Proleten,SchnapsUndGroßeTitten

The Crime von Nick Love

TheSweenyInhalt:
Raubein Jack Regan ist der Leiter der Sweenys, der Flying Squad des Scotland Yard. Zusammen mit Partner George Carter bildet er das Herz der Einheit, die kompromisslos gegen das Verbrechen vorgeht.
Ihre Erfolgsrate ist atemberaubend, nicht zuletzt aufgrund der guten Tipps von Regans Milieukumpel und Informanten Harry.
Doch ein Überfall auf einen Juwelier, bei dem eine Frau völlig ohne Grund hingerichtet wird, bringt die Squad auf die Spur eines serbischen Schwerkriminellen und einen Fall, an dem sich Regan fast die Zähne ausbeißt.

Fazit:
Manchmal sollte man beliebte Serien einfach ruhen lassen, besonders wenn ich sie mochte :-))
„The Sweeny“ lief hier zu Lande unter dem Titel „die Füchse“ und wer mochte die nicht? Dennis Watermann und John Thaw als gesetzlose Gesetzenhüter, die gerne alles kurz und klein hauten, tranken und keine Zeit für Ehefrauen hatten. Viel Action mit echten Außenaufnahmen, mitten im Leben, zumindestens dem der Siebziger in GB.
Mit „The Crime“ hat Nick Love (was für ein bescheuerter Name) weder der Serie, noch sich einen Gefallen getan.
Der von mir sonst sehr geschätzte Ray Winstone übernimmt hier die Rolle des Jack Regan und was soll ich sagen? Er ist so, so scheiße. Ich meine dicker zu werden ist völlig legitim, aber wie widerwärtig ist den seine Rolle nur angelegt? Mein Brechreiz kannte seine Grenze, aber dass so ein alter geiler versoffener Bock auch noch die flotteste Frau abkriegt, die natürlich und da spoiler ich gerne, denn es ist ja so offensichtlich vorbestimmt, dann auch den Löffel abgibt (man sie hatte wirklich Glück), ist doch lächerlich, aber man steckt ja nicht drinnen, im Hirn des Drehbuchautoren. Der schwankte dann auch zwischen Rammelszenen und extremen Gewaltausbrüchen, gerne mit vielen unschuldigen Opfern und als Ausgleich dann hippe Locations – Großraumbüros und Luxushotels. Aber klar, man muss seine Figuren ja irgendwie aufbauen…
Eigentlich passt das gesamte Konzept der Sweeny nicht mehr in die heutige Zeit, mutet ziemlich lächerlich an und wird vergebens mit supermodernem weißem Bürochic und iMacs aufgepimpt. Warum sich aber ein Damien Lewis als Flying Squad-Oberboss hergibt (okay, er ist der einzige smarte Part in diesem Mistfilm), ist mir ein Rätsel.
Positiv propagierte Gesetzlosigkeit, unkontrollierte Gewalt, archaische Stereotype und Weiber, die für Sex taugen, auch mal austeilen dürfen, dafür dann aber erschossen werden und einen demonstrativ zur Schau gestellten fetten, haarigen Wanst in Schiesser Unterhosen, entsprechen nicht meiner Vorstellung guter Unterhaltung. Dazu kommt noch die langweiligen Ex-Serbenkämpfer Kriminellen – ach nee, muss nicht sein, wirklich nicht.1:10

The Crime/The Sweeny Directed by Nick Love Produced by Allan Niblo Rupert Preston James Richardson Christopher Simon Felix Vossen Screenplay by Nick Love Story by Nick Love John Hodge Based on Characters by Ian Kennedy Martin Starring Ray Winstone Ben Drew Damian Lewis Hayley Atwell Steven Mackintosh Music by Lorne Balfe Cinematography Simon Dennis Editing by James Herbert Studio Vertigo Films Embargo Films Release date(s) September 12, 2012 Running time 112 minutes Country United Kingdom Language English Budget £2 million Box office £4,474,661

4 thoughts on “Proleten,SchnapsUndGroßeTitten”

  1. Von der Serie „The Sweeney“ oder „Die Füchse“ habe ich noch nie gehört. Wann lief die denn? „The Crime“ sagt mir gerade auch nichts. Ich gebe zu, das mich das auch rasend macht, wenn die Liebespaare so gar nicht zusammenpassen wollen. Hier alter Bock und flotteste Frau… :)) Geht gar nicht. Von Damian Lewis bin ich ja seit „Homeland“ absoluter Fan. Toller Typ.

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