DamenhascheeKoreanStyle

I Saw The Devil von Ji- Woon Kim

i_saw_the_devilInhalt:
Polizeiagent Kim Soo-hyeon stürzt in tiefe Trauer als seine Verlobte Joo-yeon nach einer Autopanne verschwindet und dann verstümmelt aufgefunden wird. Doch Soo-hyeon belässt es nicht dabei, sondern lässt sich vom Schwiegervater und Exbulle in spe die Polizeiakten einschlägig Vorbestrafter und Verdächtiger geben, nimmt zwei Wochen frei und macht sich auf die Suche nach dem Mörder und Vergewaltiger seiner Joo-yeon.
Im Gegensatz zu den normalen Ermittlern der Polizei, findet Soo-huyn seinen vermeintlichen Täter ziemlich schnell. Doch anstatt ihn festzunehmen und den Behörden zu übergeben, schlägt er ihn brutal zusammen und lässt ihn laufen. Kurze Zeit später, der Serienkiller hat gerade sein nächstes Opfer beim Wickel, geht Soo-hyeon wieder dazwischen, verprügelt ihn noch mehr und lässt ihn wiederum ziehen. Der Killer soll unermessliche leiden. Jedoch unterschätzt Soo-hyeon seinen Gegner, denn der durchschaut dessen Pläne und so nimmt ein brutales Katz- und Mausspiel seinen Lauf, währenddessen die Grenzen von Gut und Böse verschwimmen, sich Jäger und Gejagter kaum noch von einander unterscheiden.

Fazit:
„i Saw The Devil“ ist für mich eine große Überraschung, bin ich weder ein Kenner noch ein Liebhaber des asiatischen Films (abgesehen von meinen Leib- und Magen Wuxia Streifen).
Ji-Woon Kim drehte diese durch und durch fiese Geschichte über einen Serienvergewaltiger und Frauenmetzler ohne Gewissen und seinen Richter in doch sehr gefälligen Bildern. Obwohl ungehemmt aufeinander eingedroschen wird, Knochen knacksen und Frauen schlimmstens massakriert werden, muss man dem Streifen eine gewisse Ästhetik zusprechen, optisch wie darstellerisch nicht zuletzt auch aufgrund seiner guten Darsteller.
Min-sik Choi als Psychopath, der seine kranken Bedürfnisse stillt, so natürlich als gehe er ein Pfund Butter kaufen, ist zutiefst beängstigend und überzeugend. Herz- und gewissenlos entführt und überfällt er seine Opfer, um sie zu vergewaltigen und dann wie sebstverständlich in Stücke zu teilen. Seltsamerweise scheint er seine Taten als völlig normal anzusehen, während ihm die Abarten anderer sehr wohl aufstoßen, jedoch ohne etwas dagegen zu unternehmen.
Seine Nemesis findet dieser Killer in Kim Soo-hyeon, gespielt von Byung-hun Lee, den ich bislang bewusst nur aus GI-Joe kannte. Putziges drahtiges Kerlchen, ebenfalls ansehnlich im Schauspiel, nicht minder kaltblütig, denn da gehört schon was dazu seine Wut und Trauer so zu kontrollieren, dass man  sein Opfer/den Täter nicht sofort killt, sondern dosiert fertig macht, dabei selbst ordentlich einsteckt, um dann seinen eigenen teuflischen und nicht weniger kriminellen Plan umzusetzen.
Insgesamt kein Film für empfindliche Gemüter, jedoch weit entfernt von den üblichen Slashern und trotz seiner 141 Minuten sehr kurzweilig, weil spannend. Ganz großartig.
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p>I Saw The Devil – Akmareul Boatda, Südkorea 2010, 141 Minuten, R: Jee-woon Kim, D: Byung-hun Lee, Yoon-Seo Kim, Min-sik Choi, Drehbuch: Hoon-jung Park, P: Hyun-woo Kim, Verleih: Splendid Film

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