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The Two Faces Of January von Hossein Amini

1962, das amerikanische Paar Chester MacFarland und seine Frau Colette machen in Griechenland Urlaub und lernen dort den Reiseführer Rydal kennen, der offensichtlich ein Auge auf Colette geworfen hat. Rydal nimmt seine Kunden gerne aus – kleine Trickbetrügereien, die der gebildete junge Mann eigentlich nicht nötig hätte, doch ahnt er nicht in welche Schwierigkeiten ihn die Bekanntschaft zu Chester und Colette bringen wird. Der Banker MacFarland hat nämlich seine Kunden um zig tausende Betrogen und ist mit dem Geld auf und davon, aber nicht unentdeckt.
So stehen sich zwei Gauner gegenüber, eine hübsche Frau zwischen ihnen und aus einer harmlosen Rivalität wird Komplizenschaft und Hass.

In „The Two Faces of January“ hat mich vor allem Kirsten Dunst gelockt, denn Oscar Isaac ist für meinen Geschmack in letzter Zeit etwas überpräsent und zu Viggo Mortensen habe ich nicht immer eine Meinung. Nichtsdestotrotz machen hier alle drei Hauptdarsteller ihre Sache wirklich gut und überzeugen in der Highsmith Verfilmung Hossein Aminis, die sehr an einen Hitchcockfilm erinnert.
Persönlich finde ich, dass Amini den nicht allzu aufregenden Stoff rettet, denn die Geschichte über zwei Betrüger, die sich letztendlich um eine Frau streiten ist nicht besonders abendfüllend und schnell erzählt: reiches Ehepaar trifft in Griechenland einen jungen Mann auf Selbstfindungstrip, der dann ungewollt zum Mitwisser wird und so erpresst in den Fängen des größeren Verbrechers landet. Mitgefangen, mitgehangen muss er das Paar begleiten und außer Landes bringen, denn die Polizei ist den zweien auf den Fersen. Es wird intrigiert, geliebt, betrogen und totgeschlagen und am Schluss gewinnt der Gewitztere.
Schöne Locations, Kamera, Licht, Kostüme und Szenen ergeben ein gutes Krimigesamtpaket, dass nicht besonders aufregend, aber stylisch und gut gespielt ist. Hossein gibt den beiden Männer und ihren Psychospielchen allen Raum, für die Dame des Hauses bleibt da nicht viel, das macht sie aber gut – ich liebe die Dunst einfach.
Wer also auf den klassischen Krimi, insbesondere dem Highsmith-Psycho, an und für sich steht, der wird mit „The Two Faces of January“ sicher seine Freude haben.

Kann man wirklich ansehen.

The Two Faces of January Directed by Hossein Amini Produced by Tom Sternberg Tim Bevan Eric Fellner Robyn Slovo Written by Hossein Amini Based on The Two Faces of January by Patricia Highsmith Starring Viggo Mortensen Kirsten Dunst Oscar Isaac Editing by Nicolas Chaudeurge Jon Harris Studio StudioCanal Working Title Films Release dates February 11, 2014 (Berlin) Country United States United Kingdom Language English

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