ChansonD’AmourOderDerFlugDerHexen

Trance von Danny Boyle

Kunstauktionator Simon ist maßgeblich an einem Kunstraub in seinem Auktionshaus beteiligt, doch anstatt das ausgesuchte Gemälde ohne Querelen den Komplizen zu übergeben, attackiert er den Boss der Gruppe und provoziert damit einen schweren Schlag auf den Kopf.
Mit Folgen wie sich herausstellt, denn erstens ist das Gemälde nicht in der Tasche und zweitens leidet Simon unter einer Amnesie und kann sich beim besten Willen nicht erinnern, wo das Bild geblieben ist.
Jetzt ist guter Rat teuer, aber Boss Franck hat eine Idee: Hypnose!
Simon sucht sich Psychologin Elisabeth aus und ist erstaunlich gut in Trance zu versetzen. Doch für Simon verschwimmt Traum und Wirklichkeit immer mehr und er verändert sich – nicht zu seinem besten.

So richtig enttäuscht hat mich Danny Boyle ja noch nie. Okay es gab den ein oder anderen Streifen mit dem ich absolut nichts anfangen konnte, „A Life Less Ordinary“ zum Beispiel, aber dennoch ist wirklich jeder Film ganz anders und immer total uptodate.
Natürlich sind mehr oder weniger alle Film Boyles optisch sehr ansprechend und mit einem klasse Score, bzw. einer perfekten Musikauswahl ausgestattet, so auch „Trance“. Umwerfende Bilder, mit famosen Farbkontrasten und Farbspielen, die schon auch was comichaftes an sich hatten, Kameraeinstellung und versetze Bilder, die den Zuschauer verwirren können wie Hinweise streuen.
Doch es ist schwer hier am Ball zu bleiben; glaubt man zunächst zu sehen ob unser Protagonist träumt oder wach ist, ist das im nächsten Augenblick schon ganz anders.

Eigentlich wirkt Simon ziemlich sympathisch, so als Mitarbeiter in einem Auktionshaus, erzählt er doch wie die Regeln an seinem Arbeitsplatz lauten und das im Falle eines Überfalls keine Risiken eingegangen werden. Prompt wird die Versteigerung eines Goyas überfallen und Simons lachende Augen im Vorfeld lassen erahnen, dass er da mittendrin steckt. Doch er verhält sich seltsam: übergibt er das Bild oder rettet er es? Und ehe die Geschichte so richtig losgeht, verliert er aufgrund eines Schlages auf den Kopf sein Gedächtnis. Monate später drehen seine Komplizen noch immer am Rad, denn das Gemälde bleibt verschwunden und auch mit Folter ist da nichts aus Simon rauszubekommen. Dann hat Franck, der Anführer der Bande, die rettende Idee: Hypnose – die soll das Bild finden und schnell landet Simon bei einer Therapeutin, die ihn in Trance versetzen kann. Leider ist der Weg zum Bild ein steiniger, so scheint es, und Realität und Trancetraum verschwimmen.
Simon kann nicht mehr unterscheiden oder kommt da etwas viel Schlimmeres zu Tage? Wer kennt wen? Wer liebt wen? Und Wer ist wer?
Ich weiß nicht, ob ich die Story letztendlich wirklich durchschaut habe, wahrscheinlich eher nicht, vielleicht zieht auch jeder seinen eigenen Schlüsse, dennoch hat mir der Film wirklich gut gefallen.
Boyles mix aus knallharten Thriller und Psychospielchen ist über 100 Minuten fesselnd, ansehnlich und hat so seine witzigen Momente (ja wir haben den „Chanson d’Amour“ mitgesungen :)) ).
Mit James McAvoy als Simon gut besetzt, über Vincent Cassel als Franck bin ich mir noch nicht so im Klaren, und Rosario Dawson hätte nicht sein müssen, irgendwie passt sie nicht.

Dennoch insgesamt ein unbedingte Sehempfehlung fürs Kino, die Leinwand lohnt sich!

Trance Directed by Danny Boyle Produced by Danny Boyle Christian Colson Written by Joe Ahearne John Hodge Starring James McAvoy Rosario Dawson Vincent Cassel Music by Rick Smith Cinematography Anthony Dod Mantle Editing by Jon Harris Studio Cloud Eight Films Pathé International Film4 Productions Distributed by Fox Searchlight Pictures Release date(s) 27 March 2013 Running time 101 minutes[1] Country United Kingdom Language English French Budget $20 million[2] Box office $22,068,964

5 thoughts on “ChansonD’AmourOderDerFlugDerHexen”

  1. Ach echt – Du mochtest „A Life Less Ordinary“ nicht? Den mochte ich ja schon. „Deeper River“ ist immer noch einer meiner Lieblingssongs. 🙂 Ja der Herr Boyle trifft immer eine sehr gute Musikauswahl.

    Ich finde, DIE Szene mit Rosario Dawson hätte nicht sein müssen. :))

    Was ist denn das eigentlich für ein merkwürdiges Filmplakat?

    1. Nee, konnte ich nichts mit anfangen. Fand ich total unlustig :))

      Wie gesagt Rosario hätte für mich überhaupt nicht sein müssen :))

      Das meinte ich damals doch. Das ist das offizielle Filmplakat hier. Finde ich total unansprechend und hässlich. Nur aufgrund des Plakates wäre ich nie in den Film.

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