FreundinnenVerrat

„Die Hamptons sind wie ein Zombiefilm unter der Regie von Ralph Lauren“
John Krasinski als Ethan in Fremd Fischen

Fremd Fischen von Luke Greenfield

Fremd FischenInhalt:
Rachel müsste eigentlich glücklich sein.
Sie ist erfolgreiche Anwältin, hat eine schöne Wohnung und liebe Freunde. Leider hat Rachel auch zeitlebens ein Problem, besonders mit ihrer besten Freundin Darcy. Während die nämlich offen und draufgängerisch ist, steckt Rachel immer zurück und sagt nie was sie wirklich will. So kam es auch vor sechs Jahren zu der dramatischen Entscheidung von Rachels Unischwarm Dex mit Darcy zusammenzukommen.
Als Rachel mit Dex auf ihren 30. Geburtstag noch einen Absacker trinken geht, passiert es: die beiden landen im Bett und Rachel macht sich schwere Vorwürfe.
Ehe sich die beiden versehen, rutschen sie in eine „verhängnisvolle Affäre“ und das kurz vor der Hochzeit von Dex und Darcy!

Fazit:
Ich will gar nicht abstreiten, dass „Fremd Fischen“ viele lustige Momente hatte. Ja ich habe viel gelacht.
Das lag nicht zuletzt an reichlich Situationskomik, geschickten Anspielungen und John Krasinski.
Doch machen wir uns nichts vor „Fremd Fischen“ ist eine Liebeskomödie nach Schema F, die keinerlei Überraschungen birgt und dazu noch recht scheinheilig rechtfertigt, dass es ganz in Ordnung ist, wenn man seine beste Freundin über den Tisch zieht, sprich ihr den Mann auspannt, weil man sechs Jahre vorher einfach zu blöd war seine Gefühle offen zu legen und die Einfachheit des männlichen Denkens unterschätzt hatte und seine große Liebe einfach und freiwllig an besagte beste Freundin verschenkt hat.
Bestärken lässt sich die Protagonistin durch ihren besten Freund, der n a t ü r l i c h in sie verliebt ist, aber dafür auch ganz lustig ist.
Das Dex, also der Typ, um den sich hier alles dreht, ein echter Rohrkrepierer ist, aber gut, soll sie mit ihm  glücklich werden, davon brauchen wir gar nicht erst anfangen.
Greenfield lässt die beste Freundin, großartig Kate Hudson, auch zu keinem Zeitpunkt Sympathiepunkte sammeln. Sie trinkt vie zu viel, ist beschränkt gebildet, dafür aber recht redegewand, kann die Menschen um den Finger wickeln und versteht es zu jeder Zeit im Mittelpunkt zu stehen und ne Party zu schmeißen. Unvorstellbar, dass sie schlecht sein kann, warum wäre Rachel sonst so lange mit ihr befreundet? Aber trotzdem wird hier ein Feindbild aufgebaut, um Rachels falsches Handel als gut und richtig hinzustellen. Um dem Ganzen noch das Sahnehäubchen aufzusetzen, wird Darcy dann noch eine Affäre in die Rolle geschrieben – und das ist ja nun wirklich ein Grund, dass Rachel und Dex richtig gehandelt haben?!?! Hallo?
Also nein, so eine Freundin wie Rachel hätte ich nicht gerne und einen wie Dex auch nicht.
So haben wir zwischen guten Witzen und entspannten Lachern immer wieder diese dröge Geschichte, die auch durch viel zu ausgedehnte Schmachtmomente und wässrige Augen Szenen ausgebremst wird und einfach unmutig auf ein bedenkliches Happy End hinausläuft.5_rabbit_animal_pink_murder
Na ja am Schluss sind alle glücklich und ich hatte wenigstens einen schönen Abend mit Frau Flinkwert und einem kühlen Bier 😀

USA 2011 – Originaltitel: Something Borrowed – Regie: Luke Greenfield – Darsteller: Ginnifer Goodwin, Kate Hudson, Colin Egglesfield, John Krasinski, Ashley Williams, Steve Howey, Peyton List, Shirley Dluginski – FSK: ab 12 – Länge: 108 min.

7 thoughts on “FreundinnenVerrat”

  1. Oh du warst schon fleißig. Ich war gestern viel zu sehr mit meinem neuen HTC beschäftigt, mit dem ich auch gerade schreibe (bin voll der angeber). Mal sehen heute Abend schreib ich was, bei mir wird der film etwas besser abschneiden. Liegt wohl an Krasinski *lach*. Ach, ich fand den wirklich ganz okay.

  2. ja mit so einem mackerhandy mit ca 2kg eigengewicht fällt man schon auf, darum sollte man das beherrschen :)) *scherz*
    er hatte druchaus gute phasen, ich habe ja auch viel gelacht, aber die story und die kernaussage fand ich einfach blöd und wie gesagt diese ruhephasen

  3. Ich habe mich anfangs gewundert, was dieser Film hier macht. Aber der letzte Satz hat dann alles geregelt – so von wegen netter Abend und Bier 😉 Anders würde man mich wohl auch nicht in so einen Film kriegen. Allein der Trailer hat mich nach dem zweiten Mal schauen schon tierisch genervt…

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