BlutIstDickerAls…ähWasser

Ronal Der Barbar von Kresten Vestbjerg, AndersenThorbjørn Christoffersen, Philip Einstein Lipski

RonalTheBarbarianInhalt:
Als ziemlich zu Begin der Zeit, der Held Kron das dämonische Monster Zar besiegte, dabei aber leider seine eigenes Leben hingab, tranken eine handvoll MenschenKrons Blut und wurden zu den kräftigen und stattlichen Barbaren, die bis heute Anabolien dominieren. Auch Ronal gehört zu diesem gefürchteten und verehrten Stamm. Leider bekam sein Vorfahr nur noch den letzten Tropfen Krons Blut zu fassen und so unterscheidet sich diese Blutlinie zumindesten rein optisch sehr von seiner restlichen „Familie“.
Nichtsdestotrotz muss ausgerechnet Ronal seine Barbaren befreien, denn ein neuer Bösewicht namens Volcazar hat sie gefangen nehmen lassen um Zar wiederzuerwecken.
Keine leichte Aufgabe für einen sagen wir nett: Hämpfling. Wenigstens hat der Junge Verstand und gewinnt die holde Schildmaid Zandra für seine Mission – wenigstens eine, die Kämpfen kann…

Fazit:
Ich muss zugeben, dass ich erst einmal ziemlich vor den Kopf geschlagen war, als ich die deutschen Dialoge hörte. Für mich ist die Synchro nur noch von Tom Gerhardt zu unterbieten. Was eine Schande, denn an sich ist Ronal der Barbar nicht nur eine gelungene Persiflage auf den Headbanger der 80iger Jahre an und für sich, sondern nimmt auch die seinerzeit beliebten Fantasystreifen wie Conan und Red Sonja aus Korn. Und weil das hier eine dänische Produktion ist, wird ein heimischer Superstar wie Brigitte Nielsen nicht nur als Figur gehuldigt, sondern spricht sie im Original auch noch, was wieder zeigt wie viel Humor die Frau hat.
Die Geschichte Ronals ist simpel: er ist aufgrund einer kleinen Erbpanne der Spargeltarzan unter dem Barbarenclan, dafür aber recht intelligent, was ihm jedoch bislang nicht viel nutzte. Als der böse dämonische Volcazar das Dorf überfällt und die Barbaren gefangen nimmt, wird Ronal eben mal nicht als Barbar erkannt und zurückgeassen. Doch Volcazar benötigt alle des Clans um den Dämonen Zar zu reaktivieren. Nachdem der sterbende Gundar Ronal das Verstsprechen abgenommen hat die anderen zu befreien, bricht der mit einem Bardenlehrling auf, Volcazar zu vernichten. Keine leichte Aufgabe, denn der hat einen unzerstörbaren Schutzpanzer, der nur mit dem echten Schwert Krons zu durchdringen ist.
Tja und dann trifft der gute Ronal noch eine tapfere Schildmaid, die sich dem verspricht, der sie besiegt, auf einen Elben, der sie in den Elbenturm bringt (ganz witzige HDR Anspielung), eine Horde Amazonen, die allesamt nicht helle sind, aber sexy und ziemlich scharf auf Ronal und seine Bardenbegleitung und so weiter und so fort. Und dann ist da noch Volcazar der Bösewicht. Er trägt nicht nur schwarz und Maske und sieht irgendwie aus wie Darth Vader, nein er spricht und lacht auch so.
Ansonsten macht Ronal der Barbar optisch nicht allzu viel her. Wäre man beim Zeichentrick geblieben, denn die Zeichnungen zum Film sind klasse, wäre die Sachen wesentlich ansprechender gewesen. So sehen wir sehr glatte wie nicht ganz durchgerenderte Oberflächen ohne viel Detail, was alles etwas gummiartig und billig aussehen lässt, also handwerklich nicht so großartig. Die Macher setzten hier ganz klar auf ihr Achtziger Revival und diesen rustikalen Humor zwischen Boobs und Balls.
Für Kinder ist der Streifen nicht geeignet, denn da fehlt mit Sicherheit viel Hintergrundwissen, um den besonderen Witz der Dänen zu verstehen.
Eigentlich ein Film, den ich in deutscher Synchronisation glatt durchrutschen hätte lassen, aber das letzte Drittel und ein wirklich spaßiger Abspann, haben mich milde gestimmt und lassen mich auch noch nach über einer Woche rückblickend wohlwollend schmunzelnd zurückdenken. Von daher …
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Dänemark 2011 – Originaltitel: Ronal barbaren –Regie: Thorbjørn Christoffersen, Kresten Vestbjerg Andersen, Philip Einstein Lipski – Darsteller:Animationsfilm – FSK: ab 12 – Länge: 86 min.

8 thoughts on “BlutIstDickerAls…ähWasser”

  1. Ja, die Optik ist nicht das Gelbe vom Ei und der Film an sich ist irgendwie auch verdammt hohl.
    Die Synchro hat mich komischerweise nicht gestört, da hab ich wohl vor lauter Cochones gar nicht richtig hingehört.

    Ich finde Ronal aber trotzdem toll, grad weil er so doof ist 🙂

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