FFFTicker3

Welcome To The Jungle von Rob Meltzer

Klopapierverpackungsdesigner und hübsches Weichei Chris wird von Bürogockel und Emporkömmling Phil um eine Idee beklaut und muss dann auch noch mit seiner Belegschaft auf ein SurvivalTeambuildingtrip auf eine einsame Insel. Dass der senile Pilot auf der Insel verstirbt ist schon kontraproduktiv, als aber auch noch Coach Storm (JCVD) vermeintlich von einem Tiger gekillt wird, entwickelt die Gruppe eine sehr seltsame Eigendynamik, besonders als Phil die Macht an sich reißt.
JCVD wenn auch nur sparsam in Szene, aber dennoch at his best. Großartig unterhaltsame Satire mit einem sich überhaupt nicht selbst ernstnehmenden JCVD und einem wenn auch nicht neuen, aber immer wieder gern gesehenen Gedankenspiel: was wäre wenn.
Etwas Happyending, aber voll in Ordnung! 7/10

Upstream Color von Shane Carruth

Kris wird von einem Mann überfallen unter Drogenwurm gesetzt und all ihres Hab und Gutes beraubt. Dazu kommt, dass sie im Dauerrausch verbleibt Realität und Fiktion nicht mehr trenne kann. Ein Mann hilft ihr, erlöst sie von dem Wurm und holt sie zurück, doch sie verliert ihre Arbeit, Haus, ihr altes Leben. Dauerdepressiv wabert sie durch die Zeit bis sie auf Jeff trifft, den das gleiche Schicksal traf. Beide verbindet eine große Liebe, die beiden eine Einheit werden lässt. Dann sind da noch die Schweine, mit denen alle Madenopfer seelisch verbunden sind und ich wette niemand versteht diesen Film, auch wenn er es behauptet und ich möchte auch von niemandem darüber belehrt werden wie er diesen deutet.
Erstaunlich, trotz des absoluten Wirrwarrs und der für mich null Aussage und anstrengenden Musik, fand ich „Upstream Color“ weder langweilig noch doof, aber auch absolut unwichtig – gut, ich habe ihn nicht verstanden und will das vielleicht auch gar nicht.
Für mich total überbewertet. 5/10

Aftershock von Nicolás López

US Amerikaner Gringo ist zu Besuch in Chile wo er mit Freunden Pollo und Ariel die Partyszene unsicher machen will. Die Drei finden dann auch Anschluss und reißen drei tolle Frauen auf, doch während sie sich auf einer Feier amüsieren werden sie von einem gewaltigen Erdbeben überrascht, dem nicht nur sehr viele Menschen zum Opfer fallen, sondern das auch etlichen Gefängnisinsassen zur Freiheit verhilft. Während die sechs Freunde versuchen sich in Sicherheit zu bringen, treffen sie auf eine Straßengang/Ex-Sträflinge, die ihnen das Leben nicht leichter machen.
Eli Roth in der Hauptrolle war nicht die perfekte Wahl, weil ziemlich talentfrei, nichtsdestotrotz ein Überraschungsfilm, sprich ziemlich unterhaltsam. Angelehnt am großen Erdbeben 2010 und der tatsächlich brutalen Übergriffen danach mischt López Splatter mit etwas Sozialdrama, trifft aber insgesamt den richtigen Ton. Dazu bleibt der Film konsequent, was mir immer gut gefällt! 7/10

The Body von Oriol Paulo

Eine reiche Industrielle stirbt und verschwindet aus dem Leichenschauhaus und ehe er sich versieht steht der frisch gewordene Witwer unter Verdacht, den Körper entwendet zu haben. Das hat er nicht, aber seine Frau um die Ecke gebracht schon. Doch was hat es mit dem Verschwinden der Leiche auf sich? Ein Psychoverwirrspiel beginnt, in dem Polizeiermittler Peña eine wichtige Rolle spielt und irgendwann driftet der Film ziemlich einfallslos und mit zu viel Längen in die Belanglosigkeit ab und tischt uns ein konstruiertes und unglaubwürdiges Gähnende auf.
Hätte man sich sparen können. 5/10

Cheap Thrills von E.L.Katz

Craig hatte einen Scheißtag und dazu droht ihm die Zwangsräumung als er bei einem Frustbier in einer Bar einen alten Schulfreund trifft. Ein paar Bierchen später finden die beiden Anschluss an ein seltsames Pärchen, die den Geburtstag der Ehefrau feiern und die beiden Buddies ermuntert gegen Bares ein paar Ungehobeltheiten zu begehen. Als die vier dann im luxuriösen zu Hause des Ehepaares landen wird aus dem harmlosen Pupsspiel langsam mehr, besonders weil die Einsätze steigen. Während bei Craigs Kumpel die allgemeine Geldgier dominiert, denkt er an seine Zukunft und Familie und so werden die beiden zu erbitterten Gegner, sehr zur Belustigung des Paares.
Bitterböse schwarze Komödie, großartig gespielt und umgesetzt. Echtes Highlight! 9/10

7 thoughts on “FFFTicker3”

  1. „Upstream Color“ wollte sich mir auch nicht wirklich erschließen. Mir kam der Film irgendwann unendlich lang vor und auch wenn es am Ende soetwas wie eine Erklärung gibt, konnte ich mich mit dem Film nicht so ganz anfreunden…

  2. Na, bisher ziemlich durchwachsen. Schade eigentlich. Ich warte noch ab, lese mich bei dir und Frau Flinkwert durch, und entscheide dann ob ich davon überhaupt etwas sehen muß (wenn ich denn überhaupt noch Karten bekomme…)

  3. Ja, ich vermute auch, dass „Upstream Color“ keiner versteht, zumindest nicht, wenn man ihn das erste Mal sieht. Es gibt sicher zig Interpretationen. Ich fand ihn auch sehr wirr, aber mir hat er aber gefallen. 🙂

    „Aftershock“ – Ja, Eli Roth geht gar nicht. 🙂 Aber sonst hört sich der ganz gut an.

    Gut, „Cheap Thrills“ will ich auch sehen.

    1. Also ich habe für mich eine Erklärung gefunden (am nächsten Tag dann :)) ). Wenn ich mal eine längere Besprechung schreibe, dann werde ich das mal zum Besten geben :))

      Der ist auch nicht schlecht, wenn auch heftig an manchen Stellen.

      Ja der ist ansehenswert 🙂

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