TodUndGefangenInDerZeit

Haunter von Vincenzo Natali

Teenagerin Lisa ist so langsam abgenervt; warum auch immer erlebt sie diesen einen Tag permanent wieder. Wie lange das so geht weiß sie nicht genau, warum auch nicht, nur dass sie und ihre Familie tot ist glaubt sie gewiss.
Doch auf einmal passiert etwas. Erst nur winzige Details, aber es gibt Änderungen.
Änderungen sind gut, jedoch bringen sie auch Geheimnisse mit sich, die es zu lösen gilt und die auch für ein totes in der Zeit gefangenes Mädchen durchaus beängstigend und gefährlich sind.

Ich muss gestehen, dass mich „Haunter“ enttäuscht hat. Irgendwie hätte ich von Natali etwas mehr erwartet als diesen Haunted House Thriller, der so eine Mischung aus dem Murmeltiertag, The Others und einem  Serienkillermysterystreifen ist.
Aus welchen Gründen auch immer hat man ausgerechnet dieses Genre wiederentdeckt, aber auch wenn hier stimmungsvoll und detailverliebt gearbeitet wurde, beißt die Maus keinen Faden ab: der Streifen ist zäh, tränendrüsig und sehr sehr vorhersehbar.
Gut er hat seine gruseligen Momente und macht zu Beginn wirklich Spaß, driftet dann jedoch etwas ab und zeigt mir dann zu viel wässrige Augen in Großaufnahme.
Lisa ist für ihr alter (knappe 18) ein typisch rebellischer Teenager. Genervt weigert sie sich im Haushalt zu helfen oder Mamas Essen zu konsumieren, die Tatsache, dass sich der selbe Tag stets wiederholt steigert ihre Laune nicht unbedingt. Doch dann kommen Veränderungen. Musik, Schritte, verborgene Türen und die Erkenntnis, dass sie mit der Familie und dem ganzen Haus isoliert im Nirgendwo herumwabert. Langsam „ermittelt“ das Mädchen das dunkle Geheimnis des Hauses und auch, warum sie alle Tod sind. Die Zeiten überlappen und so kann Lisa in die Vergangenheit wie in die Gegenwart sehen, die aus ihrer Sicht fast 30 Jahre in der Zukunft liegt und kommt auch in Kontakt mit einem Mädchen, dass nun in ihrem Haus lebt. Doch da ist ein Geist, der nicht wie Lisa und ihre Liebsten ist, sondern das Haus und seine Bewohner kontrolliert und der mag es ganz und gar nicht, dass jemand in seinem „Leben“ herumstochert und ihm in die Parade fährt.
Was sich gut anhört, ist dennoch nur zusammengeklaubt, in Ansätzen ein gutes Teenagergeisterdrama mal ohne Lovestory trotzdem zu rührselig, leider wie erwähnt mit dämlicher Serienkillereinbindung und irgendwie dann auch bäh zu zum in den Himmeln fahrend; ein passabler Haunted House Film für Wenigseher, letztendlich aber entbehrlich.
Abigail Breslin macht ihre Sache gut, für die vielen CloseUps kann sie ja nichts.

TITEL Haunter  PRODUKTION Kanada 2013 LAUFZEIT 97 Minuten REGIE Vincenzo Natali DREHBUCH Brian King, Matthew Brian King PRODUKTION Steven Hoban BILDGESTALTUNG Jon Joffin MONTAGE Michael Doherty DARSTELLER Abigail Breslin, Sarah Manninen, David Hewlett, Stephen McHattie, Michelle Nolden, Peter Outerbridge, Samantha Weinstein, Peter DaCunha, Eleanor Zichy, David Knoll, Marie Dame, Tadhg McMahon, Michelle Coburn, Martine Campbell

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