EinBauerAufErfolgskurs

Krieg der Götter – Immortals von Tarsem Singh

Krieg-der-GötterInhalt:
König Hyperion ist ein ganz böser. Vergrämt durch das dahinscheiden von Frau und Kindern hat er den Glauben an die Götter verloren und sinnt nach Rache, aber auch sonst ist er ein eher einnehmender Charakter. Um den Göttern zu zeigen wo der Hammer hängt macht er sich mit seinem marodierenden Truppen auf ins Helenenland alles tötend was ihnen im Weg ist, suchend nach dem Bogen des Ares. Dieser göttlliche Bogen hat unbeschreibliche Kräfte und Hyperion hat vor mit ihm die Titanen im Berg Tartaros zu befreien, damit sie die verhassten Göttern den Garaus machen.
Sibylle Phaedra sieht was kommt und auch Zeus ist wenig begeistert was da auf der Erde los ist, kann er doch nicht, per Gesetzt beschlossen, den Menschen helfen. Zum Glück hat er vorgesorgt und hat dem unehelichen Bauernjungen Theseus ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg gegeben, natürlich nicht als Gott, sondern in seiner menschlichen Gestalt.
Als dann noch Hyperion persönlich Theseus Stadt einnimmt und seine Mutter tötet, kann den braven Mann nichts mehr halten und er zieht in den Krieg gegen den Despoten.

Fazit:
Tja und da schwanden alle Hoffnungen einen dritten guten Tarsem Singh im Kino zu sehen bereits nach wenigen Minuten und es wurde mir klar: was Du hier sieht ist Mördertrash auf ganz hohem Hochglanzniveau.
Du meine Güte, was war das denn? Wer hat Tarsem da auf den Hinterkopf geschlagen?
Ich weiß gar nicht wo das Manko von „Krieg der Götter“ beginnt, vielleicht bei den Darstellern.
Nun muss man keine bekannte Top Besetzung aufbieten um einen guten Film zu machen, aber wen sie Herrn Singh da angedreht haben schlug dem Fass zeitweise schon den Boden aus. Gut, Mickey Rourke ist selbstverständlich unantastbar, auch wenn er den Hyperion mehr im Schlaf als sonstewas spielt, auch über Luke, ja ich will ein Baby von Dir, aber ziehe bitte die goldenen Klamotten aus, Evans will ich mal nichts sagen, aber Isabelle Lucas als Athene? Hallo, ist jemand zu Hause? Die Frau war doch schon die schlimmste Stelle in Tranformers3 und taugt allenfalls als böse Zicke in einem drittklassigen HighSchool Film. Puh, das war ein Tiefschlag, so tief, dass ich etwas wohlwollender über Henry Cavill herziehen muss. Also nee, obwohl die bauernjungenhafte Einfältigkeit brachte er schon rüber, was es mir schwer machte zu glauben, dass ihm nur ein Krieger folgen würde…
Apropos Bauer – inhaltlich war das schon ne Zumutung was da erzählt wurde oder stehe ich da alleine? Nun bin ich ja nicht die Tiefgründige und eigentlich kann ich auch ganz gut über eine nicht vorhandene Handllung hinwegsehen, aber dafür war Evans einfach zu wenig im Bild und dann stieß mir schon auf was Theseus in einer Klippenstadt so herumbauert. Pflanzte er Steine an oder was macht man da so am steilen Steilhang? Und für eine geächtete „Familie“ hatten sie aber wirklich ein Haus in exponierter Lage zum einzigen zentralen Platz hin und im Erdgeschoss…
Aber nun noch mal für Doofe. Was erzählte man uns denn da?
Theseus, hier unehelicher Sohn einer geschändeten und ausgegrenzten Frau, wird zu Muskelprotz, weil er dank Zeus‘ wohlwollender Hilfe Stöckchen an einen toten Baum schlägt. Dann sieht die Sibylle gar Böses, nämlich Hyperion mit dem Aresbogen wie er die Titanen befreit. Derweil fällt Hyperion über Griechenland her, weil er Macht will, aber auch weil er sauer auf die Götter ist, die nicht verhinderten, dass seine Frau und die Kinder an einer Seuche starben. Immerhin hat er noch so viel Glauben, dass er von der Geschichte vom Bogen des Ares überzeugt ist und diesen sucht. Athene ist besorgt, aber Papa Zeus sagt ihr und seinen anderen Göttern, dass sie mal schön zugucken sollen, er hat Theseus alles Wichtige mit auf den Weg gegeben und das wird schon. Natürlich wird es nicht und dann greift heimlich erst Poseidon und dann noch ich weiß nicht wer ein. Papa Zeus ist sauer, aber unten wütet Hyperion immer weiter und greift sich die Sibyllen, aber Phaedra entkommt und macht sich an Theseus ran. Der findet prompt den Aresbogen, lässt ihn sich aber eins fix drei wieder abjagen und so fällt der in die Hände Hyperions. Die Kacke ist am Dampfen, aber Theseus, nun mit heißer Braut an der Backe, kann die ca. 300, gefühlt eher 100 Helenenkrieger motivieren gegen Hyperions Superheer mit geschätz 100 Mal mehr Kriegern, nicht weniger motiviert, zu kämpfen. Hyperion selbst interessiert das nicht, denn er hat den Bogen, sprengt das Tor, bringt den König der anderen um, befreit die Titanen und endlich können sich Zeus und seine Kinder in Gold einhüllen und auf die Erde kommen. Dann geht’s richtig zur Sache. Viel SlowMotion und noch mehr Blut, womit wir zum unappetitlichen Teil des Abends kommen. Na ja, ich mochte das schon, aber hier mussten dann doch einige der echt hartgesottenen Potsdamer mal aufs Töpfchen, denn die Köpfe zerbarsten in Zeitlupe, das Blut spritzte gefühlt eine halbe Stunde und ich könnte schwören ich hatte Gehirnmasse an der Wange. Hui. Wenigstens hat es die Lucas nicht geschafft (Ich habe gehört, dass Titanen nicht auf rosa Lippenstift stehen.).
Das war dann auch der Part, der wenn auch mit zu viel Edelmetall am meisten an „300“ erinnerte, die so viel angesprochene Verbindung, was aber eigentlich Quatsch war. 
So richtig Tarsem Singh war der Film nur an einer Stelle, die wirklich wirklich superschön war, nämlich als die gefangenen Sibyllen aus ihrem Gefängnis kamen und auf Theseus und die anderen Gefangenen trafen. Die Kostüme waren der Hammer und wäre ich da nicht umsonst rein, hätte ich dafür glatt ne Mark in die Kaffeekasse geworfen (oh wie herrlich sinnfrei das).
So das war mal kurz und knapp mein Brainstorming zu diesem Streifen. Punktemäßig weiß ich nicht so recht – er hat seine Momente ist aber eigentlich nur ne 4 mit dem rote-Abaya-Bonus dann 5.
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Empfehlen kann ich den Film nicht wirklich, denn im Kino ist er gefühlt 6 Stunden lang und für zu Hause auf dem Fernseher… na ja.

