AngstÜberDerStadt

Residue von Alex Garcia Lopez für Netflix

RESIDUECDSAFDeutscher Titel Residue
Originaltitel Residue
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Jahr(e) seit 2015
Produktionsunternehmen LWH Entertainment, Gloucester Place Films, Green Screen Productions, Screen Yorkshire, Art4noise (ADR Post Production)
Episoden 3 in 1 Staffel
Genre Drama, Science-Fiction, Mystery
Produktion LWH Entertainment, Matador Pictures
Musik Al Hardiman
Erstausstrahlung 31. März 2015 (London)
Deutschsprachige Erstausstrahlung 14. August 2015 auf Netflix
Natalia Tena: Jennifer Preston, Iwan Rheon: Jonas Flack, Jamie Draven: Levi Mathis, Danny Webb: Emeril Benedict, Franz Drameh: Willy G, Adrian Schiller: Pierce, Eleanor Matsuura: Angela Rossi, Brian Ferguson: Dickie Prince, Emilia Jones: Charlotte, Tom Goodman-Hill: Keller

 

Am Silvesterabend wird eine englische Metropole von einer enormen Detonation im Herzen der Stadt erschüttert, doch neben den zu beklagenden Toten durch die Explosion soll zudem eine große Fläche um sie herum kontaminiert worden sein. Angeblich wurde ein geheimes Waffenlager der Regierung zerstört.
So wird das Zentrum völlig evakuiert und zur militärischen Sperrzone erklärt. Auch in den angrenzenden Bezirken fangen die Menschen aus Angst an wegzuziehen und die Stadt verödet von innen heraus.

Doch nicht nur das beunruhigt die Fotografin Jennifer Preston, sondern auch seltsame Vorfälle, die in direktem Zusammenhang mit merkwürdigen Erscheinungen auf ihren Bildern zu stehen scheinen. Nebelhafte „Gestalten“ bewirken den Tot von Menschen, und zwar immer in direkter Nähe zur Sperrzone. So wirklich glauben will ihr niemand, nur ihr Freund und ein alkoholkranker Polizist hören ihr zu.

Eigentlich war ich gestern froh „Sense8“ überstanden zu haben, doch wie es so ist, beim durchstöbern von Netflix bin ich auf diese seltsame Miniserie gestoßen. Der Titel sagte mir nichts, aber Mystery geht immer, dachte ich und gut so.
Irgendwie handelt es sich bei „Residue“  um SF-Horror oder dystopische Mystery – so genau vermag ich das heutzutage gar nicht mehr einzuordnen.
„Residue“ hat von Anfang an Gänsehautstimmung – bedrückend und unheimlich und man ahnt, dass wir keine erschöpfenden Antworten erhalten werden. Das kombiniert sich aus der Kürze der drei Folgen, aber auch aus der Machart, denn Lopez legt viel Wert auf Bilder und Stimmungen, wirft Fragen auf und zeigt uns eine krankende Gesellschaft, die sich in trostlosen Bars und auf anonymen Sexraves (nicht) vergnügt. Dazu das Geschwür inmitten einer großen Metropole: die Sperrzone. Evakuiert und streng bewacht scheint die Regierung hier etwas vor der Bevölkerung zu verbergen. Es wird beschwichtigt und nicht gesagt, doch etwas gelangt durch die Absperrungen und wirkt unerkannt in der Stadt. Einige sehen es und sagen nichts, andere wie die Fotografin Jennifer und ihr im Innenministerium arbeitender Freund Jonas Flack wollen antworten.
Lopez und Drehbuchautor John Harrison machen für meinen Geschmack alles richtig: sie lassen Platz. Das gefällt sicherlich nicht der breiten Masse, entspricht jedoch meiner Vorstellung von gutem SF oder Mystery. Dominante Eindrücke werden sparsam mit guter Musik unterlegt und können sich frei entfalten, kleine Details richtig potentiert liefern ein realistisches Abbild einer möglichen Zukunft. Und so gruselt man sich durch ca. 3 x 45 verstörender Minuten, die sich wirklich lohnen.
9-10Natürlich lasse ich nicht unerwähnt, dass wir in den Hauptrollen zwei Protagonisten aus Game of Thrones sehen: Natalia Tena und Iwan Rheon, letzterer auch mal auf der guten Seite.

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