DieRuheVorDemSturm

Drive von Nicolas Winding Refn

Drive2011Inhalt:
The Driver ist der Profi für wenn’s mal schnell gehen soll. Er ist Fluchtwagenfahrer für zahlungskräftige Kunden. Nur fahren, in einem engen Zeitfenster und der Garantie seine Mieter ohne fragen sicher ans Ziel zu bringen.
Tagsüber arbeitet er bei seinem „Agenten“ Shannon in der Autowerkstatt und ist einer der besten Stuntfahrer Hollywoods.
Doch der Einzelgänger zieht in ein neues Appartement und begegnet dort Irene, die zur Zeit alleinerziehende Mutter ist, denn ihr Mann sitzt im Knast, aber so richtig fangen die Schwierigkeiten erst an, als ihr Mann Standart wieder auf freiem Fuss und in der finanziellen Bredouille ist. Ein missglückter Auftrag, bei dem der Driver für Irene hilft wird zum totalen Desaster.

Fazit:
Ich liebe Einzelgängerfilme, Ryan Gosling, Nicolas Winding Refn, coole Männer in schnellen Autos.
Gute Voraussetzungen um „Drive“ zu lieben und ich mag den Film auch.
Zugegeben, die Musik von Cliff Martinez trifft nicht jedermanns Geschmack, sehr elektronisch, ein bisschen alte Daft Punk, Ladytron, ich weiß nicht, aber ich persönlich fand es nicht so schlimm wie das sich im Sitz windende Etwas neben mir und Musik ist bekanntlich ein wichtiger Faktor im Film, also seit gefeit.
Ansonsten ist die moderne einsamer (krimineller) Wolf Geschichte für meinen Geschmack hervorragend umgesetzt.
Glasklare CloseUps, perfekt beleuchtete Szenen… Winding Refn spielt nicht nur mit der Langsamkeit; er baut seinen Antihelden behutsam auf, etabliert ihn als Sympathieträger, schockiert dann aber mit Gewaltausbrüchen. Blut, krachende Knochen, der Wahnsinn im Blick, niemand mit dem man sich anlegen mag – ein Mann, der sich in Slowmotion umdreht, seine Angebetete zärtlich in den Arm nimmt und küsst, um dann den Kontrahenten zu Brei zu schlagen.
The Driver ist ein Mann mit Prinzipien, das ist klar, aber auf den Schlamassel, in den er da gerutscht ist hat er so gar keinen Bock, will einfach nur aus der Sache raus, konsequent und einsam…
Der Film ist ästhetisch, cool, langsam und schnell zugleich. Ryan Gosling ist so unaufgeregt abgebrüht wie seinerzeit Steve McQueen in Bullit – keiner macht sich dieser Tage so gut hinterm Lenkrad wie er.
Ryan Gosling ist großartig, Carey Mulligan hat süße Grübchen und ein tolles Lächeln, Bryan Cranston berührt und Albert Brooks kann, wenn er will.
Für mich, trotz grenzwertigen Soundtrack und spannungsreicher Diskrepanzen in der Partnerbewertung das erste Highlight des Jahres.
10 rabbit_animal_pink_smile

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p>USA 2011 – Regie: Nicolas Winding Refn – Darsteller: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston, Albert Brooks, Oscar Isaac, Ron Perlman, Christina Hendricks, Tina Huang, Joe Pingue, Cesar Garcia – FSK: keine Jugendfreigabe – Länge: 101 min.

12 thoughts on “DieRuheVorDemSturm”

  1. Verdammt!!! Warum habt ihr den nur alle schon gesehen??? Aber 10 Punkte!!! Nice! Freut mich ja sehr. Jetzt bin ich noch mehr auf Donnerstag gespannt. Das Wochenende hat sowieso ziemlich viel auf einmal zu bieten: Drive, The Artist, The Descendants. Wird wohl ein teures Kinowochenende 😉

  2. Filmstarts hatte doch eine Preview Party – haben auf Facebook und ihrer Seite mächtig die Werbetrommel gerührt 🙂
    Nun, wie gesagt im Kino selbst hatte ich den Eindruck, dass er nicht bei allen so gut ankam, aber das besonders bei denen, die Winding Refn Filme nicht kannten.
    Tja da hast Du viel zu tun 😀

  3. Wow 10 Punkte. Trotz des, ja – wie gesagt – auch für mich Folter-Soundtracks ein wirklich gelungener zu empfehlender Film mit einem immer wieder tollen Ryan Gosling. Ich werde ihn mir bald nochmal auf DVD angucken und versuchen, die Musik zu vergessen. 🙂

  4. Von wegen „grenzwertiger Soundtrack“ (wüst die Faust in deine Richtung schüttel… 😉 ).
    Ich war gerade im Kino und bin mir noch nicht recht sicher. Sicherlich ein toller Film, aber irgendwie habe ich das Gefühl, als hätte etwas gefehlt… Hm. Ich melde mich morgen vlt noch mal, muss denken ;D

  5. das grenzwertig steht nicht für meinen persönlichen Geschmack, ich fands ganz gut anhörbar, aber ein Gros der Angucker mochte die Musik überhaupt nicht und so sind alle vorgewarnt, dass es nicht jedermanns Geschmack ist :>>

  6. Bei mir im Kino haben sie über die rosa Schrift im Vorspann gelacht – man sollte halt vorher wissen, worauf man sich einlässt.
    Ich habe ja nachgedacht (höhö) und irgendwie war ein Manko, dass man nicht wirklich überrascht wurde. Alles super cool gefilmt und gespielt, doch das „Uija“ oder „Aha“ hat ein wenig gefehlt. Ansonsten habe ich nichts zu meckern. Kaufe ich mir bestimmt 🙂

  7. Ah, dem Herrn sei Dank!! xD Ich würd ja sonst total an meiner Menschenkenntnis zweifeln, hätte dir der schöne 80er-Soundtrack nicht gefallen. Der hat aus meiner Sicht eine perfekte Retro-Einheit mit den Bildern ergeben. Im Grunde eine einfache Story, aber wie sie der Film erzählt hat, Wahnsinn! Kann verstehen, dass der Regisseur dafür Auszeichnungen bekommen hat… Und deftig genug war’s an einigen Stellen auch, um (rein theoretisch) auf dem FFF gezeigt zu werden ;D.

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