LassKrachen

Voll Abgezockt von Seth Gordon

VollAbgezocktSandy Bigelow Patterson ist ein vorbildlicher Familienvater mit einem mittelmäßigen Job in Denver und einem schrecklichen Boss. Da kommt es genau richtig, dass sich eine Hand voll Kollegen aus der Firma verabschieden und Sandy anbieten mit zu gehen. Die Bezahlung ist enorm und so wagt Patterson den Schritt. Doch bereits am ersten Arbeitstag bekommt er echte Probleme mit seinen Kreditkarten – ja sogar das FBI steht auf einmal auf der Matte und beschuldigt ihn des Betruges. Kein gutes Renomee für die neue Firma, Sandy wird angezählt und verspricht den Identitätsdieb zu fassen und die Situation zu klären.
Doch einfach wird das nicht denn hinter allem steckt eine recht wehrhafte und robuste  Dame in Florida, die noch dazu von der mexikanischen Kreditkartenmafia gesucht wird.

Ehrlich gesagt wäre ich im Leben nicht auf die Idee gekommen diesen Film feiwillig im Kino anzusehen. Doch wie es der Zufall wollte, wurde uns dieser Streifen vor einigen Wochen in der Sneak serviert.
Seth Gordon steht nicht unbedingt für Qualitätsfilme. „Kill The Boss“ war teilweise auch schon grenzwertig mit so richtig blöden Witzen, so wundert es dann auch nicht, dass ein Film von ihm mit Melissa McCarthy, die bekanntlich hemmungslos und mit vollem Körpereinastz drauf los witzelt, dann auch den ein oder anderen Gag unter der Gürtellinie mehr hat. Auch setzt Gordon wieder auf Jason Bateman, bei dem es mich immer wieder wundert, dass er in den letzten Jahren so gerne und viel besetzt wird. Für mich steht er exemplarisch für den farblosen Typen.
Ich weiß nicht, ob das hier so eine Mischung aus „Midnight Run“ und ein „Ticket für zwei“ werden sollte, ob Gordon eher ein Drama mit krachigen Gags vor Augen hatte oder man mit dicken Ulknudeln doch Mitleid haben sollte,  „Voll Abgezockt“ ist einfach total in die Hose gegangen. McCarthy wurde leider nur verheizt und es ist schmerzlich zu sehen, dass sie auch immer wieder den gleichen Typen verkörpert, wo sie eindeutig mehr drauf hat als Pups- und Rülpswitze.
Man kann auch nicht sagen, dass „Voll Abgezockt“ durchweg eine Qual war, aber völlig überflüssig.
Ein „witziger“ Roadmovie, in dem zwei völlig verschiedene Leutchen durch die USA fahren, natürlich mit dem Auto und auch noch von Kopfgeldjäger und Kriminellen verfolgt ist alles andere als eine brillante Idee. Dass sich die beiden dann „menschlich“ näher kommen und am Schluss die Moralkeule zuschlägt auch nicht.
Aber in Anbetracht der Einspielergebnisse in den USA scheint es dafür ein beträchtliches Publikum zu geben. Wie auch immer, ein guter Film sieht anders aus.4:10

Voll abgelockt Directed by Seth Gordon Produced by Scott Stuber Jason Bateman Pamela Abdy Screenplay by Craig Mazin Story by Craig Mazin Jerry Eeten Starring Jason Bateman Melissa McCarthy Music by Christopher Lennertz Cinematography Javier Aguirresarobe Editing by Peter Teschner Studio Relativity Media Bluegrass Films Distributed by Universal Pictures Release date(s) February 8, 2013 Running time 111 minutes[1] Country United States Language English Budget $35 million[2] Box office $146,511,000

13 thoughts on “LassKrachen”

  1. ja, überflüssig, das trifft es. Ich mag Jason Bateman irgendwie, der ist so Typ sympathischer Spießer, solche Leute braucht man auch im Kino. Kann ja nicht alles Ed Helms spielen…
    „Kill the Boss“ fand ich dann doch etwas besser, der war zwar teilweise in seinen Gags auch daneben, aber grundsätzlicher witziger. Und wir alle wollten schon mal unsere Bosse killen, insofern …

  2. Na den hätte ich mir auch nicht freiwillig angeguckt. :)) „Midnight Run“ ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme, aber der war ja vor allen Dingen durch das gute Drehbuch und einen großartigen De Niro und einen tollen Charles Grodin so gelungen. Ich weiß auch nicht, warum die McCarthy sich so verheizen lässt, ihre Rollen sind ja jetzt immer sehr ähnlich, der nächste Film mit Sandra Bullock steht ja auch schon in den Startlöchern. :no:

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