Hühnerkacke,StrahlungUndAsseln
OderEineUnseligeMischung

The Bay von Barry Levinson

the-bayChesapeake Bay ist ein beschauliches Fischerstädtchen in Maine, das inmitten seiner Festivitäten zum 4. Juli steckt, als die ersten Menschen erkranken. Doch so wirklich überraschend ist das Dilemma nicht denn ein Forscherpärchen hat bereits festgestellt, dass die Bay stark verunreinigt ist: zum einen durch die örtliche Hähnchenmästerei, die tonnenweise Fäkalien in die Bucht kippt und zum anderen durch radioaktive Verschmutzungen.
Eine unglückliche Kombination an Überdüngung und mutagenen Stoffen führt dann auch zu einer unerwünschten maritimen Bedrohung durch äußerst aggressive degenerierte Cymothoa exigua, einer parasitären Meerassel, der sich kaum einer in der Stadt entziehen kann.

Tja da hat die hoffentlich langsam auslaufende Found-Footage-Welle auch Barry Levinson erwischt, der sich mit Filmen wie Silent Movie, Young Sherlock Holmes oder Toys, um nur drei Beispiele zu nennen, unverrückbar in mein Herz gefilmt hat.
Aber was bietet  „The Bay“ nun?
An sich nicht viel Neues. Anhand von sogenanntem Found-Footage Material wird ein Ökothriller konstruiert, der Stück für Stück mal mehr und mal weniger spannend oder gruselig den Verlauf einer biologischen Katastrophe dokumentiert. Gewissenlose Unternehmer, die Hühnermist im Meer verklappen zusammen mit radioaktiven Ableitungen aus Atomkraftwerken führen zur Mutation eines Asselparasiten, der normalerweise nur Fische befällt. Leider vermehren sich die Viecher ganz beträchtlich und sind auch sehr hungrig und nicht wählerisch, dazu verändern sie ihre Fortpflanzungsgewohnheiten und Schwupps ist ein Fischerdörfchen einfach mal entwohnt. Nicht gut, vor allem wenn die Behörden den Deckel drauflassen und/oder nicht wissen wie damit umzugehen ist.
Wie man liest an sich ein ordentlicher Stoff für einen guten Tier- oder Parasitenhorrorfilm, den Levinson lieber ohne die Wackelkamera hätte drehen sollen. So ist „The Bay“ eine Mischung aus tollen Thrill und nervigem wir drehen unseren Segeltörngekrösel.
Zusammenfassend kein schlechter Film, der mit einem der besten Scores der letzten Jahre aufwarten kann, aber ein Levinson hätte nicht dem Trend folgen sollen, dann wäre er klasse gewesen.6:10

The Bay Directed by Barry Levinson Produced by Barry Levison Oren Peli Jason Blum Steven Schneider Screenplay by Michael Wallach Story by Barry Levinson Michael Wallach Starring Will Rogers Kristen Connolly Kether Donohue Frank Deal Stephen Nunken Christopher Denham Nansi Aluka Music by Marcelo Zarvos Cinematography Josh Nussbaum Editing by Aaron Yanes Studio Alliance Films IM Global Baltimore Pictures Hydraulx Entertainment Distributed by Roadside Attractions Lionsgate Release date(s) September 13, 2012 (Toronto International Film Festival) November 2, 2012 (United States) Running time 84 minutes Country United States Language English Box office $30,668

7 thoughts on “Hühnerkacke,StrahlungUndAsseln
OderEineUnseligeMischung”

  1. An die Musik kann ich mich gerade gar nicht mehr erinnern, aber ich weiß, direkt nach dem Film waren wir uns darüber einig. Aber sie ist weg aus meinem Kopf.

    Ich finde immerhin, dass die Dramaturgie hier gut war, der Film war tatsächlich nicht unspannend, was ich von vielen anderen Wackelkamerafoundfootage Sachen nicht sagen kann (CLOVERFIELD, ARRRGH).

  2. Ich erinnere mich an Dein Review, darum war ich auf das Schlimmste vorbereitet :))
    Es stimmt schon, wenn man die Wackelkamera nicht wirklich mag, ist er langweilig, aber die Story hat mir gefallen, ich mag Tierhorror in allen Varianten ja sehr gerne 😀
    Und klar im Kino ist das meist noch anders.

  3. Jetzt haste mich aber verwirrt…:)) nee ich habe nichts über den Film geschrieben. Ich wollte immer, der war dann aber zu schnell aus meinem Kopf. Ich hatte nur kommentiert, als Du die Filme, die Du Dir anschauen wolltest, gelistetet hast, dass der nichts ist. 🙂 Ja siehst Du, Tierhorror ist so gar nicht meins, finde ich eigentlich immer albern. Mit Ausnahme von „Jaws“ vielleicht. Ein anderer fällt mir gerade nicht ein. 🙂

SagWas!