DerMerlinianer

Duell der Magier von Jon Turteltaub

Duell-der-MagierInhalt:
Balthazar Blake, Veronica und Maxim Horvath waren einst die magischen Gehilfen Merlins, des größten Zauberers der Welt. Hunderte von Jahren war es ihre Aufgabe Merlins Nachfolger zu finden, den Merlinianer, der einst seinen Ring tragen sollte. Doch war es ihnen nicht vergönnt erfolgreich zu sein. Als Merlin mit seiner Erzfeindin Morgana de Fray aneinander gerät, stirbt er. er wurde von seinem Gehilfen Horvath hintergangen, der sich auf Morganas Seite geschlagen hat. Um den Sieg Morganas zu vereiteln, opfert sich Veronica und bindet de Frays böse Seele in sich. Balthazar bleibt nur Veronica in den Seelenkrug zu bannen. Auch Hovarth landet in diesem Gefäß.
Alleine zurückgeblieben sucht Balthazar Blake Merlins Nachfolger, den Träger des Drachenringes, doch es soll über 1000 Jahre Dauern bis er in Manhattan auf den 9 jährigen Dave Stutler trifft oder besser gesagt der auf ihn…

<

p>Fazit:
Jon Turteltraub und Jerry Bruckheimer gepaart mit Disney stehen eindeutig auf der Hollywood Mainstream Seite, darüber sollte man sich im Klaren sein bevor man in einen solchen Film geht. In Kenntnis dessen, kann man sich dann auch ungeniert an einer einfachen, schnörkellosen Story und sehr guten Effekten erfreuen.
Nicholas Cage ist als Balthazar einfach perfekt besetzt. Etwas ranzig und verstrubbelt, aber mit dem nötigen Schuss Selbstironie gibt er den vereinsamten Magier. Nach über einem Jahrtausend hat er endlich den Merlinianer gefunden, der ihm seine Erlösung bringen soll, denn Merlin hat ihn verzaubert. Unsterblich und nicht alternd muss er suchen bis er den Nachfolger des Meisters findet.
Der Zauberlehrling David, etwas blass Jay Baruchel, kann sein Schicksal zunächst um 10 Jahre verschieben, weil er durch ein Missgeschick zwar den bösen Hovarth befreit, der jedoch mit Balthazar in eine chinesische Urne gebannt wird.
Als er die nächste Begegnung mit den Zauberern hat ist er bereits Student, sehr nerdig, natürlich mit der Physik verbandelt. Klar, es trifft ja nie die Normalen und was der wahre Nachfolger Merlins ist, muss er auch Grips haben und eine gewisse Leidenschaft für Naturwissenschaften. So ist sein Verständnis der Physik dann auch der entscheidende Faktor, der über die „einfache“ Magie obliegt. Vorher sträubt er sich jedoch etwas das Handwerk zu erlernen und das schwere Erbe Merlins anzunehmen, tut sich mit vielen Dingen schwer. Im Zusammenhang damit finden wir in „Duell der Magier“ hier aus das größte Manko des Films. Wir sehen zwar die kläglichen Bemühungen Davids, jedoch nie bahnbrechende Fortschritte. Im Finale ist er dann nahezu perfekt. Irgendwie fehlte mir dazwischen was, dass aber mit der unbedingt erforderlichen Liebesgeschichte zwischen David und Kinderschwärmerei Becky gefüllt wurde. Gut, eine Grundthematik der Story ist auch die Liebe und was man für sie zu opfern bereit ist und man merkt hier deutlich, dass das Zielpublikum sicher im Teenageralter angesiedelt ist.
Ungeachtet dessen ist „Duell der Magier“ ein ordentlich gemachter Jugend-Fantasy Streifen. Die Effekte sind ansprechend und originell, der Film hat Witz und ist trotz des angestaubten Zaubererthemas recht modern.
Alfred Molina spielt mal wieder den Schurken, aber das kann er ja sehr gut; im Vergleich zu Rollen wie in Spiderman war er hier aber recht zurückhaltend.
Sehr spaßig ist das Auftreten des Morganarianers Drake Stone Toby Kebbell), der mangels Meisters sein begrenztes Zauberwissen gewinnbringend und selbstherrlich als Popstarmagier im Madison Square Garden an den Mann bringt. Wie ein Laufstegaddict aufgemotzt mit Ketten, viel zu viel Schminke und hohen Absätzen, nimmt er den Konflikt zwischen Balthazar und Hovarth nicht so bierernst und schießt auch mal einen Star Wars Witz raus.
Für Teenager ein toller Fantasystreifen, für die Großen gut, sofern man einfache Geschichten mag.
7-10

USA 2010 – Originaltitel: The Sorcerer’s Apprentice – Regie: Jon Turteltaub –Darsteller: Nicolas Cage, Jay Baruchel, Alfred Molina, Monica Bellucci, Terersa Palmer, Robert Capron, Toby Kebbell, Alice Krige, Peyton List – FSK: ab 12 – Länge: 109

7 thoughts on “DerMerlinianer”

  1. Stimmt, der Star Wars Gag, da musste ich auch echt lachen.
    Mir hat er ja wie gesagt auch gut gefallen, ich hab ihn halt als Kinder- und Jugendfilm empfunden, wo man sich als Erwachsener mit amüsieren darf. Und Nic Cage fand ich hier mal wieder richtig nett.

  2. Aaaalso, ich geb dir da völlig recht, irgendwie war Daves Entwicklung nicht nachvollziehbar. In mehrerer Hinsicht sogar erstens kommt er (nachdem er vorher nicht mehr wollte). plötzlich zurück, rettet Balthasar und ist auf einmal bereit die Puppe von den Bösen zurückzuholen. Und dann am Ende plötzlich Magie ohne Ring 🙄

    Abgesehen davon fand ich Dave schon sehr nerdy und nervig, irgendwie nicht allzu sympathisch. Aber er ist halt ein Antiheld :>>
    (und die STimme, seine neeeervige STimme!)

SagWas!