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Volle Kraft Zurück von Rob Grant

vollekraftzurückInhalt:
Dave Lister hat es endlich geschafft, zur Erde zurückzukehren. Seine Odyssee an Bord des Riesenraumschiffs Roter Zwerg ist beendet. Allerdings bewegt Dave sich durch einen winzigen Rechenfehler – so winzig, dass der Bordcomputer ihn für verzeihlich hält – rückwärts durch die Zeit. Und während er immer jünger wird und sich ganz im Bann seiner pubertierenden Hormone befindet, machen sich ein Toter und das eitelste Wesen des ganzen Universums bereit, ihren zunehmend unausstehlichen Freund zu retten.

Fazit:
Nach „Roter Zwerg“ und „Besser Als Das Leben“ kam Ende letzten Jahres nun endlich der dritte (eigentlich der vierte) Teil der auf der BBC TV-Serie „Red Dwarf“ basierenden Geschichte des letzten Menschen unseres bekannten Universums auf den Markt. Im Unterschied zu den Vorgängern ist das dritte Buch nur von Rob Grant geschrieben worden. Vielleicht liegt es daran oder aber es war die erschreckend verwirrende Komplexität  der Geschichte, ich wurde nur schwer warm mit dem Buch.
Die Story beginnt plötzlich wieder auf unserem schönen Planeten. Lister hat es geschafft  auf die blaue Kugel zurückzukehren. Doch natürlich geht im Zusammenhang mit dem roten Zwerg nichts reibungslos und so machte Holly einen für ihn unbedeutenden, für die anderen jedoch entscheidenden Rechenfehler, der die Zeit für unser Dreamteam auf der Erde rückwärts laufen lässt, während sie trotz allem vorwärts denken. Tja, das ist ganz schon kompliziert und zuweilen auch recht unappetitlich, wenn man sich vorweg schon mal ein paar Gedanken zu dem Thema machen möchte…
…und birgt natürlich auch echte Logikfehler. Aber gut man kann sich hineinlesen. Im nächsten Kapitel wird es dann noch etwas verwirrender, denn wir befinden uns in einem Paralleluniversum, in dem Rimmer nicht die Holographie eines toten und totalen Versagers ist, sondern ein erfolgreicher und sehr beliebter Comander und Testpilot, der einen neuen Antrieb ausprobieren darf, der eigentlich die Lichtgeschwindigkeit erreichen sollte, dann aber doch nur in ein Paralleluniversum fliegt und damit die Theorie beweist, dass es für jede Entscheidung im Leben auch eine andere gegeben hätte und mit ihr ein anderes Ich in einem anderen Universum…
Und damit nicht genug.
In einem weiteren Erzählstrang lernen wir die Agonoiden kennen: Kampfandroiden ohne Gewissen, die von den Menschen erschaffen wurden für sie Kriege zu führen, die aber irgendwann beschlossen haben, dass sie der Menschheit den Garaus machen, da dies viel mehr Spaß macht und sie einfach gerne Quälen und Abschlachten und die verbliebenen Agonoiden nun, sausen durchs Universum auf der Suche nach dem letzten Menschen und der letzten Chance auf ein bisschen Folterspaß.
Ach ja, natürlich haben wir auch noch eine waschechte Westerngeschichte drin, die ist allerdings nur die Schutzfunktion eines Computers gegen ein Virus, aber mehr will ich wirklich nicht verraten.
Insgesamt ist „Volle Kraft Zurück“ wesentlich schwieriger zu folgen als seinen Vorgängern, nichtsdestotrotz ist es eine gute Geschichte mit tollen Denkansätzen und wieder jeder Menge Spaß.
Sehr gut, aber nicht ganz so gut  wie die ersten beiden Bände.
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p> Volle Kraft zurück!  Roman Originaltitel: Backwards Originalverlag: Penguin Books, London 1996 Aus dem Englischen von Wolfgang Thon DEUTSCHE ERSTAUSGABE Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten 12,5 x 18,3 cm ISBN: 978-3-442-26695-1 Verlag: Blanvalet

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