FürDenWeltfriedenUnd
DieUnversehrtheitDesAmazonas

The Green Inferno von Eli Roth

TheGreenInfernoEigentlich ist Justine nur in Mitstudent Alejandro verknallt, aber um ihm Nahe zu sein, schließt sie sich seiner Ökofreakgruppe an, ein paar Weltverbesserern, die durch medienwirksame Aktionen auf sich aufmerksam machen will.
Sie und auch die anderen in der Gruppe ahnen nicht in welchen Schlamassel sie Alejandro ziehen wird, denn er fliegt mit ihnen an den Amazonas, um einen Eingeborenenstamm vor den Holzfällern zu retten. Zunächst läuft alles wie geplant, die Aktion läuft, alle werden festgenommen und sollen in die USA zurückgeflogen werden; doch das Flugzeug stürzt im Urwald ab und die Überlebenden Studenten werden ausgerechnet von dem Stamm aufgesammelt, den sie schützen wollten. Gut und schlecht, denn die Eingeborenen, denken, es handle sich um Forstarbeiter und mit dem Feind macht man im Urwald gemeinhin kurzen Prozess oder besser gesagt Schaschlik…

„The Green Inferno“ kann man als klassischen Kannibalenhorror ansehen, der mit dem rothschen Augenzwinkern Studenten und Ökoaktivisten aufs Korn nimmt.
Man müsste ja meinen, dass Studenten was in der Birne haben, jedoch scheint es immer wieder „Einzelfälle“ zu geben, die aus der Menge herausstechen. Diese Personen fallen nun ihrem Anspruch an den Weltfrieden, Gerechtigkeit und dem falschen Anführer zum Opfer. Eine gut gemeinte Aktion, die eigentlich nur dem Geltungsbedürfnis eines Einzelnen dient, bringt eine Gruppe Studenten auf den Urwaldrost. Ich kann mir lebhaft vorstellen mit welcher Freude Eli Roth an diese Geschichte gegangen ist, seine Studenten haben es stets verdient außergewöhnlich das zeitliche zu segnen. Eine ökoterroristische Aktion geht nach hinten los und die Helfer werden zu den Opfern derer, die sie retten wollten und das ziemlich unappetitlich, aber aushaltbar. Es handelt sich auch nicht um Durchschnittskannibalen, sondern um Waldbewohner des Amazonas, die traditionell die Feinde, die sie fangen aufessen. Nur zu diesem Anlass verzehrt man hier Menschenfleisch und so hält sich Mitleid und Grauen auch ihm Rahmen. Roth versäumt es nicht ein paar Feindbilder aufzubauen, so kommt der begehrte Alejandro nicht gut weg, natürlich gibt es auch Kritik an der Abholzung des Amazonas und letztendlich auch vollstes Verständnis für die Ureinwohner.
Alles wird gut, trotzdem ist der Film in seiner Gesamtheit nicht der Burner. Man kann ihn sehen, aber für meinen Geschmack hatte Vorgänger „Aftershock“ einfach mehr Wumms.
Die Darsteller wurden teilweise recycelt, was etwas seltsam anmutete, aber gut… wer die alten Kannibalen-Dschungelfilme mochte, wird diesem hier vielleicht auch was 6209639_6ebda9b215_sabgewinnen können.

The Green Inferno Directed by Eli Roth Produced by Christopher Woodrow Eli Roth Miguel Asensio Molly Conners Nicolás López Written by Eli Roth Guillermo Amoedo Starring Lorenza Izzo Ariel Levy Sky Ferreira Daryl Sabara Music by Manuel Riveiro Cinematography Antonio Quercia Studio Dragonfly Entertainment Sobras.com Producciones Worldview Entertainment
Distributed by Exclusive Media Group Release dates September 8, 2013 (Toronto Film Festival)
Country United States Language English

 

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