RacheAufArgentinisch

Wild Tales von Damián Szifron

wild-tales-posterDirected by Damián Szifrón
Produced by Hugo Sigman,Agustín Almodóvar,Pedro Almodóvar
Matías Mosteirín,Esther García,Claudio Belocopitt,Gerardo Rozín
Written by Damián Szifrón
Starring Ricardo Darín,Óscar Martínez,Leonardo Sbaraglia,Érica Rivas
Rita Cortese,Julieta Zylberberg,Darío Grandinetti
Music by Gustavo Santaolalla
Cinematography Javier Juliá
Edited by Damián Szifron
Pablo Barbieri Carrera
Production company Kramer & Sigman Films El Deseo
Corner
Distributed by Warner Bros.
Release dates 17 May 2014 (Cannes) 21 August 2014 (Argentina)
Running time 122 minutes Country Argentina Spain
Language Spanish
Budget $3.3 million Box office $20.6 million

 

Sechs Episoden voll aus dem Leben der unterschiedlichsten Menschen. Die Geschichten sind unabhängig voneinander, haben aber alle eine Thematik:

In „Pasternak“ entdecken sich bislang unbekannte Reisende, dass sie eine verhängnisvolle Verbindung haben.
In „Die Ratten“ trifft eine junge Kellnerin auf einen Mann aus ihrer Vergangenheit, der ihre Eltern in den Ruin trieb.
In „Straße zur Hölle“ führt ein klassisches „Machos hinterm Steuer“ zu einem interessanten Abschluss.
In „Bombita“ muss sich ein Ingenieur mit Strafzetteln und Abschleppen bis zum Familiengau auseinandersetzen.
In „Die Rechnung“ möchte ein vermögender Vater seinen fahrerflüchtigen Sohn vor der Festnahme retten und
in „Bis dass der Tod uns scheidet“ muss die Braut unmittelbar nach dem Jawort feststellen, dass ihr Angetrauter sie seit Jahren betrogen hat, was nicht ganz unblutig verläuft.

Manchmal ist es gar nicht so schlecht völlig unvoreingenommen und unbeleckt in einen Film hineinzuschleudern.
So geschehen bei „Wild Tales“, von dem ich nur wusste, dass es sich um eine argentinische Komödie handeln sollte; so gehörte ich dann zu der Hand voll Menschen, die sich in das etwas gewöhnungsbedürftige Kant 2 quetschten, dafür aber mit einer wunderbaren schwarzen Komödie belohnt wurden.
Bekanntlich liebe ich Kurzgeschichten schon weil ich glaube, man kann eine gute Geschichte auch in weniger als 30 Minuten erzählen. Nun in Wild Tales gelang dies in gut 20 Minuten pro Folge, wobei die Folgen von hervorragend bis gut gingen; einen Ausreißer nach unten gab es nicht.
Angefangen mit dem überraschenden „Pasternak“, in dem sich ein Mensch auf eine ganz besondere Art am Leben rächt, über „Die Ratten“, in denen sich Dramatik mit schwärzestem Humor kreuzt, bekriegen sich auf amüsante Weise zwei männliche Männer mit ungleichen Autos, doch gleich verdrehten Egos, um letztendlich vereint in den Sitzen zu „kuscheln“.
„Bombito“ brauchte etwas um in Fahrt zu kommen, auch wenn man hätte erahnen können worauf es hinausläuft, handelt es sich eigentlich um den feuchten Traum jedes Abschleppgepeinigten und „Die Rechnung“ legte einen Minikrimi über den Schutzmechanismus von zu sehr liebenden Eltern hin gepaart mit Geld und der Gier der anderen.
Den wirklich krönenden Abschluss machte dann die anbetungswürdige Episode einer feuchtfröhlichen jüdischen Hochzeit, während der, leider nach dem Tausch der Eheringe, die Braut feststellt, dass sie seit Ewigkeiten von ihrem Nunehemann betrogen wurde und der die Frechheit besaß die Unperson einzuladen. Ein Fest, das an Dramatik und Blutvergießen nicht zu überbieten ist, aber letztendlich siegt doch die Liebe oder?
onion_pictures_9-253A10Sechs wirklich schwarzhumorige Episoden, die super gut unterhalten, sicher konventioneller sind als ein Almodovar (wenn man im spanischen Sprachraum bleibt), aber dennoch absolut sehenswert daherkommen.
Für mich gelungene 122 Minuten.

5 thoughts on “RacheAufArgentinisch”

    1. Wieso im Liebesrausch?
      Eigentlich nur Ablenkung. Meine Mizzy ist dolle krank und ich muss was machen damit ich nicht die ganze Zeit auf dem Boden hocke und ihre Pfötchen halte.

      1. Tagchen!

        Vielleicht kannst du ja mal so ’ne Art Ampel hier im Blog
        installieren, damit ich weiß, wann man mit dir spassen
        kann und wann eher nicht. (Rot-Grün-Schaltung..;-D

        Gruß an Mizzi!..;-)

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