KeinQuantensprung

Jumper von Doug Liman

Inhalt:
jumperDavid Rice, von der Mutter mit 5 verlassen und mit einem rüden Vater gestraft, macht im zarten alter von 15 Jahren die Entdeckung, dass er anders als die Anderen ist. Als er auf dem dünnen Eis eines Flusses einbricht und von der Strömung mitgerissen wird, teleportiert er in letzter Sekunde in die örtliche Bücherei. Gut zu wissen, denn als Pappi wieder böse wird, beamt er sich endgültig von zu Hause weg und erprobt im Folgenden seine Begabung.
Die nächsten acht Jahre macht sich David ein schönes Leben: Luxuswohnung in New York, Kneipenbesuch abends in London, zum Frühstück surfen vor den Fidschis… und alles finanziert durch kleine Geldanleihen in diversen Banken und Casinos. Die Frisur sitzt, bis er eines schönen Tages Besuch von Mr. Roland bekommt. Der gehört den Paladinen an, „einfache“ Menschen, die sich organisiert und technisch aufgerüstet haben um die sogenannten Jumper von der Erde zu tilgen, denn niemand außer Gott darf zu jeder Zeit an jedem Ort sein. David begreift gar nichts und kann Roland gerade noch entkommen. Zu seinem Glück hat er nicht nur die Paladine auf sich aufmerksam gemacht, sondern auch den erfahrenen Jumper Griffin. Aus ungeklärten Gründen kreuzt Griffin ständig Davids Wege und als es brenzlig wird, schlägt David eine Zusammenarbeit gegen die Paladine vor, denn nicht nur seines, sondern auch das Leben seiner Freundin steht auf dem Spiel.

Fazit:
Mal ehrlich, von „this film sucks“ über „this film sucks really“ bis hin zu “ warum habe ich mir das angetan“, habe ich so manche negative Filmkritik gelesen, aber hat einer dieser Menschen jemals einen Roland Emmerich gesehen ? Wenn man von wirklich teuren schlechten Effekt-Filmen redet, sind die für mich das Vergleichsmaß und Jumper ist besser. Wenn ich ins Kino gehe und mir einen Film mit Hayden Christensen und O.C.California Sternchen Rachel Bilson ansehe, glaube ich doch nicht allen Ernstes  hohe Schauspielkunst und tiefgründige Charaktere serviert zu bekommen. Aber vielleicht gehe ich da anders an solche Filme heran.
David Rice ist kein Superheld und hat auch keine Ambitionen in die Richtung. Er hat eine besondere Fähigkeit, die er nicht zum Wohle der Menschheit einsetzt, warum auch ? Wieso sollte man sich anderen mehr verpflichtet fühlen, nur weil man etwas besonderes kann ? Und warum muss sich ein so junger Charakter in so kurzer Zeit „weiterentwickeln“ und das ohne Bildung und richtige Erziehung ?
5Jumper ist kein Superhelden-retten-die-Welt-Film, sondern einfach ein unterhaltsamer Fantasystreifen mit tollen Effekten ohne Tiefgang, nicht mehr und nicht weniger.
Für Liebhaber des Genres durchaus ansehbar.

USA 2007 – Regie: Doug Liman – Darsteller: Hayden Christensen, Rachel Bilson, Jamie Bell, Samuel L. Jackson, Diane Lane, Tom Hulce, Michael Rooker, Sean Baek, Katie Boland, Barbara Garrick, Nathalie Cox, Teddy Dunn – FSK: ab 12 – Länge: 88 min.

7 thoughts on “KeinQuantensprung”

  1. Der Film hat einfach keinen Sinn im Sinne von … Sinn. Was will mir dieser Film sagen? Dass ein Regisseur viel Spaß daran hatte, sich bei den Special Effects mal so richtig auszutoben? Und was habe ich davon, außer ein paar schönen Bildern?

  2. Nein natürlich nicht, Jumper ist genauso sinnlos wie „Conan der Zerstörer“, aber dass ist für Fantasy und Scifi-Filme auch nicht ungewöhnlich. Sicher es gibt einige, in denen man auch eine Botschaft in der Handlung findet (ich denke da an Stanislaw Lems „Solaris“ oder „A Chinese Ghost Story“), aber dieser hier ist ein typisches Beispiel für : „just for fun“. Kleine Handlung, viel Effekte, Null Botschaft.

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