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p>USA 2011 – Originaltitel: Immortals – Regie: Tarsem Singh – Darsteller: Henry Cavill, Stephen Dorff, Isabel Lucas, Freida Pinto, Luke Evans, Kellan Lutz, John Hurt, Mickey Rourke, Joseph Morgan, Robert Maillet, Corey Sevier – FSK: ab 16 – Länge: 110 min.

20 thoughts on “EinBauerAufErfolgskurs”

  1. Der Film war wirklich schlecht. Meine Empfehlung ist ja immer noch, sich in Ruhe „The Fall“ und danach „300“ anzuschauen. Im Kopfkino kann man sich dann anschließend ausmalen, wie „Krieg der Götter“ hätte sein können.

    Und wenn ich mir so den Trailer zu Singhs Schneewittchen-Verfilmung anschaue, dann glaube ich fast, dass „The Fall“ sein einzig wirklich guter Film bleiben wird.

  2. hahaha, bei der überschrift denkt man irgendwie eher an bauer sucht frau.
    gut, ich fand den film nicht so schlimm und hab ihn im geiste immer mit kampf der titanen verglichen. und den fand ich weit schlimmer, weshalb meine bewertung für tarsem singhs götterfilm vermutlich auch einen tick besser geraten ist, mit zwei (drei?) wochen abstand würde ich jetzt einen punkt weniger vergeben, aber ich darf ja meine einträge nicht ändern, sonst schimpft ihr mich wieder aus *lach*.

  3. Tja.
    Empfehle zum Ausgleich:
    Miss Marple: 16:50 ab Paddington..;-D

    Hast Du eigentlich „After Life“ (2009) gesehn?
    Den find ich klasse. Zum Schluß grübelt und grübelt man.
    Hat er, oder hat er nicht… (Gut, die Ricci törnt mich auch an..;-))
    Sehenswerter Film.

  4. Okay! Ich hatte vergessen, dass eine Filmminute
    mindestens 1000 Schnitte haben sollte, um dir genehm
    zu sein. Es muss flirren und flimmern..;-D
    Was meinst jetzt. Hat er die Leute quasi lebendig bestattet
    oder nicht? Bitte um Antwort!..;-)

  5. Ganz ehrlich – am Schluss des Filmes war es für mich völlig klar, allerdings ist das ne Weile her und ich habe es echt vergessen. Auch unsere morgendliche Diskussionsrunde hat mich nicht weitergebracht, also muss ich wohl noch mal reinschauen. :-))
    Mach ich auch. Ist aber auf ner externen

  6. Ohhh, da ist ja Jemand wütend. :)) Ich stand letztens vor dem Kino, war aber so müde, dass ich es dann doch gelassen habe. Das Thema ist eh nicht so meins, mir ging es nur um Tarsem. Gut, dass ich nicht in den Film gegangen bin, dann werde ich den mal lieber ganz stecken lassen.

  7. Wütend ist zu viel gesagt, ich fand es teilweise peinlich und insgesamt sehr schade, dass er so in die Hose gegangen ist.
    Er lohnt auf keinen Fall. Ich kann nur jedem raten Tarsem mit „the Fall“ gut in Erinnerung zu behalten :))

  8. Neuer Anlauf: ich hab eben nach etwa 40 Minuten ausgeschaltet.mdas war schon sehr starker Tobak, sowas absolut konzept- und hirnloses gabs schon lange nicht mehr. Der bekommt von mir echt höchstens 2, also für den Teil den ich gesehen habe 🙄

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