IstBlutDickerAlsWasser?

Bloodline von Todd A. Kessler, Glenn Kessler, Daniel Zelman für (Sony Pictures Television) Netflix

bloodline-768Bloodline
Genre Thriller, drama
Created by Todd A. Kessler Daniel Zelman Glenn Kessler
Written by Todd A. Kessler Daniel Zelman Glenn Kessler
No. of seasons 1 No. of episodes 13
Production Executive producer(s) Todd A. Kessler Daniel Zelman Glenn Kessler
Production company(s) Sony Pictures Television Broadcast
Original channel Netflix
Original airing 20 March 2015
Cast: Kyle Chandler as John Rayburn Ben Mendelsohn as Danny Rayburn Linda Cardellini as Meg Rayburn Sam Shepard as Robert Rayburn Sissy Spacek as Sally Rayburn Norbert Leo Butz as Kevin Rayburn Jacinda Barrett as Diana Rayburn Jamie McShane as Eric O’Bannon Chloe Sevigny as Chelsea O’Bannon
Steven Pasquale as Alec Wolos Brandon Larracuente as Ben Rayburn Taylor Rouviere as Jane Rayburn

 

Ein idyllisches Hotel in den Florida Keys geführt vom sympathischen Ehepaar Rayburn feiert Jubiläum und die ganze Insel samt Familie feiert mit. Ein guter Zeitpunkt auch für das schwarze Schaf, den ältesten Sohn Danny, wieder heimzukehren. Doch weder Vater Rayburn, noch Dannys Geschwister sind wirklich erbaut von seinem Auftauchen und schon sehr bald zeigt sich auch warum, denn Vergangenheit hin oder her, Danny kann nicht wirklich gut sein – oder täuscht der Schein?

Ich hatte bereits auf der Berlinale die beiden ersten Folgen (im Beisein von Chandler und Mendelsohn) gesehen und muss gestehen, mein erster inhaltlicher Eindruck ging in eine etwas andere Richtung. Letztendlich denke ich das war auch so beabsichtigt, denn ohne ein Geheimnis zu verraten: die Familie Rayburn hat ein „Familienproblem“, über das man zunächst nur spekulieren kann und vielleicht wie ich in die falsche Richtung denkt. Im Laufe der Folgen, in denen der Fokus immer auf einem anderen Familienmitglied und dessen Geschichte steht, wird das ganze Drama der Vergangenheit gelüftet und das aktuelle entfesselt, wobei kein Hehl aus dem Ende der Geschichte gemacht wird.
Vater Rayburn, der so heimelig die Ukulele schwingt wechselte bei mir vom Buhmann zum verzweifelten Vater, aber auch manch andere Figur musste sich meine Sympathien erkämpfen. In einer durchaus netten Nebenrolle taucht dann auch Chloë Sevigny auf, die ich warum auch immer, sehr schätze und Danny aka Ben Mendelsohn hatte mal mein Mitleid und mal meinen vollen Hass.
Ja, die Serie sorgt für ein Wechselbad der Gefühle, aber Achtung, sie ist keine Actionserie. In „Bloodline“ herrscht die ganz ruhige Gangart vor, es gibt auch Längen und man fragt sich, an mancher Stelle, ob die Sache noch Mal in Fahrt kommt, um dann mit einem Knall das nächste Ding (wie gesagt auf ihre ruhige Art) zu präsentieren.
Die Darsteller sind allesamt wirklich okay, wenn man Größen, wie Sam Shepard, Sissy Spacek oder Ben Mendelsohn ungestraft überhaupt so umschreiben darf. Aber auch Linda Cardellini als Schwester Meg oder Jamie McShane als Danny Kumpel machen ihre Sache wirklich gut.
9-10
Insgesamt sehen wir 13 spannende Folgen über eine große Familie, die ein schlimmes Geschehnis in ihrer Vergangenheit nie richtig verarbeiten konnte und der Auslöser des Ganzen zieht alle in den Abgrund ohne je wirklich über sich selbst zu reflektieren.
Sehr schön das und ich freue mich auf eine weitere Staffel.

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