DieGelegenheit

Easy Money von Daniel Espinosa

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Inhalt:
Der gutaussehende BWL Student Johan ‚JW‘ Westlund führt ein Doppelleben. Während er seinen Schicki-Micki Freunden vorgaukelt dazuzugehören, wohnt er tatsächlich in einer schäbigen Studentenbude, fährt zwischen den Vorlesungen Taxi und fälscht schon mal Designerhemden. Doch dann kommt JW große Chance „einfach“ viel Geld zu machen. Zu verdanken hat er das seinen wirklich guten Kenntnissen des Geldmarktes und dass sein Taxichef bei der albanischen Mafia arbeitet. So ergibt es sich, dass JW den gerade aus dem Knast geflohenen Jorge vor der serbischen Mafia retten soll und ehe er sich versieht in ein riesen Drogendeal hineinrutscht. Das Angebot für 2 Mio die Finanzen der Albaner zu regeln kann er nicht abschlagen. Leider gibt es immer zwei Seiten der Medaille und eigentlich kann man niemanden vertrauen, besonders nicht den eigenen Leuten. Aus gut wird böse und aus Gegener verbündete.

Fazit:
Interessant, hier nun der nicht minder actionlastige Vorgänger des für mich langweiligen „Safe House“ und ich muss sagen: er hat mir richtig gut gefallen. Zwar ist die Story nicht unbedingt innovativ, aber spannend präsentiert und irgendwie auch nicht unabwegig.
Was tun, wenn man schön in intelligent ist, sich gerne mit den reichen Jungs und Mädels rumtreibt, aber tatsächlich kaum das Geld zum überleben zusammenbekommt? Richtig, man ergreift die Gelegenheit beim Schopfe, wenn sie sich bietet. In diesem Fall kommt die in Form von JWs Boss vom Taxiladen daher. Der will, das er einen Typen vor ein paar Gangstern in Sicherheit bringt und bietet ihm dafür eine fünfstellige Summe. JW rettet Jorges Leben und versorgt ihn, der ist ihm sehr dankbar dafür. Doch Jorge ist kein unbeschriebenes Blatt, denn er macht groß in Drogen und ist vor wenigen Tagen aus dem Knast ausgebrochen. Doch Jorges Problem ist weniger die Poilzei, sondern mehr die Serben, die sehr gerne ein Stückchen, also eigentlich den ganzen Kuchen haben wollen. So steht JW auf einmal inmitten eines Bandenkrieges zwischen Albanern und Serben, die alle an viel Drogen und das große Geld wollen und während er sich einbildet bald das große Geld in Händen zu halten, wird er von allen mehr oder weniger aufs Glatteis geführt.

„Easy Money“ ist mehr als ein bloßer Actioner oder simpler Drogenthriller, geht es doch viel mehr um seine Protagonisten JW, den BWL Studenten, Jorge den Drogenhändler und entflohenen Sträfling und Mrado, die ausführende Hand des serbischen Paten. Espinosa zeigt, dass die drei trotz ihrer kriminellen und teilweisen mörderischen Zügen, wenn auch egoistische, aber dennoch Menschen sind, die selbst Familie haben, um die sie sich sorgen und die versuchen neben den gefährlichen Geschäften ein „normales“ Leben zu führen.
Die einzelnen Charaktere stehen im Vordergrund, trotzdem geht es flott und brutal zur Sache.
„Easy Money“ ist ein sehr gelungener Thriller und der erste Teil einer Trilogie, der für keinen der Hauptdarsteller so wirklich gut ausgeht.
Neben Joel Kinnaman überzeugen Dragomir Mrsic und Matias Padin Varela.
Meine Sehempfehlung.
8:10

Schweden 2010 – Originaltitel: Snabba Cash – Regie: Daniel Espinosa – Darsteller: Joel Kinnaman, Matias Padin Varela, Dragomir Mrsic, Lisa Henni, Mahmut Suvakci, Jones Danko, Lea Stojanov, Dejan Cukic, Miodrag Stojanovic – FSK: ab 16 – Länge: 124 min.

 

9 thoughts on “DieGelegenheit”

  1. Eigentlich mag ich sogenannte *Mafiafilme* nicht so sehr…ähneln sie sich doch immer irgendwie…allerdings hört sich dieser Film ganz gut an und der Hauptdarsteller scheint auf jeden Fall sehenswert zu sein;)

  2. Wie zum Schwiegersohn gemacht :))
    Aer Spaß beiseite, das waren schon gute Darsteller und wie erwähnt geht es weniger um Mafiastrukturen als um Egoismus und die drei Hauptdarsteller an sich. von daher schon etwas anderes.

  3. Salüüü!

    Hab grad drei Liebesfilme hintereinander geguckt.
    Das Sofakissen ist voller Tränen. Herrje!..;-D
    (Jetzt kann ich nachvollziehn, wie’s so den Weibchen geht..;-)

    Gruß aus der verheulten Stube!..;-))

  4. ja, ich fand den auch richtig gut. Vor allem auch wegen der tollen Darsteller. Joel Kinnaman wird es sicher leichter haben, in internationalen Produktionen aufzutauchen, aber auch von Dragomir Mrsic möchte ich echt gerne mehr sehen, den fand ich toll.

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