EinHalbesKäsesandwich,EinAlbino
UndEinPaarAnstrengendeSpanx

Taffe Mädels-The Heat von Paul Feig

FBI Special Agent Sarah Ashburn hat klare Karrierevorstellungen und so ist die Top Ermittlerin auch etwas erstaunt, als sie den Job vom Boss, als Leiterin des New Yorker Büros nicht bekommt, sondern nach Boston geschickt wird, um einen Drogenboss zu finden, der durch seine Grausamkeit und Unsichtbarkeit aufsehen erregt hat.
Okay, niemand ihrer Kollegen mag sie; sie ist arrogant und herablassend gegenüber anderen…aber qualifiziert und außerdem hat sie einen Serienkiller überführt!
Natürlich hat in Boston niemand auf jemanden wie Ashburn gewartet und schon gar nicht Kodderschnauze und Superpolizistin Shannon Mullins, die das Eindringen des FBI in ihr persönliches Revier als Affront ansieht.
Und weil sich die beiden Ladys dann auch noch so gut verstehen, dürfen sie prompt zusammenarbeiten, was sie zu einer brenzlichen Mischung werden lässt.

Ich möchte nicht behaupten, dass Paul Feig völlig talentfrei ist, hat er doch eine ganze Menge guter Serien gemacht, was die Spielfilme angeht, kann ich nur mit gemischten Gefühlen an „Brautalarm“ zurückdenken, wobei wir schon beim Thema sind; „Taffe Mädels“ sieht aus und fühlt sich an wie ein kommerzieller Schnellschuss mit zwei Kassengaranten, wobei Melissa McCarthy jetzt schnell verheizt wird, solange man sie noch nicht ganz übergesehen hat. 
McCarthys Rolle ist auch hier ihre übliche: die Dicke mit dem frechen Mundwerk, einer großen Libido und dem Herzen am rechten Fleck. Ihr zur Seite steht die Bullock, die wie in ihren restlichen „Komödien“, die begabte einsame Zicke spielt, die nicht weiß wie man sich sexy anzieht.
Und wie es in diesen zwei gegensätzliche Cops ermitteln Filme so ist, arbeiten die beiden Frauen mit Hindernissen erfolgreich auf ihr Ziel zu und werden beste Freundinnen. Eigentlich ziemlich austauschbar, denn so, nur mit Männern, schon tausend Mal gesehen und leider bringen die Mädels hier auch keine neuen Impulse, außer dass McCarthy hier die Draufgängerin spielen darf, eine Rolle, die sonst nur den heißeren Männerrollen angedacht ist, was den Umgang mit geprellten Liebhabern aber nicht besser macht.
So abgedroschen die Story und die Aufbereitung dann auch daherkommt, wird auch noch kräftig gezotet. 
Dass das Ganze jedoch schlechter als „Brautalarm“ ist, kann ich nicht bestätigen, für mich sind beide Filme nur ein Abklatsch mittelmäßiger Männerkomödien mit Frauen in den Männerrollen.
Der restliche Cast geht dann etwas im Vaginalwitz verloren, dennoch war „Taffe Mädels“ jetzt nicht die unerträglichste Komödie, die ich je gesehen habe und ein paar Lacher konnten sie trotz allem lostreten.

Für ausgesprochene Sandra Bullock-Fans, die Polizeikomödien mit schwacher Story mögen, kann ich „Taffe Mädels“ nur empfehlen; allen anderen rate ich zur Besonnenheit oder vielleicht der Originalfassung, die mit Sicherheit nicht ganz so schlimm wie die deutsche Fassung sein wird.
P.S. den Posttitel wird man nur verstehen können, wenn man sich dieses Teil auch reinzieht 😉

Taffe Mädels – The Heat Directed by Paul Feig Produced by Peter Chernin Jenno Topping Written by Katie Dippold Starring Sandra Bullock Melissa McCarthy Demián Bichir Marlon Wayans Michael Rapaport Jane Curtin Spoken Reasons Dan Bakkedahl Taran Killam Michael McDonald Tom Wilson Music by Mike Andrews Cinematography Robert Yeoman Editing by Brent White Jay Deuby Studio Chernin Entertainment Dune Entertainment Distributed by 20th Century Fox Release date(s) June 28, 2013 Running time 117 minutes[1] Country United States Language English Budget $43 million[2] Box office $169,909,408

13 thoughts on “EinHalbesKäsesandwich,EinAlbino
UndEinPaarAnstrengendeSpanx”

    1. Hola!

      Geb ja zu, dass ich nicht allwissend bin! 😉
      (Wenn du doch so ’ne Spanx hättest, würdest du es
      selbstverständlich nicht öffentlich machen.
      Ich kenn euch W’s wirklich gut! ;-D

      P.S. Lausch mal den aktuellen Cinesound.
      Könnte dich auch ansprechen. 😉

  1. dsa war wirklich nicht der Brüller. Hatte ich zwar auch nicht erwartet vorher, ein bisschen mehr hätte es schon sein dürfen. Ich freu mich auf Bullock mal in ner anderen Rolle in „Gravity“. Und Melissa McCarthy, die ja nun unbestritten Talent hat, möchte ich auch mal in was anderem sehen.

  2. Echt, Du hast ihn Dir angeschaut? 🙂 Ich vermute auch, dass man die McCarthy verheizt, bis sie gar keiner mehr sehen will. Ist schade, ich denke, sie kann was. Aber das liegt sicher auch an ihr, sie muss die immer gleichen Rollen auch nicht annehmen.

    1. Ja mit Muddi 😉
      Was die McCarthy angeht, denke ich ist es ein schmaler Grat: geht sie das Risiko ein und lehnt solche Rollen ab und wird überhaupt nicht mehr besetzt oder versucht sie jetzt so viel wie möglich zu verdienen, bevor es mit dem Kino aus ist. Vielleicht hat sie auch nur ein schlechtes Management oder steht auf die Rollen – wer weiß :))

    2. Ahh mit Muddi 🙂 Brave Tochter. Hatte letztens (in meinem nicht übernommenen Kommentar, wg. dieser MacAir-Arie… Grrr…) auch schon entsetzt geantwortet, dass Du doch nicht wirklich mit ihr in „Pacific Rim“ gehst???!!!! Da hatte ich Dir zu „Die Schlümpfe 2“ geraten. :)) Dann kann ich mich ja wieder entspannt zurücklehnen. 🙂

      Ja, aber das ist doch ein großer Fehler und nicht weitsichtig gedacht. Ich denke auch, dass sie kein so gutes Management hat.

SagWas!