential, aber dennoch mit ordentlichem Blutfaktor und unterhaltsam.

SagWas!

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.