FürEinenSinnlosenKrieg

Fair Game von Doug Liman

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Der Film schildert den seinerzeit aufsehen erregenden Fall der öffentlich enttarnten CIA Agentin Valerie Plame, deren Leben nach der Enthüllung ihrer Identität erst einmal steil den Bach runterging. Durch eine gezielte Indiskretion aus Regierungskreisen als Folge politischer Rangeleien der Bush-Administration und des CIA über die Existenz irakischer Massenvernichtungswaffen, wurde Plame als Bauernopfer an die Medien verfüttert.

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Fazit:
„Fair Game“ ist für meinen Geschmack einer der besseren Politthriller, bzw. Biopics der letzten Jahre. Doug Liman erzählt die wahre Geschichte der Valerie Plame zwar parteiisch, aber völlig unaufgeregt und spannend. Die Agentin Plame war 2002 vor dem zweiten Irakkrieg unter anderem damit beschäftigt Informationen über möglichen nukleare Massenvernichtungswaffen im Irak zu sammeln. Sie kam zu der überzeugenden Erkenntnis, dass die Fakten nicht reichen davon auszugehen, dass der Irak ein solches Waffenprogramm betreibt, im Gegenteil gab es genug Aussagen und Belege, die das Gegenteil nahelegten. Dennoch sorgte der Beraterstab des damaligen Präsidenten George W. Bush dafür die Tatsachen so zu verdrehen, dass die kriegerische Intervention der USA in den Irak möglich wurde.
Valeries Ehemann Joseph Wilson, ehemaliger Diplomat und Gelegenheitsberater der CIA, konnte das nicht auf sich sitzen lassen und brachte die große Massenvernichtungswaffenlüge an die Öffentlichkeit mit der Folge, dass die Berater des Präsidenten Valerie Plame Wilsons wahre Identität durchsickern ließen und sie als CIA Agentin outeten. Damit war ihre Karriere beendet und ein nervenaufreibender Kampf um Privatleben und Reputation begann.
Doug Liman wählte mit Naomi Watts und Sean Penn als Ehepaar Wilson zwei in diesem Genre nicht ganz unbeleckte Schauspieler und wurde belohnt. Beide überzeugen als toughe Agenten bzw. Politiker wie auch als liebevolle Familienmenschen und Ehepartner. Besonders Sean Penn ist mit Herz und Seele bei der Sache, es macht Spaß ihm zuzusehen.
Ob das Geschehen tatsächlich so ablief soll  dahingestellt sein, basiert der Film doch auf dem Buch Valerie Plame Wilsons und sicherlich hat der Film auch ein paar sentimentale Schwächen, aber insgesamt ist er gut gemacht und interessant, macht Lust auf mehr Information und das ist gut so.8_rabbit_animal_pink_cute

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p>USA 2010 – Regie: Doug Liman – Darsteller:Naomi Watts, Sean Penn, Sam Shepard, Bruce McGill, David Andrews, Michael Kelly, Noah Emmerich, Brooke Smith, Geoffrey Cantor, Philipp Karner, Kristoffer Ryan Winters – FSK: ab 12 – Länge: 106 min.

14 thoughts on “FürEinenSinnlosenKrieg”

  1. ja genau, macht Lust auf mehr Information – das hat mir auch gefallen, man nimmt das Gesehene nicht einfach so hin, sondern forscht hinterher selbst ein bisschen nach, weil die Story wirklich nachdenklich macht.

  2. Davon abgesehen stelle ich wieder mal fest, Sean Penn könnte mir aber auch alles verkaufen :))
    Diese Mischung aus Autorität und Dackelblick ist schon eine Kunstform für sich.

    Ja natürlich ist die Geschichte unendlich viel komplizierter. Wer da alles mit drin steckt und nun auch noch der BND und damit haben womöglich die Deutschen diesen Krieg mit angezettelt… hach da raucht mir der Schädel.

  3. Ja, das ist schon eine spannende und so skandalöse Geschichte. Vor allen Dingen weil durch gesetzwidrige Aufdeckung der geheimen Information, dass sie CIA-Agentin ist, natürlich nicht nur ihre Karriere sondern auch ihr bisheriges Leben (jeder weiß auf einmal womit Du Dein Geld verdient hast) schlichtweg zu Ende ist. Ich weiss gar nicht, wie die jetzt ihr Leben finanzieren und gestalten. Den Film fand ich ja auch gut, ich fand halt nur das Einsetzen der „Wackel-Kamera“ bei vielen Szenen unnötig und ablenkend war. Kann mich aber an die Dinner-Szene erinnern, wo es wieder gepasst hat.

  4. Gut, dachte ich mir, dass sie sich wenigstens finanziell keine Sorgen machen müssen. Dennoch ist sie auf jeden Fall gebrandmarkt und mit dem Wissen, das sie sicherlich hat, lebt sie sicher auch nicht gänzlich ungefährlich. Na, tauschen möchte ich in jedem Fall nicht mit ihr.

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