DieVerleuchtung

I’am Michael von Justin Kelly – Berlinale Panorama Special

IamMichaelI Am Michael
Directed by Justin Kelly
Produced by James Franco Vince Jolivette Michael Mendelsohn Joel Michaely
Scott Reed Ron Singer
Written by Justin Kelly
Based on My Ex-Gay Friend by Benoit Denizet-Lewis
Starring
James Franco Zachary Quinto Emma Roberts Charlie Carver
Music by Jake Shears Tim K
Production company RabbitBandini Productions Patriot Pictures, LLC.
Release dates January 24, 2015 (Sundance)
Country United States Language English
Budget $2.5 million

 

Michael Glatze ist gay und in einer langjährigen glücklichen Beziehung mit Bennett. Er ist auch Aktivist und Mitbegründer des “Young Gay America”, in dem er sich besonders für junge schwule und lesbische Menschen einsetzt. So gesehen besitzt er ende der Neunziger über San Franzisko hinaus Kultstatus.
Doch dann zieht das Paar um und für Michael ändert sich viel, er fällt in ein Loch, bildet sich schwere Krankheiten ein und fängt an sich mit dem christlichen Glauben zu beschäftigen. Zunächst spricht er mit schwulen Christen, doch dann kippen Michaels Ansichten und er wendet sich von der Homosexualität ab und will Prediger mit einer eigenen Gemeinde werden.

Die Geschichte von Michael Glatze ist eine wahre Geschichte und klingt wirklich seltsam. Ein schwuler Aktivist und Mann in absolut glücklicher Beziehung, wird hetero und superchristlich. Unglaublich, aber wahr.
Was Glatze letztendlich dazu triebt, weiß er selbst wohl nicht so genau, im Film hatte ich den Eindruck, dass er durch den Wegzug aus seinem bis dato geliebten San Franzisko einfach den Halt verloren hat. Ob es Langeweile war oder was auch immer, er fing an sich Krankheiten einzubilden und war sogar der Meinung einen Herzanfall zu erleiden. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, fing er an die Bibel zu wälzen und sich vermehrt mit sehr gläubigen Christen zu treffen. Scheinbar gab ihm der Glaube seinen Halt zurück und er ging weiter, so weit, sich von seiner Homosexualität zu distanzieren und dann sie zu verurteilen. Die Community und seine Freunde waren entsetzt. Das war Verrat.
Justin Kelly, so wie er nach dem Film sagte, wollte nicht mehr und nicht weniger als diese so ungewöhnliche und für die Community so unvorstellbar verräterische Story erzählen und das ohne irgendwen als Buhmann hinzustellen oder zu verurteilen. Wie ich finde, ist ihm das ganz gut gelungen, ein Großteil des Berlianlepublikums sah das nicht so und es gab nach jeder Vorstellung sehr kritische Stimmen.
6975310_659b8cce7c_sNach einigen schwachen Filmen mit ihm war es erfreulich James Franco, der mit mehr als einem Beitrag auf der Berlinale vertreten war, in einer wirklich guten Performance zu sehen.
Er mimte den Michael Glatze mit der nötigen Ernsthaftigkeit und zusammen mit dem wunderbaren Zachary Quinto gab er ein tolles und glaubwürdiges Paar ab.

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