VonSafeknackern,GanovenehreUnd
ZuVielSchnaps

Dom Hemingway von Richard Shepard

Safeknacker Dom Hemingway hat die 12 Jahre Knast endlich hinter sich.
12 Jahre, aber er hat seinen Mund gehalten und nun ist Zahltag, natürlich erst nach reichlich Sex und einem Kneipenbummel mit best Friend Dickie, doch er kann unmöglich die verlorene Zeit in drei Tagen nachholen. So geht es verkatert nach Frankreich zu Mr. Fontaine seinen Anteil abholen.

Doch so ganz rund läuft es nicht da in Südfrankreich, denn Dom hat ein echtes Aggressionsproblem, das durch seine gesteigerten Alkoholkonsum nicht gerade gedämpft wird. Glücklicherweise ist Mr. Fontaine sehr nachsichtig und zahlt Dom großzügig aus.

Die Geschichte wäre hier auch schon vorbei, schlügen Dom, Dickie, Fontaine und die anwesenden Damen nicht mächtig über die Stränge und führen im Drogen- und Alkoholrausch mit Volldampf durch die Nacht und kämen von der Piste ab. Das führt zum baldigen Tode einiger Beteiligter und zum Verlust Doms Anteils.
Enttäuscht kehrt Dom heim und sucht nach neuen Zielen, eines davon ist den Kontakt zu seiner Tochter wieder herzustellen.

„Dom Hemingway“ ist wieder so ein typischer Sneak Film, den ich nicht unbedingt im Kino angesehen hätte und eigentlich sehr froh über die Sneaksichtung war.
Jude Law spielt diesen Dom Hemingway, einen recht begnadeten Safeknacker, der nach seinem letzten Coup gefangen wurde, aber dicht hielt, ganze 12 Jahre.
Für seine Verhältnisse recht pummelig und mit dicken Koteletten spielt Jude Law wieder einmal alle an die Wand. Ich finde er kann wirklich wenn er will und diesen vulgären zuweilen beängstigend aggressiven Saufkopp hat er in meinen Augen ideal verkörpert.
Die Story ist simpel und eigentlich etwas abgedroschen: Knackie kommt raus, will seinen Anteil von der Beute, der wird ihm geklaut und dann besinnt er sich auf die Familie, aber das eigentlich sehenswertes ist wie erwähnt Jude und dann diese absurd bescheuerten Dialoge, deren Floskeln sich permanent wiederholen und dadurch wirklich lustig werden. Dazu kommen Shepards guter Griff für skurrile Szenenbilder, ebensolche Situationen und Figuren sowie Schnitte; nicht diese Stakatoschnitte, die Witz und Dynamik vortäuschen.
Ich schätze es auch, wenn sich verbale Entgleisungen im Rahmen halten, auch wenn oder gerade weil facettenreich geflucht wird.
Ja „Dom Hemingway“ ist ein bunter Reigen, der obwohl er eigentlich unspektakulär ist, doch so sympathisch chaotisch daherkommt. Knuffig, britisch, stylisch und manchmal doch voll in die Fresse politisch unkorrekt.

Durchaus sehenswert und wenn man ihn nur wegen Law ansieht.

Directed by Richard Shepard Produced by Jeremy Thomas Written by Richard Shepard
Starring Jude Law Richard E. Grant Demián Bichir Emilia Clarke Kerry Condon Jumayn Hunter Mădălina Diana GheneaMusic by Rolfe Kent Cinematography Giles Nuttgens Editing by Dana Congdon Studio Recorded Picture Company BBC FilmsIsle of Man Film Pinewood Pictures Distributed by Lionsgate (United Kingdom) Fox Searchlight Pictures (North America)Release dates 8 September 2013 (TIFF) 15 November 2013 (UK) [1] Running time 93 minutes Country United Kingdom
Language English

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