DieGrimmigeAnfängerin

Roller Girl von Drew Barrymore

Roller GirlInhalt:
Bliss ist anders, das ist mal klar, auch wenn sie brav an jedem Schönheitswettberwerb teilnimmt, den ihr ihre Mutter aufdrückt, sieht sie sich selbst am liebsten in einem Traum aus Schwarz und Schnürstiefeln und hört die Ramones.
Doch ein Shoppingausflug nach Austin, bringt für die 17jährige die Wende, endlich weiß Bliss was sie will: Roller Girl werden!
Heimlich geht sie zum „Schnuppertraining“, macht als schnellste die Runde und wird genommen!
Natürlich muss der Teenager dafür etwas schwindeln, denn eigentlich müsste sie als Rollergirl 21 sein und für die Eltern besucht sie einen Abendkurs, aber was tut man nicht alles für seinen großen Traum.

Fazit:
Bereits 2009 drehte Drew Barrymore ihr Regiedebut „Whip It!“ („Roller Girl“) nach dem Buch „Derby Girl“ von Shauna Cross, die auch das Drehbuch zum Film schrieb.
„Roller Girl“ ist nun bei weitem kein Meisterwerk, ziemlich familienfreundllich und vorhersehbar, dennoch verbirgt sich unter dem ganzen weichgespülten Mainstream eine durchaus entzückende Coming-Of-Age Geschichte für Mädchen, die sich emanzipieren und wie auch schon in „Kick It Like Beckham“ ihr Ding durchziehen.
In diesem Fall ist es die 17jährige Bliss, die der Mutter zu Liebe an etlichen Schönheitswettbewerben teilnimmt, aber eigentlich in eine ganz andere Richtung schlägt. So ist sie auch sofort Feuer und Flamme, als sie die skatenden Mädels auf der Rollerbahn sieht, die sich aus dem Rund schmeißen und sich auch mal die Nase brechen. Ein harter Vollkontaktsport für Frauen mit Eiern nicht für Mäuse und selten für Männer. Und mit Talent beseelt, wird sie in ein Team aufgenommen und arbeitet sich als zarter Blitz durch die Riege der gestandenen Frauen.
Man mag meinen, dass die im Gegensatz zu den anderen deutlich zierlichere Ellen Page für diese Rolle irgendwie fehlbesetzt wäre, ist sie aber letztendlich nicht, schließlich geht es darum erwachsen zu werden, etwas in seinen Traum zu investieren, sei es noch so schmerzhaft und mühselig. Aus Bliss als Babe Ruthless wird nicht nur ein erfolgreiches Roller Girl, sondern sie lässt sich auch von ihrer ersten großen Liebe nicht „verarschen“. Ellen Page ist dafür ideal, weil sie so den Normalo unter den „Superfrauen“ verkörpert, aber eigentlich hat Drew Barrymore ein irres Ensemble um sich versammelt, dass mit so viel Spaß bei der Sache ist, dass das alle Schwächen und auch die etwas zähe Inszenierung voll aufwiegt.
Angefangen bei meiner persönlichen Heldin Zoe Bell, sehen wir Juliette Lewis als Babe Ruthless direkte Konkurrentin Dinah Might, Kristin Wiig mit Tiger Tattoo als Malice in Wonderland, Marcia Gay Harden als Bliss Mom und viele andere bis hin zu Drew selbst in der Rolle der Smashley Simpson, so wie wir sie lieben: grell geschminkt, mit ausgestreckter Zunge, für jedes Foul zu haben und darum ständig disqualifiziert. Ja die Mädels und Jungen sind mit Herz dabei und in den Rollerderbyszenen sieht man zwar auch gelegentlich Stuntdamen, jedoch geben sich überwiegend die Schauspielerinnen redlich Mühe selbst über die Runden zu kommen und scheuen keinen Sturz.
Insgesamt hat „Roller Girl“ zwar inszenatorische Schwächen, lehnt sich dennoch an die netten amerikanischen College- und Highschoolfilme der Achtziger an und bietet uns eine tolle MädchenWirdErwachsenGeschichte so wie ich sie mag. Dazu gibt es einen guten Soundtrack und ein tolles Ensemble.7_rabbit_animal_pink_cute

USA 2009 – Originaltitel: Whip It – Regie: Drew Barrymore – Darsteller: Ellen Page, Landon Pigg, Marcia Gay Harden, Kristen Wiig, Juliette Lewis, Jimmy Fallon, Alia Shawkat, Zoë Bell, Ari Graynor, Eulala Scheel – FSK: ab 12 – Länge: 110 min.

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