ZweiTageUndZweiNächte

Die Fantasy Filmfest Nights 2015

Ein Wochenende und 10 Filme standen auch dieses Jahr auf den gut besuchten FF-Nights bereit, die wieder im Cinestar Sony Center stattfanden und zum Schluss sogar ein für Berlin organisatorisches Wunder in Petto hatten: Ja man konnte sich durchringen uns Platzblockierer und Dauerkartenbesitzer einfach getrennt von den Einzelticketkäufern einzulassen, so dass alle gleiche Chancen auf einen Sitzplatz hatten und sich niemand darüber beschweren konnte keine Gelegenheit auf die Sahnesitze zu bekommen. Lieber spät als nie. So war es nicht unentspannt, aber wesentlich druckbefreiter und kann auch im Sommer ähnlich laufen, das Cinemaxx 7 hat ja ebenfalls 2 Eingänge.
Ansonsten klingelten nur 1-2x die Alarmglocken als Rainer Stefan seinen Lieblingsfilm enttarnte, für mich wie zu erwarten nicht der Kracher, aber auch keine Geschmacksfolter – puhh und bei der Ansage, man brächte vier Episoden von „ABCs of Death 2“. Ich hasste bereits den ersten Episodenfilm, bis auf zwei wirklich gute Shorties und kann nicht sagen, dass mich die Aussicht auf mehr in Euphorie versetzte. Letztendlich war nur eine der vier gezeigten Episoden (R, G, Y, X) grottig, zwei okay und eine richtig gut.
Die eigentlichen Beiträge der Nights waren durchmischt; ich würde sagen vier richtig gute Streifen und nur 1,5 Ausfälle, dafür aber zu viel nasse Zungenpaare in Großaufnahme, leider nicht geräuschlos würg. Leute, ich will Blut und nicht diese Labbereien, wirklich…

„ABCs of Death 2“

Abcs_of_death_2_theatricalProduced by Ant Timpson Tim League
Music by Various composers
Cinematography Various cinematographers
Edited by Various editors
Production company Drafthouse Films Timpson Films
Distributed by Magnet Releasing
Release dates September 18, 2014 (Fantastic Fest)
Running time 124 minutes
Country United States New Zealand Japan
Language Various

R wie Roulette von Marven Kren
Zwei Männer und eine Frau in Abendroben sitzen in einem Keller am Tisch. Es scheint irgendwann in den Dreißiger zu sein und die Drei spielen Russisches Roulette. Eine Kugel und die Pistole geht durch die Runde, doch immer ist die Kammer leer. Als der Ehemann am Zug ist und die Kugel kommen muss, erschießt er nicht sich, sondern seine Frau. Kurz darauf erfahren wir warum.
Interessante Episode, die auf Deutsch daherkommt und wirklich auch von der Auflösung lebt. Hat mir letztendlich gut gefallen. (7/10)

G wie Grandad von Jim Hosking
Enkel der bei seinem Großvater lebt, macht sich über selbigen lustig, was sich stante pedes rächt. Krude und absolut uninteressante Episode, die zudem schlecht gemacht war und ich wusste nicht, was das sollte. (1/10)

X wie Xylophone von Julien Maury and Alexandre Bustillo
Eine schon ältere Babysitterin liest so vor sich hin während ihre schutz befohlene junge Dame auf dem Kinderxylophone herumhämmert. Leider steigert sich das Kind etwas ekstatisch ins „musizieren“ was ich tunlichst lassen würde, würde Béatrice Dalle auf mich aufpassen unter der Regie von Maury und Bustillo. Doch das Kind hört nicht auf uns und die Stimmen im Kopf von Béatrice, das Resultat können dann die heimkehrenden Eltern hören und sehen.
Total makabre Story, die mir sehr gut gefallen hat. (8/10)

Y wie Youth von Soichi Umezawa
In dieser Episode sehen wir die Gewaltfantasien einer japanischen Teenagerin, die sich gegen ihre ignoranten und nie verstehenden Eltern richten.
Das Filmchen ist okay, wenn auch nicht mein Geschmack, aber nachvollziehbar. Wir waren ja alle mal jung :)) (6/10)

 

2 thoughts on “ZweiTageUndZweiNächte”

  1. Bonsoir!

    Was hast du nur gegen schlabbernde Zungenpaare??..;-D
    Den zweiten „ABCs of Death“ werd ich mir sicherlich greifen,
    da mir ja schon die erste Melange (bis auf zwei Episoden)
    gut gefallen hat. Ich lass mich überraschen..;-)

    P.S. Ist die Überschrift „ABCs Of Dead 2“ so gewollt?

    1. Ne, Fehler, ich war schon zu müde. Ändere ich.

      Und schleimige Schlabbereien sind was für ungeübte Teenager und nichts für die Leinwand. Ich finds ekelig. :))

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