AustralischeDramenUndUnbequemeSitze

The Turning 
von
M. Walsh, W. Thornton, J. Clerc, R. Connolly, A. Lucas, R. Graham, A. Page, T. Ayres, C. McCarthy, S. Page, S. Gladwell, M. Wasikowska, S. Stone, D. Wenham, J. auf der Heide, J. Kurzel, Y. Lifschitz, I. Meadows

Angelus, eine Kleinstadt an der australischen Westküste. Untrennbar sind die Lebenslinien der Bewohner mit der archaischen Landschaft um sie herum verbunden. Die miteinander verwobenen Geschichten erzählen aus dem Alltag ganz gewöhnlicher Menschen, die sich gerade an einem Wendepunkt ihrer Biografie befinden. Das Vergehen der Zeit, die Fehler der Vergangenheit, Abhängigkeit und Besessenheit sind wiederkehrende Motive. Immer wieder begegnet man auch dem rätselhaften Vic, seiner eigenwilligen Familie und seinen diversen Freunden. Die Episoden sind mal melodramatisch, mal nüchtern und sachlich, mal leicht und dann wieder ernst gehalten. Auch durch die unterschiedlichen Handschriften befindet sich der Zuschauer in einem permanenten Wechselbad der Gefühle.
…so der Pressetext der Berlinale.

Tatsächlich handelt es sich bei „The Turning“ um eine Aneinanderreihung etlicher Episoden über 180 Minuten. Ich kenne das dem Film zugrundeliegende Buch nicht, aber eine Geschichte über die ganz normalen Menschen ist ja nicht von Haus aus uninteressant und das Cast von Cate Blanchett, Rose Byrne, Miranda Otto, Richard Roxburgh und Hugo Weaving (der auch anwesend war) lockte mich in diesen Kurzfilmmarathon.
Meine Schuld vorher bereits einen Film im Friedrichstadtpalast gesehen zu haben. Diese Location hat zwar eine tolle riesige Leinwand, das war es dann aber auch schon, denn die Sitze sind wie zu Ostzeiten, auch wenn mittlerweile angeblich was gemacht wurde, sind die Sitzreihen zu eng und die Holzsitze ein Drama für jeden Rücken.
So gingen nach jedem Kurzfilm 5 bis 6 Zuschauer, auch mal ein paar mehr und nach fast zwei Stunden, habe ich auch aufgegeben. Nicht nur dass bis dahin 90% der Episoden wirklich langweilig und belanglos waren und wenn geredet wurde das Aussigebrabbel, was trotz Wachwasser nicht in meinem Gehirn verarbeitet werde wollte, nicht gerade förderlich war meine Laune auf Zack zu halten, stehe ich nicht  so sehr darauf gleiche Charakter mit hundert Darstellern zu bespielen. Irgendwann fiel auch bei mir der Groschen, dass es immer die selben Personen waren, aber dank nicht mal besonders optisch ansprechender Aufbereitung, war ich dann doch sehr gelangweilt. Dann endlich kam eine wirklich gute Episode mit Rosy Byrne, in der sie mir super gefallen hat, aber dann folgten wieder vier Einschläfer und ich ging.
Schade, keine Cate Blanchet, Kein Hugo Weaving…aber irgendwann werde ich mir noch die letzte Stunde reinquälen.
Eine große Rüge an die Veranstalter. Wie behämmert muss man ticken so einen Film im Friedrichstadtpalast zu zeigen und dann noch erst um 21.00 Uhr am Sonntag?
Wäre ich geblieben, hätte das mit einer Nachtbahn und -Bus-Odysee geendet, denn die Gäste hatten bestimmt auch noch was zu sagen, sofern noch jemand bis zum Schluss da war, der zuhörte.
Letztendlich kein wirklich schlechter Episodenfilm, der mich und meinen Rücken jedoch auf dem falschen Fuss erwischt hat.
Ich bin mir fast sicher, dass noch ein paar gute Episoden kamen und sich dafür die Quälerei lohnte, denn in der Gesamtheit funktioniert das Konzept durchaus, auch wenn es ziemlich frustrierende Themen über Armut, Alkohol und verkrachte Existenzen sind.
Vielleicht ein anderes Mal…

Ohne Wertung

The Turning Australien 2013, 180 Min Englisch REGIE M. Walsh, W. Thornton, J. Clerc, R. Connolly, A. Lucas, R. Graham, A. Page, T. Ayres, C. McCarthy, S. Page, S. Gladwell, M. Wasikowska, S. Stone, D. Wenham, J. auf der Heide, J. Kurzel, Y. Lifschitz, I. Meadows DARSTELLER Cate Blanchett Rose Byrne Miranda Otto Richard Roxburgh Hugo Weaving

5 thoughts on “AustralischeDramenUndUnbequemeSitze”

  1. Ja, der Friedrichstadt-Palast ist sitztechnisch wirklich reine Folter. Ich mag gar nicht daran denken, dass ich Sonntag Abend zwei Vorstellungen nacheinander dort habe. Einigermaßen kann man nur an den Rändern der Reihen sitzen, aber das hat sich rumgesprochen, entsprechend sind diese Plätze zuerst besetzt. Nach „A Long Way Down“ hatte ich gestern richtig Schmerzen und heute Nacht Wadenkrämpfe, das ist übelst. 180 Min wären mir da für eine Vorstellung auch def zu lang gewesen, Hut ab, dass du es überhaupt so lange ausgehalten hast.

  2. Mir war dann aber auch richtig schlecht vor Schmerzen; erst die Monuments Men und dann noch der Film, das war zu viel. Und trotzdem bin ich mit schlechtem gewissen raus, weil ich wahrscheinlich das beste vom Film verpasst habe, aber es ging eben nicht mehr.

  3. Die unbequemen Sitze im FSP hab ich auch noch in „guter“ Erinnerung. Fand’s komisch, dass die Sitzabstände im Raum ungleichmäßig waren. Weit vorne in der Mitte war’s für mich am besten. Einmal saß ich leider weiter hinten und hatte am Ende n Krampf im Bein. Die Frau neben mir dachte bestimmt, ich fand den Film scheußlich xD

    1. Coole Sache! Bei uns in FFM entscheidet leider nur der Abstand von der Bühne über die Preise *grummel*. Die Alte Oper ist hier die einzige vergleichbare Location, die ich kenne, wo es (auf der Empore) gemütlichere Sitze gibt. Dafür hat man dann aber mehr Distanz zur Bühne als die Stuhlsitzer vor der Bühne *grummel* xD. Yay, und wieder ein guter Grund nach Berlin zu ziehen 😉 *rumroll*.

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